1. Sascha Lobo auf der re:publica 2017: "Redaktionelle Hetzmedien bilden mit sozialen Medien ein Amalgam der Boshaftigkeit"

    Der Klassensprecher war wieder in seinem Element: Wie fast immer in den vergangenen Jahren beendete Sascha Lobo den ersten Tag der Digitalkonferenz re:publica mit seiner Rede zur Lage der Nation, in der 41-Jährige nach einem bewegten vergangenen Jahr, geprägt vom Brexit, Donald Trump und Hate Speech, die Abgründe des Internets beleuchtete. Lobo versuchte in einem sozialen Experiment die Motivationen von rechtsextremen Äußerungen im Netz zu erforschen und machte dabei erstaunliche Entdeckungen – auch bei sich selbst.

  2. „Dover & out“ und „See EU later“: So gehässig feiert die Sun den Brexit an den Klippen von Dover

    So sieht es aus, wenn sich ein Boulevard-Blatt mit seiner ganzen publizistischen Kraft in die Politik einmischt und dann seinen Sieg gebührend feiert. „Lang“ schon kämpfe die Sun – nach eigenen Angaben – für den Brexit. Jetzt ist es soweit und die Zeitung ist „entzückt“. Als Abschiedsgruß an das EU-Festland projizierten die Engländer einige gehässige Botschaften an die berühmten Kreidefelsen. Dort hieß es dann: „Dover and out“ oder „See EU Later“.

  3. Echt wahr, keine Falschmeldung: „Fake News“ ist Anglizismus des Jahres

    Für jede Sorte von Trend-Begriffen gibt es das passende Ranking. So gibt es das Jugendwort des Jahres („Flysein“) das Unwort des Jahres („Volksverräter“) und auch den Anglizismus des Jahres. Zu letzterem wählte eine Jury nun den Begriff „Fake News“. Gefolgt von „Darknet“, „Hate Speech“ und „Brexit“.

  4. Brexit, Donald Trump und AfD: Das sind Deutschlands Google-Suchtrends 2016

    Wonach hat Deutschland intensiv online gesucht? Wie jedes Jahr ermittelt Suchmaschinen-Gigant Google die Trends des Jahres durch die Auswertung seiner Suchanfragen. Im Jahr 2016 besonders gefragt: weltpolitische Ereignisse wie der Brexit und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten – aber auch die Smartphone-App „Pokémon Go“ und Tierheilpraktiker Tamme Hanken, der in diesem Jahr verstorben ist.

  5. Karriere einer „linken“ Verschwörungstheorie: die angeblich unheimliche Macht der Algorithmus-Alchemisten von Cambridge Analytica

    Über das vergangene Wochenende machte ein Artikel aus dem Schweizer Das Magazin Facebook-Karriere: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ heißt der Text, in dem es um die angebliche Einflussnahme einer Big-Data Firma namens Cambridge Analytica auf die zurückliegende US-Wahl geht. Der Text schürt Ängste vor vermeintlich allwissenden Algorithmus-Alchemisten, greift aber zu kurz, wie einige kritische Anmerkungen im Netz zeigen.

  6. „Project Juno“: Warum sich die britische Presse gegen Facebook und Google verbündet

    Die großen Werbe-Budgets wandern längst aus den gedruckten Zeitungen immer mehr Richtung Fernsehen und vor allem ins Web. Viele Print-Titel verlieren Anzeigenkunden an die großen Internet-Riesen. In Großbritannien schließen sich nun wichtige Zeitungen wie der Guardian und die Sun zu einer Vermarktungsallianz zusammen, um der Konkurrenz – auch und vor allem Google und Facebook – gemeinsam den Kampf anzusagen.

  7. „Europa ist tot“: Last minute-Titel zum Brexit bringt Spiegel Verkaufshit am Kiosk

    Bad news are good news: Das Votum der Briten für den Brexit hat dem Spiegel nach Redaktionsschluss einen deutlichen Verkaufsschub gebracht. Möglich wurde der durch den Stopp der Druckmaschinen und eine in Windeseile aktualisierte Ausgabe. Die Kiosk-Käufer honorierten das – mit 239.734 Exemplaren erzielte der Spiegel in Verkaufswoche 26 ein starkes Ergebnis. Focus und stern blieben dagegen blass.

  8. Mobile Brexit-Redaktion im Londoner „Handelsblatt House“: ein journalistisches Zukunftsmodell?

    Zum EU-Referendum verlegt das Handelsblatt seine Redaktion nach London und berichtet eine Woche lang aus der englischen Hauptstadt: Mit dieser Ankündigung sorgten die Düsseldorfer bei Medienleuten für Aufsehen – aber auch Kopfschütteln. Doch was im Vorfeld von Wettbewerbern mitunter als spesenträchtige Klassenfahrt belächelt wurde, geriet zum Experiment mit Signalcharakter für die ganze Branche.

  9. Deutsche Brexit-Redaktion im Londoner Szene-Lokal: die Bilder-Galerie aus dem „Handelsblatt House“

    In der vergangenen Woche lagerte das Handelsblatt einen Großteil seiner Redaktion in den Londoner Stadtteil Hoxton aus, um von dort aus das Brexit-Votum zu begleiten. Im „Handelsblatt House“ bezogen rund 50 Mitarbeiter ein provisorisches Redaktions-Quartier und berichteten via Print, Online, Video und Social Media von den Ereignissen rund um das EU-Referendum und diskutierten mit Experten. Hier die Bilder vom „Journalismus-Live“-Experiment.

  10. Nur noch 16,40 Euro: Rocket Internet stürzt auf neue Allzeittiefs

    Rakete im Tiefflug: Zu Kursen von nur noch 16,40 Euro wurden die Anteilsscheine von Rocket Internet gestern gehandelt. Tiefere Kurse gab es in den 21 Monaten, die die Berliner Internet-Beteiligungsgesellschaft nun schon an der Börse notiert ist, nie. Der neuerliche Absturz, der gestern weitere 8,5 Prozent an Wert vernichtete, ist der schwierigen Lage an den Weltbörsen geschuldet, die nach dem Brexit auch zu Wochenbeginn im Ausverkaufsmodus blieben.