1. Britische Studie: Facebook spielt eine Rolle als Brandbeschleuniger für Gewalt gegen Flüchtlinge

    Die New York Times berichtet aktuell über eine hoch-interessante Studie der britischen University of Warwick. In der Studie stellen die Autoren einen kausalen Zusammenhang zwischen verstärkter rechtspopulistischer Facebook-Aktivität und tatsächlichen Gewalttaten gegen Flüchtlinge her. Die Studie wurde im Mai 2018 zuletzt aktualisiert.

  2. Die Fakten und die Toten: Wie Tichys Einblick mit einer abstrusen Zahl über ertrunkene Flüchtlinge Stimmung macht

    Das Thema private Seenotrettung und die Todes- und Vermisstenfälle im Mittelmeer ist komplex und emotional aufgeladen. Nicht erst seit der Debatte um das Pro&Contra in der Zeit. Umso mehr sollten Medien verantwortlich mit dem Thema umgehen. Ein Beispiel, wie man mit mindestens verwirrender Interpretation einer Statistik potenziell Schaden anrichten kann, lieferte jetzt die Website Tichys Einblick.

  3. Die Gefährdung der Menschenwürde – warum man für das „Pro&Contra“ zu privater Seenotrettung in der „Zeit“ dankbar sein sollte

    Die Zeit hat für ein „Pro&Contra“ in der aktuellen Ausgabe, das Motive und Handlungen privater Seenotretter im Mittelmeer diskutiert, massive Kritik aus Medien- und Politikkreisen erfahren. Für Franz Sommerfeld, Ex-Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers und ehemaliger Publizistik-Vorstand bei DuMont, gehören solche Fragen und Kritik aber zum Wesen des Journalismus. Man müsse ihr danken, dass sie die Motive der Seenot-Retter kritisch hinterfragt.

  4. #Civilfleet: ProSieben-Star Klaas Heufer-Umlauf sammelt im Internet Geld, um Schiffe zur Rettung von Flüchtlingen zu chartern

    Der Fernsehmoderator und Entertainer Klaas Heufer-Umlauf hat sich per Video aus der Sommerpause seiner ProSieben-Show gemeldet und sammelt in einer Crowdfunding-Aktion Geld, um Schiffe zur Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zu chartern. Bereits nach zwei Tagen wurden mehr als 130.000 Euro gespendet.

  5. Framing, Flüchtlinge und Audience Flow: „Hart aber fair“ hat seine besten Tage hinter sich

    Kritik gab es diesmal schon vor der Ausstrahlung der ARD-Talkshow „Hart aber fair“. Nachdem auf Twitter das Thema „Flüchtlinge und Kriminalität“ angekündigt worden war, zeigte sich, dass die Redaktion mit dem Begriff Framing offenbar nichts anzufangen weiß. Die Show selbst zeigte dann, warum „Hart aber fair“ als Format die besten Tage wohl hinter sich hat.

  6. Fatale falsche Altersangabe bei Flüchtlings-Love-Story: die Empörung über eine Kika-Doku

    Eine Dokumentation des ARD/ZDF Kinderkanals (Kika) über die Liebesbeziehung eines 16-jährigen deutschen Mädchens zu einem 19-jährigen syrischen Flüchtling sorgt für Kritik und Empörung. Der Sender hat die Altersangabe des jungen Syrers in einem Begleittext nachträglich von 17 auf 19 korrigiert. Die erste Altersangabe sei ein Versehen gewesen, so der Sender.

  7. Bild-Chef Reichelt vs. die Faktenchecker vom BR: das Problem mit einer Flüchtlings-Überschrift

    Bild-Chef Julian Reichelt und Bild-Politikchef Nikolaus Blome wehren sich öffentlich auf Twitter gegen einen Bericht des „Faktenfuchs“ vom Bayerischen Rundfunk. Die Faktenchecker hatten den Bild-Aufmacher vom Dienstag („So viele Flüchtlinge haben keinen Schulabschluss“) kritisiert. Schaut man sich die Fakten an, haben beide Parteien in gewisser Weise recht. Die Bild-Schlagzeile bleibt für sich genommen aber hoch problematisch.

  8. Nachrichtenwert „Flüchtling“: Wer im Pressekodex eine Bevormundung sieht, hat ihn nicht verstanden

    Vergewaltigungen in Freiburg, Bochum und jetzt Hamburg haben zu einer breiten Mediendebatte geführt: Wie berichtet man über solche Fälle, bei denen mutmaßlich Flüchtlinge die Täter sind? Für MEEDIA hat die Journalismus-Forscherin Prof. Dr. Marlis Prinzing dies unter kommunikationswissenschaftlichen Aspekten betrachtet – mit Blick auf Nachrichtenwerttheorie und Medienethik. Die Gastautorin kommt u.a. zum Schluss, dass ein Paragraf des Pressekodex dabei zu Unrecht in der Kritik steht.

  9. Jetzt hilft nur noch Humor: Nach Trump-Triumph wirbt die Partei für Aufnahme von US-Flüchtlingen

    Auch so kann man mit dem Wahlsieg von Donald Trump umgehen. Noch bevor der Triumph des Clinton-Herausforderers feststand, sich aber bereits abzeichnete, reagierte Die Partei aus Frankfurt/Oder und begrüßte schon einmal potenzielle US-Flüchtlinge. Mit Hilfe eines Sonneborn-Retweets dürfte das Posting schnell den nötigen Viral-Anschub bekommen und sich fix zum Renner in den sozialen Netzwerken entwickeln.

  10. Hauptstadt-Wikileaks: B.Z.-Chefreporter Lars Petersen und der Erfolg von Berlin Investigativ

    Lokaljournalismus gilt immer schnell als altbacken, provinziell und innovationsfeindlich. Dass das nicht so sein muss, zeigt die Facebook-Seite Berlin Investigativ. Für die B.Z. und die Bild Berlin/Brandenburg will Chefreporter Lars Petersen innerhalb des Social-Networks ein „Wikileaks für die Hauptstadt“ etablieren. Dort veröffentlicht er Original-Dokumente seiner Recherchen und hofft auf weitere Informationen von Lesern und Whistleblowern. Trotz des regionalen Fokus gelangen ihm bereits erste bundesweite Scoops.