1. Böhmermann-Anwalt Schertz über Teilverbot von Schmähgedicht: „Gericht macht Satire zur Realsatire“

    Jan Böhmermann sprach mit der Zeit und sein Anwalt nun mit dem stern. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin äußert sich der Medienanwalt des TV-Moderators, Christian Schertz, zum ersten Mal über sein Mandat sowie ausführlicher über die Entscheidung des Landgerichts Hamburg, Teile des Schmähgedichts über den türkischen Staatspräsidenten zu verbieten. Zudem erklärt, wieso er das Erdogan-Mandat nicht angenommen hätte.

  2. Trotz Gerichtsentscheid: Bild lässt komplettes Schmähgedicht-Video weiterhin online

    Das Landgericht Hamburg hat eine einstweilige Verfügung gegen Teile des von Jan Böhmermann verfassten Schmähgedichts über den türkischen Staatspräsidenten Erdogan erlassen. Das Verbot einiger Passagen macht das Gedicht im Gesamten nahezu unbrauchbar. Mit dem Gerichtsentscheid sind die beanstandeten Passagen aber nicht aus der Welt – Bild will das komplette Video nicht von der Webseite nehmen.

  3. Böhmermanns Schmähgedicht nach dem Gerichtsentscheid: Welche Zeilen erlaubt und welche verboten sind

    Mit der Entscheidung des Landgerichts Hamburg wird Moderator Jan Böhmermann untersagt gewisse Passagen seines Schmähgedichts zu wiederholen. – beziehungsweise fast alles. Wie das Gericht im Anhang der Pressemitteilung deutlich macht, ist der „Teilerfolg“ Erdogans eigentlich ein Sieg (in erster Instanz) auf ganzer Linie. Denn nur sechs Zeilen sind stehen geblieben, die zweieinhalb Reime bedeuten.

  4. Modefotos ohne Kopftuch: Iranische Cyber-Polizei nimmt Models und Fotografen fest

    Die iranische Cyber-Polizei hat mehrere Personen wegen im Internet veröffentlichten Mode-Bildern von Frauen ohne Kopftücher verhaftet. Mindestens acht Models – darunter angeblich sieben junge Frauen ohne das obligatorische Kopftuch – und zahlreiche Fotografen und Visagisten seien von Beamten bei dem Einsatz unter dem Codenamen „Spinne 2“ abgeführt worden, berichteten iranische Medien am Montag.

  5. „Böhmermann-Paragraf“: Bundesrat lehnt sofortige Abschaffung von Paragraf 103 StGB ab

    Der Paragraf 103 StGB, der die Beleidigung von Staatsoberhäuptern regelt und Gegenstand des Strafverfahrens gegen den ZDF-Moderator Jan Böhmermann ist, wird nicht sofort abgeschafft. Das entschied am Freitag der Bundesrat und ließ einen Antrag der SPD-geführten Bundesländer damit abblitzen. Dabei bleibt es bei der Abschaffung des „Böhmermann-Paragrafen“ für 2018 – und auch bei den Ermittlungen gegen den Satiriker.

  6. Böhmermann sagt Auftritt bei Grimme-Preis-Verleihung ab

    Der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat seine Teilnahme an der Grimme-Preis-Verleihung am Freitagabend in Marl abgesagt. Das Grimme-Institut bestätigte das auf Anfrage. „Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe“, postete der 35-Jährige am Freitagmorgen auf Facebook. „Mein Team von der Bildundtonfabrik und ich bitten um Verständnis, dass wir heute Abend nicht in Marl feiern können.“

  7. #kuenstlergegenrechts: Wie Kreativschaffende bei Facebook gegen den Erfolg der AfD protestieren

    Die Alternative für Deutschland (AfD) ist längst mehr als eine Anti-Euro-Partei. Die Rechtspopulisten wollen nicht nur in der Flüchtlingsfrage radikal vorgehen, sondern unter anderem auch Kultur- und Medienangebote regulieren. Die Erfolge bei den Landtagswahlen am vergangenen Sonntag haben nun einige Künstler aufgerüttelt, die mit einem Social-Media-Protest vor den Zielen der AfD warnen.