1. Lubitz, die Medien und der Presserat: das vielsagende Schweigen der Medienmoral-Apostel

    Der Presserat hat im Fall der Germanwings-Katastrophenberichterstattung entschieden und dabei inhaltlich eine klare und nachvollziehbare Linie für den journalistischen Umgang mit solchen Fällen gezogen. Dennoch ist es für die Medien wichtig, Beschlüsse wie Beschwerdelage noch einmal zu reflektieren.

  2. Presserat zu Germanwings-Beschwerden: Name von Co-Pilot durfte genannt werden

    Schon lange war eine medienethische Frage nicht mehr so kontrovers diskutiert worden. Durften Medien den Namen des Co-Piloten Andreas Lubitz nach der Germanwings-Katastrophe nennen oder nicht? 430 Beschwerden gingen im Zusammenhang mit der Germanwings-Katastrophe beim Presserat ein. Die Medienwächter kommen nun zu dem Ergebnis: Ja, die Nennung des Namens ist zulässig.

  3. Dürfen die das? Titanic nimmt die Rezeption der Germanwings-Katastrophe satirisch aufs Korn

    Die Titanic macht sich in ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich über die Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe lustig. U.a. wird eine Parodie auf das Lufthansa-Magazin präsentiert- Titelthema: „Angenehm flach: Ostfriesland“. Dürfen die das? MEEDIA meint: Auf jeden Fall!

  4. Germanwings-Katastrophe sorgt für Beschwerde-Rekord beim Presserat (rund 430 Klagen!)

    Noch nie gingen beim Deutschen Presserat so viele Beschwerden über Medien-Berichterstattung zu einem einzelnen Ereignis ein, wie beim Absturz der Germanwings-Maschine. Der Presserat hat rund 430 Beschwerden zu dem Thema gezählt. Zur Berichterstattung zur Loveparade-Katastrophe 2010 gab es 241 Beschwerden. Über die Germanwings-Beschwerden will der Presserat Anfang Juni beraten.

  5. Einzelhändler boykottieren „Bild“: Meinungsfreiheit oder Bevormundung?

    Der Umgang vieler Medien mit der Germanwings-Tragödie hat auch Bild-Gegner wieder auf den Plan gerufen. Eine kleine Gruppe Einzelhändler boykottiert den Verkauf des Springer-Blattes. Kritiker werfen ihnen vor, ihre Kunden zu bevormunden. Der Springer-Konzern selbst zeigt sich gelassen.

  6. Der Vorwurf gegen die Bild, der sich in Luft auflöste und die Verantwortungslosigkeit der Sozialen Medien

    In der Woche nach Ostern ist die Debatte um den Umgang der Medien mit dem Absturz der Germanwings-Maschine abgeklungen. Auf Twitter war zu beobachten, wie einer von vielen Vorwürfen, die gegen die Bild-Zeitung gerichtet wurden, zurückgenommen wurde. Ein kleines Beispiel zeigt, wie Gerüchte in Sozialen Medien schnell in den Rang von Fakten erhoben werden.

  7. Nur noch zwei Anmerkungen zur unsäglichen Namens-Debatte in Sachen Germanwings

    Noch zwei Dinge zu dieser unsäglichen Namens-Debatte. Ein Blick in die internationalen Medien und der seltsamste Vorwurf, den man der Journaille machen kann. Außerdem in diesem Wochenrückblick: Böhmi inside!

  8. „Sie kennen die Wahrheit nicht, Herr Diekmann“ – der Wut-Brief des Ober-Kriminalers an den Bild-Chef

    Andy Neumann ist Vorsitzender des Bunds deutscher Kriminalbeamter. Am Freitag schrieb er eine wütende Mail an Bild-Chef Kai Diekmann, in der er diesen stellvertretend für viele Medienvertreter für die Berichterstattung zum Fall Germanwings kritisierte. Investigative Journalisten gerierten sich so, als wären sie selbst gerne Polizisten geworden, so Neumann. Weil er keine Antwort auf seine Mail erhielt, machte er den Brief auf seiner Facebook-Seite öffentlich.

  9. Germanwings und die „Tagesschau“: Wie unabhängig können Luftfahrt-Experten sein? 

    Bei Katastrophen wie dem Absturz der Germanwings-Maschine 9525 vergangene Woche gibt es seitens der Medien einen großen Bedarf an Experten, die dem Publikum Zusammenhänge erklären und Fakten darlegen. Gerade bei einer überschaubaren Branche wie der Luftfahrt-Industrie gibt es aber mannigfaltige Verbindungen zwischen Experten, Industrie, Verbänden und auch Journalisten, die oft nicht transparent gemacht werden. Zwei aktuelle Beispiele …

  10. „Hanebüchener Unsinn“ – Airbus-Chef Tom Enders greift Luftfahrt-Experten und TV-Talkshows an

    Airbus-Chef Tom Enders übte in der Bild am Sonntag scharfe Kritik an TV-Talkshows, die Luftfahrt-Experten einladen, um über den Absturz der Germanwings-Maschine zu sprechen. In den Talkshows werde oft „hanebüchener Unsinn“ verbreitet, so Enders.