1. Wochenrückblick: Noch vor dem Film soll bitte „Claas Relotius – das Musical“ kommen

    Die EU-Richtlinie zur Urheberrechtsreform wurde beschlossen, die Debatte ist damit aber lange noch nicht beendet. Eine neuseeländische Buchhandelskette boykottierte Jordan Peterson nach dem schrecklichen Anschlag auf eine Moschee in Christchurch – aber nur kurz. Und „Claas Relotius – der Film“ kommt, wir aber wollen das versprochene Musical! Der MEEDIA-Wochenrückblick.

  2. Journalismus nach Relotius: Warum wir uns nicht auf den Täter, sondern auf die Frage der Haltung fixieren sollten

    In der Betrugsaffäre um den Reporter Claas Relotius, deren Aufdeckung nicht nur das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erschüttert, sondern Schockwellen durch die gesamte Branche jagte, ist es ruhig geworden – vielleicht zu ruhig. Denn es geht um ein Problem, das den gesamten Journalismus betrifft und das nur im Kollektiv gelöst werden kann, meint Krautreporter-Gründer Alexander von Streit im fünften Teil der Essay-Reihe „Werteorientierte Digitalisierung“.

  3. Filmrechte laut FAZ-Bericht schon gesichert: Relotius-Affäre kommt in die Kinos

    Während der Spiegel noch die Folgen der Affäre aufarbeitet, ist die Filmbranche einen Schritt weiter: Der Fälschungsskandal um Ex-Spiegel-Redakteur Claas Relotius kommt ins Kino. Laut einem FAZ-Bericht soll sich Ufa Fiction die Rechte an dem Buch von Juan Moreno gesichert haben, der die Fälschungen aufdeckte.

  4. Wochenrückblick: eine kurze und womöglich unvollständige Geschichte der Journalisten-Politiker-Umarmungen

    AfD-Frau Alice Weidel hat Welt-Mann Henryk M. Broder umarmt und alle so: whaaat!? Dabei hat das gegenseitige Betatschen von Journalisten und Politikern eine gewisse Tradition. Außerdem in dieser MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne: Wer schämt sich für den Deutschen Fernsehpreis? Was macht die Welt mit ihren Relotius-Stücken? Und was erzählte Klima-Greta der Zeit?

  5. „Aufgabe einer Jury kann es nicht sein, Fakten zu überprüfen“ – Reporterpreis-Jury erklärt die Auszeichnung für Fake-Reporter Claas Relotius

    Im Nachgang zur Affäre um den ehemaligen Spiegel-Reporter Claas Relotius, der zigfach Reportagen fälschte, für die er vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, arbeitet die zuständige Jury des Reporterpreises den Fall aus ihrer Sicht auf. Die Jury-Mitglieder, die Relotius erst Ende 2018 zum vierten Mal den Reporterpreis zudachte, zeigt sich selbstkritisch aber auch enttäuscht, wütend und beschämt. Die Mitglieder machen sich zudem Gedanken, was sich ändern sollte.

  6. „Leicht erkennbare Fehler“: Spiegel legt Relotius-Fälschungen offen – und entzaubert den eigenen Mythos vom knallharten Factchecking

    Der Spiegel hat fast die Hälfte aller Texte überprüft, die der Fälscher Claas Relotius im Laufe der Jahre geschrieben hat. Das Ergebnis ist niederschmetternd für die Branche im Gesamten – und ganz besonders für das Hamburger Medienhaus. Es entzaubert die früher so hochgelobte Dokumentation des Hauses, die „jedes Wort“ überprüfen sollte. Einige der Fakten hätte sie im Vorfeld erkennen können.

  7. Der holländische Claas Relotius: Journalist aus den Niederlanden erfand Quellen und schrieb Artikel ab

    Die Medienszene in den Niederlanden und Belgien hat nun auch einen Fälschungs-Skandal im Journalismus. Ähnlich wie der ehemalige Spiegel-Reporter Claas Relotius hat der freie Journalist Peter Blasic in diversen Medien Stories veröffentlicht, bei denen Quellen und Zeugen offenbar erfunden waren oder die teils abgeschrieben waren. Die Dimensionen des Skandals sind nicht so groß wie der Fall Relotius, es gibt aber Parallelen.

  8. Fake-Fake im Fall Relotius: Weltwoche beschwindelte Leser mit vermeintlichem Tom-Kummer-Kommentar

    Wenn ein Fälscher über Fälscher schreibt, aber das Geschriebene selbst eine Fälschung ist: Für seine Sendung „Schawinski“ im SRF hatte Roger Schawinski keinen Geringeren als den legendären Interview-Fälscher Tom Kummer eingeladen. Doch anstatt über die Motivation des Ex-Spiegel-Reporters Claas Relotius zu diskutieren, ließ Kummer gleich zu Beginn eine Bombe platzen: Der vermeintliche Brief an Relotius aus der aktuellen Ausgabe der Weltwoche trage zwar seinen Namen, stamme aber nicht aus seiner Feder.

  9. Nach Spiegel-Strafanzeige: Hamburger Staatsanwaltschaft prüft Betrugsverdacht im Fall Relotius

    Die Relotius-Affäre beim Spiegel ist jetzt auch offiziell ein Fall für die Justiz: Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Vorermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Spiegel-Reporter eingeleitet. Es bestehe der Verdacht des Betrugs, erklärte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaften. Die Strafanzeige des Spiegel werde nun geprüft und erst dann entschieden, ob Ermittlungen aufgenommen werden.

  10. Neuer Spiegel-Chef Klusmann beruft Clemens Höges und Armin Mahler als Interims-Blattmacher

    Beim Spiegel kehrt nach den Enthüllungen in der Betrugsaffäre um Ex-Reporter Claas Relotius langsam Ruhe ein: Die dreiköpfige Aufklärungskommission hat ihre Arbeit aufgenommen. Unterdessen berichten die Funke-Zeitungen in einer Kolumne, dass erste personelle Konsequenzen in der Dokumentation gezogen wurden. Außerdem ist die Frage, wer übergangsweise als Blattmacher agiert, offenbar geklärt.