1. Triumph der Reformunfähigen und der alten Medienwelt: Warum das neue Urheberrecht in der Vergangenheit stecken bleibt

    In seinen Rollen als Medienkonzern-Chef bei Axel Springer wie als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat Mathias Döpfner die vom EU-Parlament Ende März gebilligte Reform des europäischen Urheberrechts als wichtigen Schritt zur Zukunftssicherung des unabhängigen Journalismus gepriesen. Auch bei kleinen Verlagen und Bloggern erwarte er einen „Innovationsschub“. Der Gründer und Chefredakteur von Netzpolitik.org, Markus Beckedahl, zeichnet ein ganz anderes Bild von den Folgen. Die Reform zementiere die Rechte von großen Verwertern und nur einem kleinen Teil der Urheber, kritisiert Beckedahl in einem Beitrag, den MEEDIA hier dokumentiert.

  2. „Trauriger Tag für alle Verfechter des freien Internets“ oder „Sieg für die Urheber“? Das Echo zur EU-Reform

    Das Europäische Parlament hat die Urheberrechtsreform samt umstrittenem Artikel 13 ohne Änderung verabschiedet. Am Ende machten 74 Stimmen den Unterschied zugunsten der Richtlinie. Parlamentsabgeordnete Julia Reda spricht in einem Tweet von einem „schwarzen Tag für die Netzfreiheit“. Die Verlegerverbände dagegen begrüßen die Entscheidung und fordern von der Bundesregierung eine schnelle Umsetzung.

  3. Artikel 13 angenommen: EU-Parlament stimmt mit deutlicher Mehrheit für Urheberrechtsreform und Uploadfilter

    Das Europaparlament hat der umstrittenen Reform des Urheberrechts ohne Änderungen zugestimmt und damit den Weg für eine baldige Umsetzung geebnet. Auch der besonders kontrovers diskutierte Artikel, der Plattformen wie Youtube stärker in die Pflicht nimmt, fand am Dienstag in Straßburg bei der im Vorfeld mit großer Spannung erwarteten Abstimmung eine Mehrheit unter den Abgeordneten.

  4. EU-Parlament entscheidet über Artikel 13: Das sind die Livestreams zur Abstimmung

    Am Dienstag ab 12.30 Uhr stimmt das EU-Parlament über die heftig umstrittene Reform des Urheberrechts ab. CDU-Europapolitiker Axel Voss ist optimistisch, dass das Europaparlament der Reform des Urheberrechts im Ganzen zustimmt. Hier können Sie die Diskussion im Parlament in mehreren Livestreams mitverfolgen.

  5. "Fairer Ausgleich" für Verleger oder "schwerer Schlag für digitale Pioniere": Reaktionen zur EU-Urheberrechtsreform

    Befürworter sehen mehr Schutz für Kreative und Verlage, Gegner das Ende von Meinungsfreiheit und -vielfalt im Internet: Das EU-Parlament hat mit der Reform des Urheberrechts heute für die Einführung des umstrittenen Leistungsschutzrechts gestimmt. Angeboten wie Google News ist es dann nicht mehr erlaubt, Ausschnitte von Pressetexten ohne Einwilligung der Verlage anzuzeigen und für Verstöße haften.

  6. “Höchste Zeit für einen sachlichen Dialog”: Reaktionen zur EU-Entscheidung zum LSR und zu Upload-Filtern

    Das EU-Parlament hat sich mehrheitlich gegen den aktuellen Entwurf zu einem europäischem Leistungsschutzrecht und Upload-Filter ausgesprochen. Die Reaktionen reichen von Enttäuschung bis zu lauten Triumphgeheul. Nach den hitzigen Debatten und Angriffen der vergangenen Tage ist es nach Ansicht der Verlegerverbände “höchste Zeit für einen sachlichen Dialog”. Die Stimmen im Überblick.

  7. Stärkung der Demokratie: Die EU-Entscheidung gegen die Urheberreform war eine gute

    Der Gesetzgeber hat schon viele Entscheidungen getroffen, die das Leben erschwert haben, weil sie nicht durchdacht genug waren. Am heutigen Donnerstag hat das EU-Parlament in Straßburg diesen Fehler nicht wiederholt und gegen die Reform des Urheberrechts gestimmt – und sie damit zunächst einmal vertagt. Nach hitzigen Debatten und enormen Lobby-Einfluss hat das die Demokratie gestärkt. Ein Kommentar.

  8. „Schlag ins Gesicht der freien Presse“: Verlegerverbände wettern gegen offenen LSR-Brief von Dorothee Bär und Thomas Jarzombek

    Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger und der Verband deutscher Zeitschriftenverleger haben Dorothee Bär und Thomas Jarzombek harsch kritisiert. Hintergrund ist ein Appell Bärs und Jarzombeks an das EU-Parlament, das sie auffordern, gegen das Leitungsschutzrecht zu stimmen, da es nicht im Koalitionsvertrag befürwortet würde. Nach Ansicht von BDZV und VDZ entspricht das nicht der Wahrheit.

  9. Medien-Woche: Warum Facebook und Google mit ihrer Journalismus-Förderung „digitalen Ablasshandel“ betreiben

    In der neuen Ausgabe unseres Podcasts „Die Medien-Woche“ sprechen Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) über den bevorstehenden Abgang von Sascha Hehn als „Traumschiff“-Kapitän, es geht geht um die skurrile Anhörung von Facebook-Chef Zuckerberg vor dem EU-Parlament, um Google und Facebook als Journalismus-Förderer und um das Medien-Special der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“

  10. Facebook-CEO Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament: die Stunde der Selbstdarsteller

    Was bleibt von der Befragung des Facebook-CEOs Mark Zuckerberg durch EU-Parlamentarier? Ein paar sattsam bekannte Sorry-Phrasen von Seiten „Zucks“ und der überwältigende Eindruck, dass es den EU-Abgeordneten eher um die Selbstdarstellung geht als um Aufklärung. Facebook im Allgemeinen und sein Gründer im Besonderen sind mittlerweile eine Art Prügelknabe für Politik und Medien. Die EU-Befragung war eine vertane Chance.