1. Presserat beschäftigt sich mit Breitscheidplatz-Berichten und rügt Schleichwerbung bei Bravo Online

    Die Berichterstattung über den Terror-Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz, das umstrittene Trump-Köpf-Cover des Spiegels und die Replik von Charlie Hebdo: Der Presserat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit harter Nachrichten-Berichterstattung und entschied überwiegend im Sinne der veröffentlichenden Medien. Allerdings sprachen die Berliner auch fünf Rügen aus. Bravo Online fiel wegen Schleichwerbeverstößen gleich doppelt negativ auf.

  2. Nach Terror-Anschlag: Coca Cola sagt Berlin-Tour mit Weihnachts-Trucks ab

    Es sind die berühmtesten LKW der Welt: die Coca Cola Weihnachts-Trucks, die alljährlich durch Deutschlands Städte fahren und vorweihnachtliche Stimmung verbreiten. Als letzter Stop der großen Marketing-Tour war das Brandenburger Tor in Berlin geplant. Nun aber sagt das Unternehmen das Finale ab. Der Hintergrund: der Terror-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt, bei dem ein Mann einen LKW in einen Weihnachtsmarkt lenkte.

  3. „Sie werden unsere Art zu leben nicht verändern“: Deutsche Ausgabe von Charlie Hebdo nimmt Berlin-Karikatur aufs Cover

    Seit vier Wochen erscheint die französische Satire-Zeitung Charlie Hebdo auch in deutscher Sprache. Für ihre vierte Ausgabe beschäftigte sich das Blatt mit einem Thema, das es im Januar 2015 selbst direkt betraf: Terror. Anlässlich des Anschlags in Berlin am Montag karikiert Charlie Hebdo auf seiner Titelseite die Reaktionen. Zu sehen ist ein Lebkuchenhaus, aus dem Gewehrläufe ragen.

  4. Angst mit Ausrufezeichen: Wie die Bild-Zeitung mit ihrer Titelseite an der Realität vorbeischreibt

    Angst ist ein schlechter Berater – vor allem in Zeiten des Terrors. Die Titelseite der Bild-Zeitung vermittelt am heutigen Mittwoch den Eindruck, dass nach dem Anschlag in Berlin, Deutschland nun von Angst regiert wird. Der Aufmacher sorgt in den sozialen Netzwerken für Kritik. Springers Boulevardzeitung schüre Ängste, wo derzeit keine sind. Ganz unberechtigt ist diese Kritik nicht.

  5. „Die Angst herunterzuspielen, ist weltfremd“: Chefredakteurin Tanit Koch zur Kritik am Bild-Titel

    „Angst!“ titelte die Bild-Zeitung am Mittwochmorgen zum Anschlag von Berlin. Die Seite eins der Boulevardzeitung erzeugte vor allem im Social Web viel Kritik. Tenor: Das Blatt berichte nicht über Angst, sondern schüre sie. „Wir schüren überhaupt nichts“, antwortet Chefredakteurin Tanit Koch auf Fragen von MEEDIA. Die Kritik werde von Leuten geäußert, die „ihre Mitmenschen für einfältig halten“.

  6. Der Terror und das beredte Schweigen von Politik und Medien: Wo ist der Zorn von Helmut Schmidt?

    Tag zwei nach dem Attentat von Berlin, und man kann fast den Eindruck gewinnen, dass öffentliche Stellen gerne hätten, dass es diesmal besonders schnell gehen soll mit der Rückkehr zur Normalität. Appelle von Politik und Medien zu Gelassenheit und der offensive Glühweinkonsum als „Statement“ tragen dazu bei. Vielleicht ist es aber gerade dieses ewige „Weiter so“, das dem Terror immer wieder Raum gibt auf den Plätzen und in den Köpfen. Die Medien tragen dabei eine Mitverantwortung.

  7. Anschlag in Berlin: Presserat zählt bereits 14 Beschwerden wegen Berichterstattung

    Zur Berichterstattung über den Anschlag am Montag in Berlin sind beim Deutschen Presserat bereits 14 Beschwerden eingegangen. Bemängelt werde darin insbesondere die unverpixelte Darstellung des getöteten polnischen Lkw-Fahrers auf Pressefotos sowie die Darstellung verletzter und getöteter Opfer in einem Video, das live vom Tatort gestreamt wurde, sagte Presserats-Sprecherin Edda Eick der Deutschen Presse-Agentur.

  8. „Merkel wirkt erschöpft“ und „ziemlich ratlos“: die Medienstimmen an Tag zwei nach dem Anschlag

    Der gestrige Tag nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin hätte eigentlich im Zeichen der Trauer stehen sollen. Stattdessen sahen die meisten Kommentatoren überforderte Politiker, eine erschöpfte und ratlose Merkel, eine misslungene Polizei-Aktion und eine unpassend polternde AfD. Zudem beschäftigen sich die Leitartikel mit der Reaktion von Horst Seehofer („Verlierer des Tages“ bei SpOn).

  9. SZ-Veteran Heribert Prantl liest Horst Seehofer nach Statement zum Lkw-Anschlag in Berlin die Leviten

    Die Geschichte und die Reflexe wiederholen sich: Wieder ein Anschlag, wieder stellt sich die Frage nach dem politischen Instinkt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich gleich am Morgen nach dem Lkw-Anschlag für „klare Worte“ entschieden, die eine Neuausrichtung „der Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik“ fordern – man sei es den Opfern schuldig. In den sozialen Medien erntet Seehoher für seine Äußerung viel Kritik. Vor allem jedoch der Video-Kommentar von Heribert Prantl, Veteran der Süddeutschen Zeitung, erzeugt ein großes Echo.

  10. „Nachrichten müssen stimmen, sonst werden sie missbraucht“: Bild.de-Chef Reichelt über Medienverantwortung bei der Berlin-Berichterstattung

    Als eines der ersten großen Nachrichten-Portale berichte Bild.de groß und mit voller redaktioneller Kraft über den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Dabei nutzt Bild.de wie kein anderer Konkurrent auch Facebook-Live. Im MEEDIA-Interview erklärt Chefredakteur Julian Reichelt seine journalistische Strategie und warum es der denkbar schlechteste Zeitpunkt für Medienkritik ist. Reichelt ist davon überzeugt: „Nichts trägt mehr zur Besonnenheit in solchen Situationen bei, wie dem Informationsbedürfnis der Menschen nachzukommen.“ Denn: „Wir dürfen die Menschen nicht mit ihren Fragen, Ängsten, Sorgen – und auch ihrer Wut, alleine lassen.“