1. Theodor-Wolff-Preis für SZ Magazin, Handelsblatt und Zeit

    Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sechs Journalisten mit dem begehrten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Die Würdigung der deutschen Zeitungen ging am Mittwochabend in vier Kategorien an zwei Autoren und zwei Autorenduos. Der Preis ist in jeder Kategorie – „Lokales“, „Meinung“, „Reportage“ sowie „Thema des Jahres“ – mit 6000 Euro dotiert.

  2. Schwäbisch Gmünd inszeniert Hochwasser-Hilfsaktion von Flüchtlingen fürs österreichische Fernsehen

    Die Stadt Schwäbisch Gmünd war von den schweren Unwettern, die vor wenigen Tagen Baden-Württemberg heimsuchten, mit am stärksten betroffen. Die ortsansässige Rems-Zeitung hat nun eine Aktion der dortigen Stadtverwaltung öffentlich gemacht, die wie Satire anmutet: Für ein TV-Team aus Österreich wurde mit Flüchtlingen eine Hilfsaktion nachgestellt, die so nie stattgefunden hat.

  3. „Debatte in ihrer Vielfalt abbilden“: Warum Bild trotz Refugees Welcome-Aktion Sarrazin eine Bühne gibt

    Beobachter, die bislang davon überzeugt waren, dass Springers Boulevard-Zeitung aufgrund der im Herbst gestarteten „Refugees welcome“-Initiative in der Zuwanderungsdebatte voreingenommen berichten würde, blickten heute Morgen wohl eher verwundert auf den aktuellen Titel. In großen Lettern wettert Thilo Sarrazin gegen die Flüchtlingspolitik. Für Chefredakteurin Tanit Koch ist das kein Widerspruch.

  4. „Hart aber fair“ diskutiert über den AfD-Erfolg: Twitter lästert über Kanzleramtschef Altmaier

    Der Tag nach dem Super-Wahlsonntag: Deutschland diskutiert. Bei „Hart aber fair“ stellten sich Moderator Frank Plasberg die üblichen Verdächtigen des Polittalks: Der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier, SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, Cicero-Chefredakteur Christoph Schwennicke, Schriftstellerin Juli Zeh – und AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen. Auf Twitter kommt vor allem Peter Altmaier schlecht weg. Am meisten Beachtung findet eine langjährige Grünen-Wählerin, die erklärt, warum sie die AfD gewählt hat.

  5. #wahlen2016: So reagiert Twitter auf den Super-Wahlsonntag

    Historische Ergebnisse bei den drei Landtagswahlen am Super-Sonntag: Winfried Kretschmann sichert den Grünen einen spektakulären Erfolg in Baden-Württemberg, Malu Dreyer gelang ein bemerkenswertes Comeback für die SPD in Rheinland-Pfalz, während die CDU erneut in Sachsen-Anhalt gewinnt. Trotzdem werden die Regierungsparteien mit überwiegend hohen Stimmenverlusten für die Flüchtlingspolitik abgestraft. Auf Twitter gibt es indes fast nur ein Thema: das starke Abschneiden der AfD, das mit Kopfschütteln quittiert wird.

  6. „Welches Volk die auch immer sein mögen, unseres ist es nicht“: Fassungslosigkeit nach Clausnitz und Bautzen

    Ein rechte Parolen grölender Mob empfing am Donnerstagabend im sächsischen Clausnitz einen Bus mit verängstigten Flüchtlingen. Zwei Tage später brannte in Bautzen, ebenfalls Sachsen, unter dem Applaus Schaulustiger ein künftiges Flüchtlingsheim. Das vergangene Wochenende hinterlässt den Großteil der deutschen Bevölkerung und die Presse schockiert, fassungslos und mit vielen offenen Fragen.

  7. Ein CDU-Politiker, seine missglückte Medienschelte zum schein-toten Flüchtling und die gepfefferte Antwort vom B.Z.-Chef

    Mittlerweile dürfte jeder mitbekommen haben, dass vor dem Berliner LaGeSo kein Flüchtling in der Kälte gestorben ist. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel sieht nun seine paar Minuten Ruhm gekommen und veröffentlichte auf Facebook eine Medienkritik von bemerkenswerter Schlichtheit. B.Z.-Chefredakteur Peter Huth antwortete ihm mit einer gepfefferten Replik.

  8. „Felix Baumgartner hat bei Facebook die Sauerstoffmaske abgenommen“: Shitstorm nach „Idioten“-Posting

    „Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein rechtlich bestraft wird und Menschen ohne Pass die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren.“ Dieses Posting teilte Extremsportler Felix Baumgartner auf seiner Facebookseite und löste damit eine hitzige Diskussion aus. Baumgartner ist sich keiner Schuld bewusst und betont, die Integration von muslimischen Flüchtlingen habe „keine Zukunft.“

  9. Flüchtlingsjunge Aylan als Grabscher – Debatte um Köln-Karikatur von Charlie Hebdo

    Mit einer Karikatur zu den Kölner Übergriffen in der Silvesternacht hat die französische Satirezeitung Charlie Hebdo heftige Diskussionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Die in der jüngsten Ausgabe erschienene Zeichnung nimmt Bezug auf den Tod des Flüchtlingsjungen Aylan im vergangenen Jahr. In der…

  10. Experiment „offene Tür“ vorläufig gescheitert: Wie arabische Medien Deutschland sehen

    Die massenhaften sexuellen Übergriffe in der Silvester-Nacht beschäftigen Medien weltweit – auch in der arabischen Welt, aus der die mutmaßlichen Täter stammen sollen. n-tv-Moderator und Nahost-Experte Constantin Schreiber hat die Berichte gesichtet und stellt fest: Auch in der arabischen Welt macht sich die Sorge breit, dass die Willkommenskultur kippen und die Merkel-Politik scheitern könnte.