1. Medienwissenschaftler Weichert zur Kommentar-Debatte: „Die Leute arbeiten sich nach wie vor an Flüchtlingsthemen ab“

    Vor sechs Tage gab die Deutsche Welle auf: Wegen Überforderung schaltet sie die Kommentarfunktion ab. Seitdem tobt eine Debatte über den richtigen Umgang mit und die Relevanz von Lesermeinungen. Medienwissenschaftler Stephan Weichert legt aktuell eine Studie zu dem Thema vor. Im MEEDIA-Interview erklärt er, warum Kommentare wichtig sind, wie Redaktionen ihre Leser erziehen können und warum der Web-Hass in Deutschland eine “besondere Qualität” hat.

  2. Text-Quiz als kreativer Anti-Troll-Test: Der norwegische Rundfunk lässt Leser Fragen beantworten, bevor sie Artikel kommentieren dürfen

    Die Kommentarspalten von Netz-Inhalten strotzen oftmals nur so vor Trollen, rechter Hetze und Spam. Dieses Problem will der norwegische Rundfunk RNK jetzt spielerisch lösen: Leser müssen fortan ein Multiple-Choice-Quiz zum Textinhalt beantworten, um ausgewählte Artikel kommentieren zu können. Eine prima Idee, die Schule machen könnte.

  3. Hass gegen Flüchtlinge: Facebook-Hetzer muss für 18 Monate ins Gefängnis

    Er hetzte gegen Flüchtlinge, Ausländer und Juden. In Unterfranken verurteilt ein Berufungsgericht einen Facebook-Nutzer zu einer Freiheitsstrafe. Grund dafür ist auch die extreme Hasskultur im Netz. Das drastische Urteil soll potenzielle Täter abschrecken. Allerdings blieben die Richter unter dem Strafmaß der ersten Instanz, da der Angeklagte glaubhaft machen konnte, das er seine Taten bereut.

  4. „Anhaltender PR-Gau“ – Anwalt Joachim Steinhöfel prangert Facebook-Löschaktionen mit „Wall of Shame“ an

    Die Lösch- oder Nicht-Löschpraxis von Facebook bei Hass-Kommentaren oder anderen umstrittenen Beiträgen sorgt für anhaltende Diskussionen. Der prominente Anwalt Joachim Steinhöfel hat im Internet eine „Wall of Shame“ eingerichtet, auf der er seiner Meinung nach ungerechtfertigte Facebook-Aktionen sammelt. Gegenüber MEEDIA sagt er, dass bald mit einem Musterprozess rechnet.

  5. Hass, wohin man schaut: Wie eine Anti-Hatespeech-Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung Hass-Wellen im Social Web auslöste

    Eine Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung zum Thema Hatespeech hat on- wie offline die Gemüter erregt. Vor allem im Web tobt eine Art Hass-Wettstreit zwischen Freunden und Gegnern der Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus richtet. Mittendrin: zwei Ministerien, das ZDF, eine Ex-Piraten-Politikerin, eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin und viele mehr.

  6. Gemeinsamer Kampf gegen Hassbotschaften: EU und Internet-Firmen einigen sich

    Facebook hat bereits Anfang des Jahres ein entschiedeneres Vorgehen gegen Hass-Kommentare angekündigt. Nun folgen auch Twitter, Youtube und Microsoft. Die Internet-Firmen haben gemeinsam mit der EU Maßnahmen zum Umgang mit der Hasskultur im Netz beschlossen. Vorwürfe gegen Hetze sollen schneller geprüft und Beiträge schneller gelöscht werden.

  7. „Es muss bei Facebook noch mehr passieren“ – Justizministerium unzufrieden mit Facebooks Löschpraxis

    Inzwischen sind mehrere Monate vergangen, seit Facebook erklärte, entschiedener gegen Hass-Kommentare vorzugehen. Im NDR zeigt sich das Bundesjustizministerium nun unzufrieden mit den Fortschritten, die das Social Network dabei erzielt. Es gebe noch zu wenig Transparenz und es werde zu wenig zu spät gelöscht.

  8. „Sie krabbeln hier rum, wie eine Kakerlake, wenn’s Licht angeht“: Smudo streitet mit Facebook-Managerin über Hass-Kommentare

    Diese sechs Minuten offenbaren das Kommunikations-Elend von Facebook dieser Tage. In Hamburg stellte das US-Unternehmen in der vergangenen Woche, eine Offline-Tournee zum Thema Counter Speech vor, an der auch Smudo („Die Fantastischen Vier“) teilnimmt. Statt gemeinsam über das Projekt zu reden, stritt sich der Rapper mit der Facebook-Repräsentation vor der versammelten Presse. Grund: Die Weigerung des Web-Konzerns darüber Auskunft zu geben, wie viele Personen genau gegen Hass-Kommentare eingesetzt werden.

  9. Neues Safety-Centre, neue Regeln: Twitter will verstärkt gegen Hass-Beiträge vorgehen

    Twitter hat seine Regeln gegen Hass-Beiträge verschärft.Twitter kündigt an, ab sofort kein Verhalten zu dulden, das Bedrohungen, Einschüchterungen oder Beleidigungen enthält.

  10. „Lieber Herr Zuckerberg …“ Todenhöfers Anti-Hass-Appell an den Facebook-Chef

    Facebook hat als Ziel ausgegeben, Hass-Botschaften, die nicht den eigenen Standards entsprechen, künftig binnen 24 Stunden löschen zu wollen. Der Publizist Jürgen Todenhöfer übt (auf Facebook) weiter Kritik an dem Sozialen Netzwerk. Er dokumentiert zwei besonders krasse Hass-Kommentare, die Facebook trotz Hinweis angeblich nicht habe löschen wollen.