1. „Freie Presse“ in Chemnitz auf Tuchfühlung mit Lesern: Warum der Lokaljournalismus besser wird

    Die Chemnitzer „Freie Presse“ probiert viel aus, um den Kontakt zu Lesern zu halten und zu intensivieren. Heike Hampl leitet dort den Regio-Desk Zwickau und hat fünf Beispiele identifiziert, warum Lokaljournalismus sogar immer besser wird. Teil neun der Essay-Reihe „Werteorientierte Digitalisierung“, die MEEDIA gemeinsam mit der Hamburg Media School veröffentlicht.

  2. Rechte sollten sich selbst entlarven – "Soko Chemnitz" von Kunstaktivisten soll "Honeypot" gewesen sein

    Das Aktionskunst-Kollektiv Zentrum für politische Schönheit hat Anfang der Woche eine Seite mit Fotos von rechten Demonstranten aus Chemnitz ins Netz gestellt und dazu aufgerufen, die mutmaßlichen Nazis zu identifizieren und zu denunzieren. Nun ist „Soko Chemnitz“ wieder offline und die Aktivisten klären auf: Man habe mit der Seite höhere Ziele erfolgt – Nazis anzulocken, um so ein größeres Netzwerk offenzulegen.

  3. Kunstprojekt "Soko Chemnitz": Nazi-Pranger von Zentrum für politische Schönheit sorgt für Verwirrung und Empörung

    Die Aktionskünstler des Zentrums für politische Schönheit (ZPS) haben ihre nächste aufsehen- und aufregungserregende Aktion gestartet. Auf der Website soko-chemnitz.de sollen Nutzer potentielle Nazi-Demonstranten identifizieren und anschließend in jeglichen Lebensbereichen denunzieren. Einige feiern die Aktion, andere stellen sich die Frage: Ist das noch Kunst?

  4. "Ihr ostdeutschen Chefredakteure tragt eine besondere Verantwortung": Franz Sommerfelds Abrechnung mit der "Hetzjagd"-Debatte

    Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wurden in dieser Woche überschattet von der anhaltenden Debatte über fremdenfeindliche Ausschreitungen in ostdeutschen Städten, um Gewaltexzesse und den Hitlergruß, der bei manchen Demonstrationen offenbar hingenommen wird, ohne dass Polizei oder Bevölkerung einschreiten oder sich distanzieren. Der Publizist Franz Sommerfeld sieht ostdeutsche Medien hierbei in einer besonderen Verantwortung. In einem Gastbeitrag für MEEDIA wendet er sich an Torsten Kleditzsch, Chefredakteur der Freien Presse. Dieser hatte zuvor die Chemnitz-Berichterstattung kritisiert und den Begriff der „Hetzjagd“ zurückgewiesen.

  5. Nach antisemitischer Morddrohung gegen Schlecky Silberstein: SWR kündigt Gegenmaßnahmen an

    Nach dem Dreh eines satirischen Videos über die Vorfälle in Chemnitz hat der Berliner Blogger Schlecky Silberstein eine antisemitische Morddrohung erhalten. Seine Produktionsfirma erklärte am Dienstag auf Anfrage, sie habe deshalb rechtliche Schritte eingeleitet. Der SWR betonte, man werde derartige Drohungen nicht einfach hinnehmen.

  6. Wochenrückblick: Veronica Ferres ist lieber "MILF" in Bild als "mega reich" in Gala

    Veronica Ferres ist sauer, weil die Gala sie zu den „Mega-Reichen“ einsortiert, dabei posiert sie viel lieber als MILF in Bild. Jay Rosen gibt gut gemeinte Tipps an deutsche Medienschaffende. Dunja Hayali wagt sich unter Bürger. Und nun müssen sogar Eichhörnchen für Fake-News-Diskussionen herhalten. Die MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne.

  7. Welt-Chefreporter Robin Alexander zu Chemnitz: "Als Hauptstadtpresse haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert"

    Welt-Chefreporter Robin Alexander hatte bei Twitter geschrieben, die Verwendung des Begriffs „Hetzjagden“ in Zusammenhang mit den Krawallen von Chemnitz sei ein Musterbeispiel dafür, wie Journalisten Vertrauen verspielen. Dafür gab es von Kollegen auch Kritik. MEEDIA sprach mit ihm über den Tweet und die Reaktionen darauf.

  8. Medien-Woche: ZDF-Journalistin Dunja Hayali hat Bürger in Chemnitz einfach mal reden lassen und das Ergebnis ist bestechend

    In der aktuellen Ausgabe unseres wöchentlichen Podcasts „Die Medien-Woche“ sprechen Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) über die Ratschläge, die der New Yorker Medienprofessor Jay Rosen deutschen Journalisten gibt. Und es geht wieder um Chemnitz und die Medien. U.a. hat ZDF-Frau Dunja Hayali mit Bürgern dort gesprochen und das Ergebnis ist überaus beeindruckend.

  9. Warum der widerrufene Tattoo-Bericht von Watson nur Symptom einer tiefen medialen Verunsicherung ist

    Brennpunkt Chemnitz: Watson und T-Online mussten einen Bericht über eine angeblich durch rechte Gruppen gestreute Foto-Manipulation widerrufen. Die folgende Korrektur samt Transparenz-Offensive macht den Fehler nicht weniger schlimm, ist aber durchaus vorbildlich. Dennoch veranschaulicht der Fall nur ein weiteres Symptom der medialen Verunsicherung im Umgang mit Fakes und politischen Extremen. Eine Kommentierung.

  10. "Wer so redet, nimmt Medien- und Verfassungsfeinde in Schutz": DJV verurteilt Kretschmers Regierungserklärung zu Chemnitz

    Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat nach den Übergriffen in Chemnitz Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) widersprochen, die „Hetzjagden“ auf Ausländer verurteilt hatte. Er bemängelte auch die Berichterstattung in den Medien und betonte: „Klar ist: Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome. “ Für diese Aussage wird er scharf kritisiert.