1. Fall löste #metoo-Welle aus: Gericht spricht Harvey Weinstein vom Vorwurf sexuellen Belästigung frei

    Ein US-Gericht hat den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein vom Vorwurf der sexuellen Belästigung in einem Fall freigesprochen. Die Vorwürfe wurden von der Schauspielerin Ahsley Judd erhoben und hatten später zu der weltweiten #metoo-Bewegung geführt, die sexuelle Belästigung und Missbrauch vor allem in der Kultur- und Unterhaltungsbranche offenlegte. Laut Medienberichten argumentierte das Gericht, dass das entsprechende Gesetz erst sei kurzem in Kraft ist.

  2. Bilanz nach zwölf Monaten #MeToo: die Beschuldigten, die Debatte und die Frage, wie es jetzt weitergehen kann

    Fast ein Jahr ist es her, dass die ersten Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein laut wurden – und innerhalb weniger Tage eine weltweite Debatte über strukturellen Machtmissbrauch auslösten, die unter dem Schlagwort #MeToo bis heute anhält. Was hat sich seitdem bewegt? Eine Chronik.

  3. #MeToo-Aktivistin Asia Argento weist Missbrauchsvorwürfe gegen sich zurück

    Die Schauspielerin und #MeToo-Aktivistin Asia Argento hat sich gegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gewehrt. Ein Bericht der New York Times, demzufolge sie ihren jüngeren Schauspielkollegen Jimmy Bennett (22) missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden, sei falsch, sagte Argento laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag.

  4. Deutsche Schauspielerin verklagt Harvey Weinstein wegen Vergewaltigung

    Nun werden auch Vorwürfe aus Deutschland laut: Eine deutsche Schauspielerin, die anonym bleiben will, hat in Kalifornien Klage gegen Harvey Weinstein eingereicht. Er soll sie im Jahr 2006 während des Filmfestivals in Cannes in einer Hotelsuite vergewaltigt haben. Weinsteins Anwältin Phyllis Kupferstein wies die Vorwürfe als unwahr zurück.

  5. Hollywood-Mogul in Handschellen: Anklage gegen Harvey Weinstein

    Es war der Moment, auf den die vielen Anklägerinnen gegen Harvey Weinstein seit Monaten gewartet hatten: Der einstige Hollywood-Mogul stellte sich am Freitag der New Yorker Polizei und wurde wegen Vergewaltigung und erzwungenem Oralsex angeklagt. Ob es zum Prozess kommt, ist allerdings noch nicht klar.

  6. Anklage wegen sexueller Gewalt: Harvey Weinstein steht offenbar kurz vor der Verhaftung

    Harvey Weinstein soll offenbar noch in dieser Woche verhaftet werden. Gegen den US-Filmproduzenten wird seit Monaten wegen Missbrauchs und Vergewaltigung ermittelt. Nun will die Staatsanwaltschaft in Manhattan Anklage wegen sexueller Gewalt erheben. Laut amerikanischen Medienberichten will Weinstein sich am heutigen Freitag stellen und dabei eine Freilassung gegen Kaution beantragen.

  7. The Weinstein Company hebt Verschwiegenheitsvereinbarung für Missbrauchsopfer auf – und meldet Insolvenz an

    Die Weinstein Company hebt die Geheimhaltungsvereinbarungen auf, die eingeführt wurden, um zu verhindern, dass Opfer und Zeugen über die sexuellen Übergriffe des Produzenten sprechen. Außerdem meldete das Unternehmen am gestrigen Montag Insolvenz an. Ein Investor interessiert sich zudem für die Weinstein Company.

  8. Sexuelle Belästigungen und Morddrohungen gegen Mitarbeiter: Staat New York klagt Harvey Weinstein an

    Der US-Bundesstaat New York hat Harvey Weinstein und dessen früheres Unternehmen am Sonntag angeklagt. Die Führungskräfte der Weinstein Company und auch Weinsteins Bruder Robert hätten es wiederholt nicht vermocht, Angestellte vor „unablässiger sexueller Belästigung, Einschüchterung und Diskriminierung“ durch Weinstein zu schützen, heißt es in der Klage.

  9. Vorwürfe gegen Dieter Wedel: Wieso Journalisten in der #MeToo-Debatte schärfer differenzieren müssen

    Mit den Vorwürfen gegenüber Dieter Wedel erfährt die #MeToo-Debatte in Deutschland neue Relevanz. Einen konkreten Fall zu haben, ist für die längst überfällige Diskussion über Sexismus und Machtmissbrauch in der hiesigen Filmbranche wichtig. Doch Wedel wird mehr vorgeworfen: In einem Fall geht es mindestens um sexuelle Nötigung. Die Vorwürfe einer schweren Straftat erfordern eine besondere Trennschärfe – Medien haben die Pflicht, #MeToo differenziert zu betrachten.

  10. Nach Weinstein-Skandal und #MeToo: Juristen warnen vor Hetzjagd auf Promis

    In der Debatte um sexuelle Übergriffe gegen Frauen kommt es nach Ansicht deutscher Rechtsexperten immer wieder zu Vorverurteilungen mit schlimmen Folgen. „Die derzeitige Hetzjagd von Prominenten erfolgt unter Missachtung rechtsstaatlicher Grundsätze“, sagt beispielsweise Medienrechtler Prof. Thomas Hoeren von der Uni Münster. Man könne nur hoffen, dass das Thema wieder in sachliche Bahnen komme. Sonst würde eine unkontrollierte Verdachtsaktion mit Diffamierungen wie in der McCarthy-Ära drohen.