1. „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise

    Vor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann für Schlagzeilen. In einer niederländischen Radiosendung erklärte sie mitten während der Flüchtlingskrise, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zurück. Heute sagt sie: „Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende.“ Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalitäten der Trennung.

  2. WDR-Journalistin Zimmermann: „Ich habe doch nur ausgedrückt, was alle wussten“

    Die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann hat sich erstmals in einem Interview zu dem missglückten Auftritt im niederländischen Radio geäußert. In einer Talkrunde hatte sie erklärt, dass die Reporter des WDR angewiesen worden wären, im Sinne der Regierung zu berichten. Gegenüber der Rheinischen Post entschuldigte sie sich nun erneut dafür, kritisierte aber auch das Verhalten der Medien. „Unausgesprochen haben sich fast alle Journalisten über Jahre einen Maulkorb auferlegt.“

  3. „Kein Persilschein“: Offener Brief war unter WDR-Freien hochumstritten

    Heute veröffentlichten freie Journalisten des WDR einen Offenen Brief. Darin wehren sie sich gegen die Unterstellungen, es gäbe bei dem öffentlich-rechtlichen Sender Anweisungen, in eine bestimmte Richtung zu berichten. Vorausgegangen war dem Schreiben eine hitzige Diskussion in der Mailingliste der WDR-Freien. MEEDIA dokumentiert diese, weil sie das gesamte Bild der medialen Debatte um politische Einflussnahme bei Öffentlich-Rechtlichen nachzeichnet.

  4. „Wir bekommen keine politischen Vorgaben!“: WDR-Freie wehren sich in offenem Brief

    Ein – offenbar – verunglücktes Radio-Interview einer freien Mitarbeiterin in Holland hat gereicht, um den WDR ein gigantisches Image-Problem einzubrocken („Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten“). Nachdem bereits der Sender und auch die Interviewte klar und deutlich zurück ruderten, legen jetzt die freien Mitarbeiter des Senders in einem offenen Brief nach.