1. BVerfG bremst Pressekammern ein: Vor Einstweiligen Verfügungen muss die Sicht der Beklagten eingeholt werden

    Das Bundesverfassungsgericht hat am Freitag über ein neues Urteil informiert, das Medien es erleichtern könnte, Einstweilige Verfügungen zu verhindern. Die Richter in Karlsruhe stellten klar, dass die Beklagten vor Erlass die Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen müssen. Pressekammern hatten in der Vergangenheit in Eilverfahren immer wieder auf die Darstellung der Gegenseite verzichtet.

  2. Ehemalige Neon-Chefredakteurin Ruth Fend wechselt in die Führungsetage von Correctiv

    Ruth Fend wird im September stellvertretende Chefredakteurin bei dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv. Erst vergangene Woche hatte sie ihren Ausstieg beim Verlagshaus Gruner + Jahr bekanntgegeben. Neben Fend steigt auch Frederik Richter zum stellvertretenden Chefredakteur bei Correctiv auf.

  3. Neue Vorwürfe in der WDR-Affäre: Beschwerdepapier gegen "ranghohen Mitarbeiter" aus dem Sender-Umfeld

    Der stern und das Recherchebüro Correctiv haben bereits über zwei Fälle berichtet, in denen sich Mitarbeiterinnen des WDR über sexuelle Belästigung durch vorgesetzte Sender-Mitarbeiter beschwert hatten und dies weitgehend folgenlos blieb. Nun legen die beiden Medien mit einem neuen Fall nach. Correctiv und stern liegt ein Beschwerdepapier vor, wonach ein „ranghoher Mitarbeiter“ aus dem „WDR-Kosmos“ Frauen bedrängt haben soll.

  4. Weiterer Fall sexueller Belästigung beim WDR: Abmahnung für Hinweisgeber statt Konsequenzen für Beschuldigten

    Nach dem Fall eines WDR-Korrespondenten, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden, haben das Recherchebüro Correctiv und der stern nun einen weiteren Vorgang im größten ARD-Sender aufgerollt, bei dem sexuelle Belästigung eine Rolle spielt. Die Sender-Verantwortlichen kommen auch bei dem neuen Bericht nicht gut weg. Zwar habe es in diesem Fall eine Ermahnung als disziplinarische Maßnahme gegeben, diese habe aber der Hinweisgeber kassiert und nicht der Beschuldigte.

  5. Wochenrückblick: ein alter Daten-Skandal, der Beef rund um Kollegah & Kollegen und Maschis Quotensorgen

    Der Datenskandal, den die Bild am Sonntag rund um die Deutsche Post ausgegraben hat, ist geradezu ein Evergreen in der Skandal-Berichterstattung. Der Gangsta-Rapper Kollegah wundert sich, dass „die Medien“ seine Ausfälligkeiten nicht toll finden mögen. Carsten Maschmeyer versenkt seine Sat.1 und Correctiv bettelt um einen Auftritt bei „Anne Will“. Die MEEDIA-Wochenrückblicks-Kolumne plus Podcast.

  6. Porno und Champagner vom "Alpha-Tier" – stern und Correctiv berichten über sexuelle Belästigung beim WDR

    Der stern und das Recherchebüro Correctiv berichten über Fälle sexueller Belästigung beim WDR. Ein Korrespondent des Senders habe einer Praktikantin während einer Dienstreise einen Pornofilm gezeigt und einer anderen Mitarbeiterin in E-Mails sexuelle Avancen gemacht. Ein weiterer Fall betreffe einen bekannten „Tagesschau“-Journalisten.

  7. Nach eineinhalb Jahren beim NDR: "Panorama"-Reporter Oliver Schröm wird neuer Chefredakteur von Correctiv

    Correctiv und die Öffentlich-rechtlichen tauschen redaktionelles Führungspersonal: Nachdem Correctiv-Chef Markus Grill zum Investigativ-Netzwerk von SZ, WDR und NDR gewechselt ist, findet Herausgeber David Schraven seinen Nachfolger bei „Panorama“ (NDR). Ab Januar wird Oliver Schröm neuer Chefredakteur des gemeinnützigen Recherchebüros.

  8. Führungschaos und unklare Finanzlage: Journalismusforscher Volker Lilienthal legt kritische Correctiv-Studie vor

    Der Hamburger Journalismusforscher Volker Lilienthal hat 2016 über mehrere Monate Einblicke in die Arbeit des Recherchenbüros Correctiv bekommen und jetzt die Ergebnisse seiner Fallstudie vorgestellt. Die Arbeit gibt Einblicke in die Entwicklung des gemeinnützigen Projektes, legt aber auch ein Kompetenzchaos offen. Zudem thematisiert die Studie Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Correctiv.

  9. "Wir sind auf gutem Weg, die Probleme zu bereinigen": Correctiv-Chef Schraven über Kritikpunkte der Lilienthal-Studie

    Die Correctiv-Studie des Journalismusforschers Volker Lilienthal gibt einen Einblick in die Arbeit des Recherchebüros und legt zugleich vor allem organisatorische Schwächen offen. Auch die wackelige Finanzierung wird zur Sprache gebracht. In diesem Punkt erhebt Correctiv-Gründer David Schraven Einspruch und verweist auf veraltete Angaben. Gegenüber MEEDIA erklärt er, weshalb er sich auf die Studie eingelassen hat und er dem kritischen Forscher dankbar ist.

  10. Von wegen Zeitenwende: Warum das Wahlergebnis trotz AfD für Politik und Medien keine Katastrophe ist

    Es kam so, wie es abzusehen war, wenn auch um zwei oder drei Prozentpunkte höher als von den Demoskopen prognostiziert: Die rechte AfD zieht mit einem gut zweistelligen Ergebnis aus der Bundestagswahl in den Bundestag ein. Die Reaktionen in Politik und Medien schwanken zwischen Entsetzen, Aktionismus und Selbst-Geißelung. Das ist unnötig, denn das Wahlergebnis bietet auch Chancen und Perspektiven. Ein Kommentar.