1. Gericht untersagt Teile des „Spiegel“-Berichts über Luke Mockridge

    Das Hamburger Landgericht hat Teile des „Spiegel“-Berichts „Die Akte Mockridge“ für unzulässig erklärt. Dieser verstoße gegen die Grundsätze der Unschuldsvermutung und verletze die Persönlichkeitsrechte des Comedian. Autorin Ann-Katrin Müller bezieht via Twitter Stellung zur Entscheidung.

  2. YouTube widerspricht „#allesaufdentisch“-Video-Entscheidung

    Die Videoplattform YouTube wehrt sich nach Gerichtsangaben gegen eine Entscheidung zu einem gelöschten Clip der umstrittenen Aktion „#allesaufdentisch“. Es wurde Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung eingelegt, wie eine Sprecherin des Landgerichts Köln auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

  3. Harte und weiche Strategien: Wie Medienanwälte versuchen, Berichterstattung im Vorfeld zu beeinflussen

    Medienanwälte drohen Redaktionen oftmals im Vorfeld einer Veröffentlichung mit rechtlichen Konsequenzen. Die sogenannten „presserechtlichen Informationsschreiben“ haben aber nur geringe Auswirkungen auf die Berichterstattung, wie eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung zeigt. Anwälte versuchen es daher immer häufiger mit anderen Methoden.

  4. Promi-Fotografen im Grönemeyer-Prozess zu Bewährungsstrafen verurteilt: „Von vornherein Ziel, ihn zu provozieren“

    Ein unschönes Zusammentreffen zwischen Herbert Grönemeyer und zwei Promi-Fotografen landete vor Gericht. Der Prozess endet nun mit der Verurteilung der beiden Angeklagten. Sie hätten den Sänger absichtlich provoziert, sagt der Richter.

  5. Gericht: Verbot von Bildberichterstattung gilt auch für Ausschnitte in Folgeartikeln

    Verbietet ein Gericht einer Zeitung die Veröffentlichung eines Fotos zur Bebilderung eines Artikels, gilt die Unterlassungsverpflichtung auch für die Veröffentlichung mit einem anderen Ausschnitt bei der Folgeberichterstattung. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt.

  6. "Lassen uns nicht einschüchtern": Wochenzeitung Kontext will nach Prozess-Niederlage gegen AfD-Mitarbeiter in Berufung gehen

    Die Stuttgarter Wochenzeitung Kontext will nach einer einstweiligen Verfügung im Streit mit einem AfD-Mitarbeiter in Berufung gehen. Anfang August setzte sich dieser vor dem Landgericht Mannheim durch, nachdem das Blatt dem Mitarbeiter rechtsextreme Äußerungen vorgeworfen und dabei aus Chatprotokollen zitiert hat. Die Aussagen in den Chats seien dem AfD-Mitarbeiter jedoch nicht zweifelsfrei zuzuordnen, urteilte das Gericht.

  7. Wegen Bericht über angebliche Vergewaltigung: Cristiano Ronaldo will den Spiegel verklagen

    Ein Bericht des Spiegels über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Fußballstar Cristiano Ronaldo in der aktuellen Ausgabe hat offenbar ein juristisches Nachspiel: Laut Reuters will der deutsche Anwalt des Fußballers, Christian Schertz, das Hamburger Magazin auf Schadensersatz verklagen. Die Beschuldigungen seien „offensichtlich illegal“.

  8. Protest-Seite wirsindradio.hamburg: Sender klagt wegen Markenrechten gegen Gewerkschaften – und verliert

    Der Streit um Arbeitsbedingungen bei Radio Hamburg ist um einen Schauplatz reicher: Die Mitarbeiter hatten gemeinsam mit Verdi und dem Deutschen Journalistenverband eine Webseite mit Forderungen online gestellt. Dem Sender hat „wirsindradio.hamburg“ aber so gar nicht gefallen – und wegen Markenrechtsverletzung geklagt. Das Gericht lehnte die Klage nach einer harten Auseinandersetzung ab.

  9. Rassismus-Vorwurf gegen AfD-Mitarbeiter: Kontext darf Behauptung nicht wiederholen

    Die Stuttgarter Wochenzeitung Kontext hat einem AfD-Mitarbeiter rechtsextreme Äußerungen vorgeworfen und dabei aus Chatprotokollen zitiert. Der Mann ging daraufhin vor dem Landgericht Mannheim gegen das Blatt vor, da es sich bei den zitierten Aussagen nicht um seine Aussagen handeln soll. Das Gericht hat dem Antrag nun stattgegeben. Kontext darf den Namen des Mitarbeiters nicht mehr nennen.

  10. Alice Weidel gewinnt gegen Facebook: US-Netzwerk darf beleidigenden Kommentar nicht weiter verbreiten

    Im Fall Alice Weidel gegen Facebook ist eine Entscheidung gefallen. Das Hamburger Landgericht gibt dem Antrag der AfD-Politikern statt und erlässt eine Einstweilige Verfügung, die es dem Social-Network untersagt, einen beleidigenden Kommentar gegen die Weidel auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland weiter zu verbreiten. Fast zeitgleich mit der Urteilsverkündung schickte die Politikerin und ihr Anwalt Facebook bereits die nächste Abmahnung wegen neuerlicher Beleidigungen.