1. „Ich hätte keine Sekunde gezögert, es zu drucken. Es ist das Bild des Jahres“

    Bei der seit Wochen schwelenden Mediendebatte um die Veröffentlichung von Schock-Fotos legt der Spiegel in seinem aktuellen Heft nach. In einem Interview mit dem langjährigen Fotochef und Art Director des stern, Wolfgang Behnken, thematisiert das Nachrichtenmagazin die heiß diskutierte Frage: Zeigen oder nicht? Behnkens Antwort ist ein unmissverständliches Ja. Die interne Haltung des Spiegel bleibt dagegen höchst kontrovers.

  2. „Keine Angst vor der Wahrheit“ oder „instrumentalisierte Kinderleiche“? Die entfesselte Moral-Debatte

    Das Foto des toten Flüchtlingsjungen am Strand spaltet die Medien. Fast unversöhnlich stehen sich Befürworter und Gegner der Veröffentlichung des ikonenhaften Bildes gegenüber. Es fallen Vokabeln wie „verachtenswert“ und „verlogen“. Beim Spiegel verläuft die Grenze zwischen Befürwortern und Gegnern zwischen Print und Online-Redaktion.

  3. Die missglückte Medien-Gleichschaltung bei Volker Pispers

    Ein Deutschlandfunker verfährt sich auf dem Weg zu Facebook in Hamburg. Volker Pispers kriegt das mit der Medien-Gleichschaltung in Deutschland nicht hundertprozentig fehlerfrei auf die Reihe. Chip Online versucht es im heißen Sommer mit “anzüglichen Nacktbildern” und Til Schweiger ist auf Talkshow-Tour. Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  4. Warum Spiegel Online ab heute nicht mehr meine Startseite ist

    Jedes Mal, wenn ich meinen Laptop starte, erscheint nach dem Ladevorgang eine vertraute Website: Spiegel Online. So war es über eineinhalb Jahrzehnte – bis ich heute einen Blogeintrag von Chefredakteur Florian Harms las und entschied, „SpOn“ als Startseite zu löschen: Ich will als Leser nicht wie ein Idiot behandelt werden.

  5. Keine Angst vorm Kuscheln: Spiegel Online probiert es mit „Constructive Journalism“

    Nicht immer bloß alles schlechtreden. Bei Spiegel Online wurde eine Initiative namens Constructive Journalism gestartet. In den vergangenen 24 Stunden wurden laut SpOn-Chef Florian Harms mehr Artikel als üblich auf der Nachrichten-Website veröffentlicht, „die zum Weiterdenken anregen, die auch bei düsteren Themen einen Aspekt aufzeigen, der Hoffnung macht, der einen Ausweg weist, der viel diskutierte Themen auch mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet“.

  6. Lubitz, die Medien und der Presserat: das vielsagende Schweigen der Medienmoral-Apostel

    Der Presserat hat im Fall der Germanwings-Katastrophenberichterstattung entschieden und dabei inhaltlich eine klare und nachvollziehbare Linie für den journalistischen Umgang mit solchen Fällen gezogen. Dennoch ist es für die Medien wichtig, Beschlüsse wie Beschwerdelage noch einmal zu reflektieren.

  7. Instant Articles: Was das Experiment über die Medien und Facebook verrät

    Lange war es ein hartnäckiges Gerücht, seit heute ist es Fakt: In einem groß angelegten Feldversuch schubsen Medien ganze Artikel zu Facebook und verzichten auf die Verlinkung zu ihren Nachrichtensites. Der ausgelagerte Content kann von den Verlagen selbst oder auf Wunsch von Facebook gegen einen 30 Prozent-Share vermarktet werden. Für Bild und Spiegel, die in Deutschland zum Start dabei sind, ist die Content-Verschickung ins Social Media-Reich ein spannendes Experiment. MEEDIA über Chancen, Risiken und die Frage, was der Deal über die Beteiligten aussagt.

  8. Auf Distanz zum Printmagazin: Spiegel Online will kein Leidmedium sein

    Eine Eilmeldung und ihre Geschichte: Der Absturz des Germanwings-Airbus in den Alpen hat auch Journalisten im Innersten berührt – doch um den Umgang mit Fakten und Indizien ist ein Streit entbrannt. Beim Spiegel hat die Debatte auch in der Berichterstattung unübersehbare Spuren hinterlassen.

  9. Spiegel Online-„Regierungserklärung“: Gründlichkeit schlägt Schnelligkeit

    Der neue Spiegel Online-Chefredakteur Florian Harms wandelt auf den Spuren von Verlagsgründer Rudolf Augstein. In seinem Manifest „Guter Journalismus macht keine Kompromisse“ will er offenkundig zum Neustart des Hamburger Nachrichtenportals „sagen, was ist“. Allein: seine „Regierungserklärung“ tappt ausgerechnet in die „tl;dr“-Falle – sie ist zu lang, um im Detail gelesen zu werden. 


  10. „Bezahlter Journalismus first“: Der Spiegel entwickelt neue Pay-Konzepte

    Es herrscht ein neues Selbstbewusstsein beim Spiegel. Das zeigt sich in der klaren und vor allem schnellen Reaktion, mit der Chefredakteur Klaus Brinkbäumer die – teils harsche – Kritik am neuen Titel konterte. Aber auch im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt, in dem der Blattmacher zusammen mit SpOn-Chefredakteur Florian Harms laut über die Einführung neuer Online-Bezahlmodelle nachdenkt.