1. Ära Pauls endet: Express-Chefredakteur Carsten Fiedler übernimmt Kölner Stadt-Anzeiger

    Der Kölner Stadt-Anzeiger bekommt einen neuen Führungskopf: Nach Informationen von MEEDIA wechselt Express-Chefredakteur Carsten Fiedler zum 1. Januar 2017 an die Spitze von DuMonts Abonnement-Zeitung und folgt dort auf den langjährigen Chef Peter Pauls. Wer das Boulevard-Flaggschiff übernimmt, ist noch unklar. Express und Stadt-Anzeiger sollen zudem zukünftig enger zusammenarbeiten.

  2. Boulevardtitel verbünden sich: Media Impact soll Springer-, DuMont-, Ippen- und DDV-Titel vermarkten

    Der Markt der regionalen Zeitungsvermarktung rückt noch enger zusammen: Künftig sollen unter dem Dach des Springer-Vermarkter Media Impact alle relevanten deutschen Boulevardtitel gebündelt werden. Darunter fallen Medienmarken aus den Häusern Springer, DuMont, Ippen und DDV. Gemeinsam erreicht die neue Allianz namens Red Impact eigenen Angaben zufolge eine Reichweite von über elf Millionen Lesern bei einer Auflage von 2,4 Millionen Exemplaren.

  3. Deutscher Ableger hat sich gerade erst erholt: joiz Schweiz stellt Betrieb ein und meldet Insolvenz an

    Der krisengeplagte Jugend-TV-Sender Joiz kommt nicht zur Ruhe. Nachdem sich der deutsche Ableger nach seinem Insolvenzantrag gerade erst erholt hat, meldet jetzt die Muttergesellschaft aus der Schweiz Zahlungsunfähigkeit an und stellt den Betrieb ein. Das deutsche Angebot, an dem auch die DuMont Mediengruppe beteiligt ist, soll weitersenden, braucht aber einen neuen Mehrheitsgesellschafter.

  4. Der schlimme Schein: Wie das System der „festen Freien“ für Verlage zum Bumerang wird

    Die Medienbranche ist erkennbar bemüht, das Gespenst der Scheinselbstständigkeit zu verscheuchen. Hintergrund ist eine Verschärfung der Gesetzeslage. Einige Unternehmen sind bereits in den Fokus von Sozialversicherungen und Behörden gerückt. In einem von MEEDIA dokumentierten Fall wurde bei einem ehemaligen Zeitungsjournalisten nun nachträglich eine langjährige Scheinselbstständigkeit festgestellt. Für seinen Ex-Auftraggeber könnte das teuer werden.

  5. Gesetzes-Änderung: „Verlage können kooperieren, ohne auf Kartellrecht Rücksicht nehmen zu müssen“

    Die Verlagshäuser DuMontSchauberg, Funke sowie Holtzbrinck wollen sich verlagsseitig zusammenschließen, um im hart kämpften Berliner Zeitungsmarkt langfristig zu bestehen. Jetzt könnte den Unternehmen die geplante 9. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu Hilfe kommen. Im MEEDIA-Gespräch sieht Kartellrechtsexperte Rupprecht Podszun gute Chancen, dass die betroffenen Medienhäuser jetzt beim Druck, Vertrieb, Marketing, bei der Entwicklung von Online-Produkten sowie bei der Anschaffung von Software gemeinsame Sache machen könnten.

  6. DuMont-Bilanz: Kölner Mediengruppe verdoppelt Gewinn auf 10,3 Millionen Euro

    Nach Einschätzung des Managements befindet sich das Medienhaus voll „im Plan“: So hat DuMont das Jahr 2015 mit einem positiven Gesamtergebnis von 10,3 Millionen Euro abgeschlossen. 2014 lag dieser Wert noch bei 4,9 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz stieg um sieben Millionen Euro auf 546 Millionen Euro – und das „trotz negativer Marktentwicklung der Medienbranche und erschwerender Rahmenbedingungen wie der Einführung des Mindestlohns“, wie der Verlag mit einem gewissen Stolz anmerkt.

  7. Wechsel in der Chefredaktion der Berliner Zeitung: Brigitte Fehrle geht, Jochen Arntz übernimmt

    Brigitte Fehrle, seit Sommer 2012 Chefredakteurin der Berliner Zeitung, wird nach MEEDIA-Informationen die Chefredaktion des Blattes zum Oktober dieses Jahres verlassen – auf eigenen Wunsch, wie intern kommuniziert worden ist. Für die Nachfolge hat man sich auf einen verlagseigenen Kandidaten geeinigt: Jochen Arntz. Der Journalist ist seit 2014 Chefredakteur der DuMont-Hauptstadtredaktion.

  8. „Flaggschiff des Online-Journalismus als Billiglohn-Redaktion“: SpOn, DuMont & Co. für Höllepreis nominiert

    Es ist wieder soweit: Die Freischreiber, der Berufsverband freier Journalisten, vergeben auch in diesem Jahr den „Himmel- und Höllepreis“ an deutsche Redaktionen. In der Kategorie „Hölle“ sind Spiegel Online, DuMont Schauberg, Gruner + Jahr und Der Tagesspiegel nominiert. Im Fokus steht hier der Umgang der Verlagshäuser mit Scheinselbstständigkeit und Pauschalisten.

  9. Kölner Express: Stellenabbau im Layout und Standardseiten fürs Blatt

    Im Zuge der „Digitalen Transformation“ und dem Umbau zur integrierten Redaktion löst der Express nach Informationen von MEEDIA das Produktionsressort auf. Davon betroffen sind zehn Layouter-Stellen. Insgesamt wegfallen werden acht Stellen, weil ein anderes Team um zwei aufgestockt wird. Hintergrund ist eine Standardisierung der Express-Seiten, wie es in einem MEEDIA vorliegendem Schreiben an die Mitarbeiter heißt.

  10. „Zwei-Klassen-Gesellschaft“: Kölner Stadt-Anzeiger will Feste und Freie künftig räumlich trennen

    Während die Medien der DuMont Mediengruppe integrierte Redaktionen bauen, um die Gräben zwischen Print und Online zu schließen, reißt ein anderer Graben offenbar weiter auf. Angesichts der Schwierigkeiten mit Scheinselbstständigkeiten sollen beim Kölner Stadt-Anzeiger freie Mitarbeiter von Festangestellten räumlich getrennt werden. Entsprechende Pläne wurden der Redaktion bereits präsentiert.