1. Ein Zeit-Artikel und die Boulevard-Zeugin: viel Wind um das letzte „fehlende Puzzleteilchen“ im Bild von Andreas Lubitz

    Der viel diskutierte Zeit-Artikel über Andreas Lubitz‘ Vater und seine eigene Aufarbeitung des Absturzes der Germanwings-Maschine vor zwei Jahren hat eine Debatte über Recherche-Methoden entfacht. Die Bild sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, im Falle eines Interviews nicht recherchiert zu haben und wirft der Zeit gleiches vor. Die Debatte wirft auch Fragen nach der Arbeitsqualität der Staatsanwaltschaft auf. Eine Annäherung.

  2. „Perfide und einfach nur widerlich“ – Luftfahrt-Experte erhebt bei Lubitz-Pressekonferenz schwere Vorwürfe gegen Medien

    Am Jahrestag der Katastrophe rund um die in den französischen Alpen abgestürzte Germanwings-Maschine, hielt Günter Lubitz, Vater des Co-Piloten Andreas Lubitz, eine eigene Pressekonferenz in Berlin ab. Dort ließ er ein Gutachten vorstellen, das belegen soll, dass die Schuld seines Sohnes am Absturz nicht erwiesen ist. Der Gutachter, Luftfahrt-Experte und Fachjournalist Tim van Beveren, erhob dabei auch schwere Vorwürfe gegen die Medien.

  3. Von Chemtrails bis zu den Amerikanern: die wirren Theorien zum Absturz der Germanwings-Maschine

    Hat der Co-Pilot Andreas Lubitz in selbstmörderischer Absicht die Germanwings-Maschine zum Absturz gebracht? Zwei Jahre nach der Katastrophe in den französischen Alpen rückt die Schuldfrage erneut auf die Agenda. Der Vater des Co-Piloten will seinen Sohn entlasten – und das Bild des „Amok-Piloten“ widerlegen, das von den Medien gezeichnet wurde. Damit steht er nicht alleine da. Im Netz treiben sich etliche Verschwörer herum, die den Ergebnissen der Ermittler nicht glauben wollen – und stattdessen Chemtrails oder die Amerikaner hinter dem Absturz vermuten.

  4. Germanwings-Absturz: Vater von Andreas Lubitz kämpft gegen das Medien-Bild vom „Amokpiloten“

    Morgen jährt sich der Germanwings-Absturz in den französischen Alpen zum zweiten Mal. Und erneut wird die Katastrophe zum Medienthema. Es geht aber nicht in erster Linie um das Gedenken an die 150 Toten und die Trauer der Hinterbliebenen, sondern um die Schuldfrage – und darum, ob der Vater des Co-Piloten mit seinen Thesen zur Katastrophe mutwillig die Pietät der Opfer-Angehörigen verletzt.

  5. Presserat zieht Bilanz: weniger Beschwerden, aber immer mehr Kritik an Online-Artikeln

    Die Zahl der Beschwerden beim Deutschen Presserat ist zurückgegangen. Im vergangenen Jahr waren es 1851, im Jahr davor 2358. „2015 war allerdings auch ein Rekordjahr“, sagte Presserats-Sprecherin Edda Eick der Deutschen Presse-Agentur. Auffällig sei gewesen, dass es 2016 weniger Beschwerdewellen zu einzelnen Themen gegeben habe wie etwa nach dem Absturz der Germanwingsmaschine 2015.

  6. Redaktionen im Ausnahmezustand: große Nachrichtenlagen und das journalistische Berufs-Ethos

    Von Kachelmann über Germanwings bis hin zur Diskussion um Klarnamen oder Verpixelung von Attentäter- und Opfer- Informationen: Georg Altrogge und Christopher Lesko sprechen im gut 30-minütigen MEEDIA-Podcast über Berufs-Ethos, Moral und Haltung von Journalisten und Medien. Altrogge: „Momentan sind viele Redaktionen überfordert!“ Lesko: „Journalismus folgt Abhängigkeiten, die nicht primär auf moralisch-ethischer Ebene liegen.“

  7. Presserat rügt Couch und Chip Online wegen Schleichwerbung

    Die Beschwerdeausschüsse des Presserates haben getagt und noch immer beschäftigt der Germanwings-Absturz die Medienwächter. Zudem geht es schon wieder um die Berichterstattung über einen Terroranschlag – diesmal den aus Brüssel. Die meisten Rügen sprachen die Berliner jedoch wegen Schleichwerbung aus. Betroffene: Couch und Chip Online.

  8. Falsches Germanwings-„Co-Piloten“-Foto der Zeitung Österreich landet vor Gericht

    Nach der Germanwings-Katastrophe vom 24. März hatten die beiden österreichischen Boulevard-Zeitungen Kronen Zeitung und Österreich das falsche Foto des vermeintlichen Co-Piloten unverpixelt auf ihren Titelseiten gezeigt. Während sich die Kronen Zeitung schnell entschuldigte und außergerichtlich einigte, landet der Fall Österreich nun vor Gericht.

  9. Eine Nicht-Meldung und ihre Geschichte: die Doppelmoral der Rhein-Zeitung

    Am Samstag wurde der Co-Pilot des Germanwings-Fluges 4U9525 in seiner Heimatstadt Montabaur beigesetzt. Die Rhein-Zeitung berichtete erst zwei Tage später und mit nur einem Satz darüber, „damit die Weltpresse bei diesem Begräbnis nicht erneut über Montabaur herfällt“. Chefredakteur Christian Lindner betont in einem Kommentar, er habe das Ereignis nicht vermarkten wollen – und tut genau das in eigener Sache.

  10. Peinlicher Germanwings-Tweet: Oliver Pocher im Twitter-Shitstorm

    Oje, Olli: Der von der Öffentlichkeit fast schon vergessene Comedian Oliver Pocher twitterte am Wochenende ein Selfie mit einer Germanwings-Maschine im Hintergrund. Dazu textete er gewohnt schwarz-humorig: „Sich mal was trauen“. Dass kaum jemand diesen Humor teilt, war abzusehen.