1. Über 100.000 gelöschte Clips: Youtube entfernt Rekordzahl an Hass-Videos 

    YouTube musste im vergangenen Quartal so viele Videos wegen „Hate Speech“ löschen wie noch nie. Die Anzahl gelöschter Clips habe sich auf über 100.000 mehr als verfünffacht, teilte die Chefin Susan Wojcicki in einem Blogeintrag mit. Über 85 Prozent der Videos mit verbotenen Inhalten findet mittlerweile der Algorithmus.

  2. SR-Intendant Kleist fordert europäisches Gütesiegel für Qualitätsjournalismus 

    Hasskommentare verbreiten sich wie ein „Lauffeuer“ im Netz und alternative Medien wirken wie „Spaltpilze“ in der Gesellschaft: Thomas Kleist, Intendant des Saarländischen Rundfunks, fordert deshalb ein europäisches Gütesiegel für den Journalismus. Verlässliche Informationen, auf deren Grundlage Meinungsbildung stattfinde, seien die Basis einer Demokratie, sagte er bei einer Veranstaltung in Paris.

  3. „Die meisten Redaktionen unternehmen nichts gegen Desinformation auf Facebook“ – #ichbinhier-Admin Alex Urban nimmt Medien in die Pflicht

    Als Admin der Facebook-Gruppe #ichbinhier überblickt Alex Urban täglich die Nutzer-Kommentare auf den großen Medienseiten bei Facebook. Im Interview mit MEEDIA fordert er die Online-Redaktionen zu mehr Verantwortung auf – man dürfe Accounts, die den Diskurs vergiften und ihre Narrative verbreiten wollen, keine Bühne bieten. Das Thema müsse endlich in den Köpfen der Redakteure ankommen.

  4. „Versucht’s doch mal mit Mohammed“: Titanic schreibt „Sommer-Hit“ aus den schlimmsten Hasskommentaren

    Das Satiremagazin Titanic sieht sich offenbar häufig mit bösen Leser-Zuschriften und Hass-Kommentaren konfrontiert. Nun holen die Redakteure des Heftes zum Gegenschlag aus und veröffentlichen den selbsternannten Sommer-Hit „Versucht’s doch mal mit Mohammed“. Darin wird aus den schlimmsten Kommentare ein fröhlicher Ohrwurm gebastelt.

  5. Hausdurchsuchungen und Verhöre: Polizei startet „Aktionstag“ gegen 29 Hasskommentatoren

    „Aktionstage“ klingen nach Rabatt-Schlachten und tollen Schnäppchen-Angeboten für Konsumenten. Wenn Ermittlungsbehörden einen Aktionstag starten, hat das aber eher mit Hausdurchsuchungen und Verhören zu tun – so wie heute. Deutschlandweit geht die Polizei heute gegen 29 Beschuldige vor, die denen vorgeworfen wird, im Internet strafrechtlich relevant gehetzt zu haben.

  6. Hass-Kommentare bei Facebook: Staatsanwaltschaft München ermittelt nicht gegen Mark Zuckerberg

    Die bayerische Justiz wird nicht gegen Facebook-Chef Mark Zuckerberg ermitteln, weil rechtswidrige Beiträge in dem sozialen Netzwerk nicht rechtzeitig gelöscht wurden. Es gebe gegen Zuckerberg und neun weitere Verantwortliche des Facebook-Konzerns keinen Anfangsverdacht eines strafbaren Verhaltens, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Montag mit.

  7. Hasskommentare auf Facebook: Wie rechte Aktivisten die Netzdiskussionen zur Bundestagswahl manipulierten

    Rechtsradikale Medienaktivisten haben im Bundestagswahlkampf Diskussionen im Internet gezielt manipuliert. Das belegten Daten aus einem Netzwerk, aus dem solche Kampagnen gesteuert worden seien, berichten ARD, WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung. Eine weitere Auswertung zeigt zudem, dass hinter vielen Hasskommentaren im Netz lediglich eine „verschwindend kleine Minderheit der Nutzer“ steht.

  8. "Ich habe den falschen Leuten vertraut“ – plagen Mark Zuckerberg Gewissensbisse?

    Vorwürfe, Kritik, Abweisung – all dem muss sich Mark Zuckerberg seit Wochen aussetzen. Anlass sind unter anderem das Fake-News-Missgeschick während der US-Wahl 2016 oder der VR-Trip auf der verwüsteten Karibikinsel Puerto Rico. Jetzt gesteht sich Zuckerberg zum 14. Geburtstag seines Social Network auch noch öffentlich eigene Fehler ein. Plagen Zuckerberg etwa Gewissensbisse?

  9. Anja Reschke und Kai Gniffke stellen sich Hasskommentatoren: "Tagesschau" fordert Internet-Pöbler zu Video-Dialog auf

    Die „Tagesschau“ fordert anonyme Kommentatoren und Verfasser von Hasskommentaren zu einem Video-Dialog auf. Bei der Aktion „Sag’s mir ins Gesicht“ stellen sich prominente ARD-Gesichter wie Anja Reschke und Isabel Schayani live auf Facebook ihren Kritikern, die dabei aus der Anonymität hervortreten sollen, teilte ARD-aktuell am Freitag in Hamburg mit. Den Anfang macht am Sonntag (28. Mai) um 19 Uhr Kai Gniffke, Erster Chefredakteur ARD-aktuell.

  10. Maas droht mit Bußgeld: Bundesjustizminister erhöht den Druck auf Twitter wegen Hasskommentaren

    Bundesjustizminister Heiko Maas erhöht im Interview mit dem Spiegel den Druck auf Twitter. Der Kurznachrichtendienst habe noch „kein funktionierendes Beschwerdemanagement“, wenn es um Maßnahmen gegen Hasskommentare geht, so der SPD-Politiker. Konsequenz könnte ein millionenschweres Bußgeld sein, das Maas‘ neues, aber noch nicht verabschiedetes, Gesetz vorsieht.