1. Trotz großem Interesse an der Europawahl: Nur wenige schalten das TV-Duell Timmermans vs. Weber im ZDF ein

    Laut einer Politbarometer-Umfrage interessieren sich 56% der Deutschen für die kommende Europawahl – so viele wie nie zuvor. Auf die Quoten des TV-Duells hat sich dieses Interesse aber offenbar kaum ausgewirkt. Nur 1,68 Mio. sahen zu – ein sehr unschöner Marktanteil von 5,8%. Den Prime-Time-Sieg holte sich stattdessen „Hirschhausens Quiz des Menschen“, bei den 14- bis 49-Jährigen „Germany’s next Topmodel“.

  2. Ist Satire zur Europawahl noch erlaubt? Twitter äußert sich nach Wirbel um Sperrungen prominenter Accounts

    Twitter hat sich für die Sperrungen etlicher Accounts vor dem Hintergrund der Europawahl entschuldigt. In einer Anhörung im Bundestag stellte das das Unternehmen allerdings klar, dass man keine Scherze über die Wahl dulde. Kritiker befürchten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.

  3. Wochenrückblick: Ist Gerhard Delling bald der Schwager von Stefan Aust?

    Alle auf die armen Alten, heißt es im Europa-Wahlkampf der Partei Die Partei. Die Tagesspiegel-Chefredakteure können den Eindruck, dass der Zeitungsmarkt Berlin kaputt ist, nicht wirklich entkräften. Gabor Steingart hat Abenteuerliches vor und Gerhard Delling ist vielleicht bald mit Stefan Aust verwandt. Die MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne.

  4. „Und warum wählst Du nicht die NPD?“: fritz-Moderator watscht AfD-Wähler ab

    Gehen Wähler der AfD mit den populistischen Parolen etlicher Parteigrößen konform? Das wollte fritz-Radiomoderator Hendrik Schröder am Tag der Europawahl von einem Anrufer während der Sendung „Blue Moon“ wissen. Es dauert nicht lange und die Stimmung heizte sich gehörig auf. Doch Schröder blieb cool.

  5. AfD-Talk bei “Hart aber fair”: der Lucke im System

    Was will man erwarten, wenn für eine Talkshow nach der Europawahl u.a. AfD-Chef Bernd Lucke und Talk-Krawallier Michel Friedman geladen sind? Jede Menge Zoff natürlich! So kam es auch bei “Hart aber fair” an diesem Montag. Einig waren sich Vertreter und Sympathisanten der etablierten Parteien nur in der Ablehnung der AfD. Verstehen die AfD für Wähler anziehend macht, wollen sie offenbar nicht.

  6. Doppel-Wahl: Angeblich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Zeit-Chef

    Da hat sich Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo ein ganz schönes Ei gelegt. Laut Bild hat die Hamburger Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen di Lorenzo aufgenommen. Verdacht auf Wahlbetrug. Der Zeit-Chef besitzt die deutsche und italienische Staatsbürgerschaft und wählte bei der Europawahl zweimal, was verboten ist. Dann plauderte er seine Doppel-Wahl am Sonntagabend auch noch bei „Günther Jauch“ in der ARD aus.

  7. Neu-Europa-Parlamentarier Martin Sonneborn will die EU „melken“

    Martin Sonneborn, der Chef der Satire-Partei Die Partei und frühere Chefredakteur der Satire-Zeitschrift Titanic hat tatsächlich einen Sitz im Europa-Parlament erhalten. Durch den Wegfall der Drei-Prozent-Hürde reichten dem Satiriker 180.000 Stimmen für einen Sitz. Sonneborn kündigte an, nun sofort seinen Rücktritt vorbereiten zu wollen. Er wolle weitere Partei-Mitglieder durch das Parlament schleusen und die EU „melken, wie ein kleiner südeuropäischer Staat.“

  8. Europawahl: Zeit-Chef di Lorenzo gab seine Stimme zweimal ab

    Er könnte zu den Verlierern des Wahlsonntags zählen: Bei „Günther Jauch“ hat Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo verraten, dass er bei der Europawahl zweimal seine Stimme abgegeben habe. Di Lorenzo trägt die doppelte Staatsbürgerschaft. Laut Gesetz hat er sich strafbar gemacht.

  9. Die ARD-“Wahlarena” zur Europawahl: Demokratie zum Davonrennen

    Am kommenden Sonntag, 25. Mai, ist Europawahl. Europa, das ist irgendwie “wichtig”. Sagen alle Medien von ARD bis Bild-Zeitung. Europa, das darf man nicht doof finden, sonst ist man bestenfalls Rechtspopulist, schlimmstenfalls Nazi. Am gestrigen Dienstagabend lud die ARD die beiden Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Martin Schulz für die Sozialdemokraten und Jean-Claude Juncker für die Konservativen, in die Wahlarena um sich Bürgerfragen zu stellen. Die Sendung entfaltete den furztrockenen Charme eines politikwissenschaftliches Proseminars. Demokratie zum Davonrennen.

  10. Nach ZDF-Protesten: Satire-Partei Die Partei verzichtet auf Wahlwerbespot

    Die PR-Maschinerie der Titanic und ihres politischen Arms, Die Partei, läuft auf Hochtouren: Das ZDF weigert sich, einen Wahlwerbespot von Die Partei auszustrahlen. Bereits in einer ersten Version bemängelte der Sender Schleichwerbung für das Satire-Heft, das offiziell als Partei-Organ gilt. Die Verpixelung des Heft-Logos in der Überarbeitung würde nicht ausreichen. Zudem würden die Persönlichkeitsrechte von Moderator Markus Lanz sowie Papst Benedikt XVI. verletzt.