1. Neuer Spiegel-Chef Klusmann beruft Clemens Höges und Armin Mahler als Interims-Blattmacher

    Beim Spiegel kehrt nach den Enthüllungen in der Betrugsaffäre um Ex-Reporter Claas Relotius langsam Ruhe ein: Die dreiköpfige Aufklärungskommission hat ihre Arbeit aufgenommen. Unterdessen berichten die Funke-Zeitungen in einer Kolumne, dass erste personelle Konsequenzen in der Dokumentation gezogen wurden. Außerdem ist die Frage, wer übergangsweise als Blattmacher agiert, offenbar geklärt.

  2. Wochenrückblick: Claas Relotius flog schon 2014 bei der NZZ mit einem Frisör-Fake auf

    Das Medienjahr geht gut los! In der ersten MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne 2019 geht es um das güldene Steak des Franck Ribéry, die Bild-Kampagne gegen die RTL-Dschungelshow, die erwartete neue Medienkolumne der Bild und es gibt Neues von Fake-Superstar Claas Relotius!

  3. „Ergebnis deutlich besser als prognostiziert“: Spiegel korrigiert Ertragsprognose für 2018 nach oben

    Personalabbau, schrumpfende Vermarktungserlöse, Investitionen in digitale Bezahlmodelle – die vor Jahren angestoßene Restrukturierung zeigt beim Spiegel offenbar weiter ihre Wirkung, Firmenchef Thomas Hass rechnet damit, dass der Verlag 2018 an das gute Ergebnis des Vorjahres anschließt. Dabei war der ehemalige Leiter des Vertriebsmarketings im März noch ganz anderer Ansicht. Er hatte einen Gewinneinbruch von bis zu 20 Prozent vorausgesagt.

  4. Zu Besuch bei Spiegel-Chefredakteur Adolph B. Beethoven: Zeitung aus Minnesota veröffentlicht Glosse im Relotius-Style

    Eine der bekanntesten Fake-Geschichten des Ex-Spiegel-Reporters Claas Relotius dürfte die Reportage aus der US-Kleinstadt Fergus Falls in Minnesota sein. In dem Text bediente Relotius so ziemlich jedes Klischeebild von angeblich tumben, hinterwäldlerischen Trump-Wählern. In einer Glosse hat die Zeitung Star Tribune aus Minnesota den Spieß nun umgedreht und beschreibt einen (fiktiven) Besuch bei Spiegel-Chefredakteur Adolph B. Beethoven.

  5. Erste Konsequenz aus Relotius-Affäre: Designierter Spiegel-Chefredakteur Fichtner tritt Amt nicht an

    In der Skandal-Affäre um gefälschte Reportagen des Ex-Spiegel-Reporters Claas Relotius ist eine erste einschneidende Maßnahme bekannt geworden. Wie Bild am Freitagabend unter Berufung auf eine Rundmail an die Spiegel-Mitarbeiter berichtet, lassen zwei verantwortliche Redakteure ihre Ämter ruhen, bis die Vorgänge intern aufgeklärt sind: der designierte Print-Chefredakteur Ullrich Fichtner und der Kopf des Gesellschaftsressorts, Matthias Geyer.

  6. Stolpert Print-Chef Ullrich Fichtner über die Relotius-Affäre? Der Spiegel und die offenen Fragen im Betrugsskandal

    Keine zehn Tage sind vergangen, seit der Spiegel einen bis dahin unvorstellbaren Skandal in eigenen Reihen publik machte. In den teils irritierend wortreichen Einlassungen der Führungskräfte zum Fall Relotius war von Vielem die Rede: von Schock, Auszahmezustand und – was auch sonst – dem Bekenntnis zu rückhaltloser Aufarbeitung. Dabei wird man sich wohl auch gegen innere Widerstände durchsetzen müssen.

  7. Gefährliche Gefallsucht der Medien: Macht endlich Schluss mit dem Kult um die Schönschreiberei!

    Das Schönschreiben ist als Schulfach längst gestorben. Im digitalen Zeitalter mit Handys und Tablets ist das einstige Unterrichtsfach schlichtweg überflüssig geworden. Im Journalismus lebt das Schönschreiben hingegen weiter. Geschichten, die zu schön sind, um wahr zu sein, werden mit Preisen überhäuft. Das muss sich ändern, fordert Handelsblatt-Medienautor Hans-Peter Siebenhaar im Gast-Kommentar.

  8. Spiegel-Fälscher Claas Relotius bestreitet, Spendengelder veruntreut zu haben – und nimmt sich einen Anwalt

    Erstmals nach Bekanntwerden der Fälschungsvorwürfe gegen ihn hat sich der ehemalige Spiegel-Reporter Claas Relotius jetzt – zumindest indirekt – öffentlich geäußert. Anlass war die Ankündigung des Nachrichtenmagazins Ende vergangener Woche, Strafanzeige wegen Betrugsverdacht zu erstatten. Über einen Anwalt dementierte der 33-Jährige, Spendengelder veruntreut zu haben. Er habe diese an ein Hilfswerk weitergeleitet und die Summe aus Eigenmitteln sogar noch aufgestockt.

  9. Was uns der Fall Relotius lehrt: Die Leser brauchen vorgefertigte Lebensmuster unantastbarer "Edelfedern" nicht

    Bei der Causa Claas Relotius werden nicht nur Methoden und Arroganz des Spiegel-Reporters deutlich, meint MEEDIA-Gastautor Ulrich Schulze. Der Journalist und ehemalige Chef vom Dienst bei FAZ und SZ sieht grundsätzliche Themen der Medien berührt und stellt drei Fragen in den Raum: Was folgte aus den früheren Fakes der sogenannten Leitmedien? Welche Qualität und welche Freiräume haben die so genannten „Edelfedern“, und welche Maßtstäbe setzt die unendliche Flut der Journalistenpreise?

  10. Preisgekrönte Frauenfreunde: Thomas Fischers Rückschau auf ein Medienjahr der Skandale von "Wedel" bis "Relotius"

    Das Medienjahr 2018 geht zuende, wie es angefangen hat: Mit einem ganz großen Knaller, einem ganz großen „Aufarbeiten“ und der Suche nach einem „System“, das dahintersteckt, wenn unter den Engeln der Wahrheit und Schönheit sich ein Teufel der Lüge und der Niedertracht verborgen hält. Was mit „Wedel“ begann, endet mit „Relotius“. In Fischers kleine Presseschau zieht Kolumnist Thomas Fischer Bilanz.