1. Verbands-Fusion im Grosso: Neuer Gesamtverband nimmt im Oktober seine Arbeit auf

    Jahrelang hat der Bundesverband Presse-Grosso in Baden-Baden getagt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Erstmals findet die für Mitte September geplante Branchenveranstaltung in Wiesbaden statt. Grund hierfür ist eine Neuausrichtung des Bundesverbands, der sich Mitte des Jahres mit der Arbeitsgemeinschaft Pressevertrieb zum neuen Gesamtverband Pressegroßhandel vereint hat. Er soll im Oktober seine Arbeit aufnehmen.

  2. Ärger um neue Grosso-Vereinbarung: Mittelständische Verlage rufen Kartellamt an

    Die zwischen der Allianz der sieben Großverlage und dem Grosso geschlossene Handelspannen-Vereinbarung stößt auf massiven Widerstand bei kleineren Verlagen. Daher lässt die Arbeitskreis Mittelständischer Verlage (AMV) jetzt vom Bundeskartellamt prüfen, ob die neue Vereinbarung wegen diskriminierenden Verhaltens rechtswidrig sei. Auslöser hierfür ist vor allem die neue Malus-Regelung. Von dieser sind aber auch die Großverlage selbst betroffen – darunter das Hamburger Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr.

  3. "Zukunftsfestes Vertriebssystem": Allianz um Springer, Burda & Co. einigt sich mit Grosso-Verband

    Nach schwierigen Verhandlungen steht die Vereinbarung über neue Handelsspannen im Pressevertrieb. Sie tritt am 1. März in Kraft. Darauf haben sich die Verlags-Allianz um Springer, Burda, Gruner + Jahr & Co. und der Bundesverband Presse-Grosso verständigt. Axel Springer hat zugleich eine Sondervereinbarung für die Zeitungen Bild und Welt geschlossen. Ob es zu einer Strukturreform mit deutlich weniger Grosso-Betrieben kommt, ist bislang nicht bekannt.

  4. „Kein Spielraum, um Vertriebspreise kräftig zu senken“: Grosso-Chef Frank Nolte dämpft Erwartungen der Verlage

    Der Streit um die Zukunft des Grosso-Systems bewegt die Medienbranche. Eine Allianz aus Großverlagen will das Verteilungsnetz für Zeitungen und Zeitschriften straffen und fordert zugleich, die Vertriebspreise (Spannen) zu verringern. Doch Grosso-Verbandschef Frank Nolte warnt die Verlage vor „allzu großen Erwartungen“. Damit könnten weitere Gespräche im Ringen um eine Einigung schwierig werden.