1. Freiburger Polizeireporter Röderer und der Fall Maria L.: Warum es richtig war, die Täterherkunft zu nennen

    Joachim Röderer, Redakteur bei der Badischen Zeitung, war einer der ersten Journalisten, der über den mutmaßlichen Sexualmord an Maria L. aus Freiburg berichtet hat. Im Interview mit MEEDIA spricht der Polizeireporter darüber, wie er den Fall erlebte, wie in seiner Redaktion über den Verdächtigen diskutiert und weshalb die Entscheidung getroffen wurde, sofort die Herkunft des mutmaßlichen Täters zu nennen.

  2. Nachrichtenwert „Flüchtling“: Wer im Pressekodex eine Bevormundung sieht, hat ihn nicht verstanden

    Vergewaltigungen in Freiburg, Bochum und jetzt Hamburg haben zu einer breiten Mediendebatte geführt: Wie berichtet man über solche Fälle, bei denen mutmaßlich Flüchtlinge die Täter sind? Für MEEDIA hat die Journalismus-Forscherin Prof. Dr. Marlis Prinzing dies unter kommunikationswissenschaftlichen Aspekten betrachtet – mit Blick auf Nachrichtenwerttheorie und Medienethik. Die Gastautorin kommt u.a. zum Schluss, dass ein Paragraf des Pressekodex dabei zu Unrecht in der Kritik steht.

  3. Fake-Zitat: Künast stellt Strafanzeige wegen Falschnachricht auf Facebook

    Die Grünen-Politikerin Renate Künast geht laut einem Spiegel-Bericht mit Strafanzeige und Strafantrag gegen gefälschte Nachrichten bei Facebook vor. Seit dem vorigen Wochenende hatten demnach mehrere Facebook-Seiten ein Foto der Politikerin samt einem angeblichen Zitat gepostet, wonach sie zum Mord an der Studentin Maria und zur Festnahme eines Verdächtigen in Freiburg gesagt habe: „Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“

  4. Kanzlerin Merkel zur Freiburg-Debatte: „Herkunft des Täters muss klar benannt werden“

    Nachdem sich bereits SPD-Chef Sigmar Gabriel zur Festnahme des mutmaßlichen Mörders von Maria L. aus Freiburg äußerte, erklärte sich am Abend auch Kanzlerin Angela Merkel zum Thema. In den „Tagesthemen“ warnte sie davor, die Tat eines einzelnen Flüchtlings zu instrumentalisieren und pauschal zu urteilen. Merkel sagte aber auch, die Herkunft des Täters müsse „klar benannt“ werden.

  5. „Regionale Bedeutung“ – Wieso die „Tagesschau“ nicht über den Mord an Maria aus Freiburg berichtete

    Die „Tagesschau“ entschied sich am Samstag, nicht über den Mord an Maria L. aus Freiburg zu berichten. Der Fall der Studentin, die von einem 17-jährigen Afghanen vergewaltigt und ermordet worden war, habe eine „regionale Bedeutung“ und entspreche damit nicht den Relevanzkriterien der „Tagesschau“, so die Begründung. Für die Entscheidung gab es viel Kritik. Am Montag reagierte „Tagesschau“-Chef Kai Gniffke erneut.