1. „Vergessene Männer unserer Branche“: Bild-Boss Reichelt zur Kritik der Ex-Springer-Kollegen Spreng und Streiter

    Eine „Vorfeldorganisation der AfD“ hatte Michael Spreng die Bild unter Julian Reichelt in einem Beitrag auf seinem Blog Ende September 2018 genannt. Der Ex-Bams-Chef und langjährige Politikberater gilt als scharfer Kritiker des Boulevardsblatts. In einem Interview mit Horizont hat Reichelt sich nun gegen die Kritik gewehrt – mit einer Anekdote aus dem Jahr 2002.

  2. Wochenrückblick: "Sawsan Chebli wäre das nicht passiert" – die Luxusuhren-Probleme des Kai Diekmann

    Die FAZ übte sich in Sachen BamS-Enthüllungen zur Saudi-Connection der Agentur WMP Eurocom in der Disziplin Jimmeljammeljummel. Der Facebook-Medien-Report bietet spannende Erkenntnisse darüber, wie der Algorithmus des Networks Medien abstraft. Schock: Kai Diekmanns Luxusuhr ist kaputt. Und die aktuelle „Maischberger“-Ausgabe sorgte für positive Überraschungen. Die MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne.

  3. Bild am Sonntag, der "Blut-Scheich" und die Lobby-Agentur: Netzwerken im journalistischen Schattenreich

    Unter der Schlagzeile „Blut-Scheich versucht, deutsche Meinung zu kaufen“ berichtete die Bild am Sonntag vergangenes Wochenende über heikle Aktivitäten der Berliner Lobby-Agentur WMP Eurocom. Beim Kunden Saudi-Arabien habe diese mit der „Beeinflussung von Journalisten“ sowie der Vermittlung von Kontakten zu „deutschen Spitzenpolitikern“ geworben. Tatsächlich hatte die Springer-Zeitung aber selbst in der Vergangenheit zu WMP recht intensiven Kontakt, den der Investigativ-Report ausblendet. Ein Blick hinter die Kulissen einer tabuisierten Redaktions-Connection.

  4. "Bild-Zeitung hat genau jene Unterstützung in Anspruch genommen, die sie jetzt an den Pranger stellt": WMP-Chef Inacker kritisiert "Blut-Scheich"-Enthüllung der BamS

    Die Verwicklung von Kronprinz Muhammad Bin Salman in die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi hat weltweit Empörung hervorgerufen. Mit einer Titelgeschichte über „Geheim-Papiere“, die angeblich belegen, wie das saudi-arabische Köngishaus versuche, deutsche Medien-Meinung „zu kaufen“, sorgte die Bild am Sonntag jetzt für Aufsehen. Im Mittelpunkt: die in Berlin ansässige Agentur WMP Eurocom, die den Saudis diese „Dienstleistung“ angeboten habe und dafür monatlich eine sechsstellige Summe kassiere. WMP-Chef Michael Inacker weist den Vorwurf im MEEDIA-Interview als „üble Unterstellung“ zurück und erklärt, warum er dennoch das Mandat für die Königsfamilie „mit sofortiger Wirkung“ beende.

  5. Nielsen: Publikumszeitschriften verlieren brutto 3,7% Umsatz, Spiegel, auto motor und sport und freundin am dicksten im Minus

    Die Lage im Anzeigenmarkt der Zeitschriftenbranche bleibt angespannt. Laut Nielsen lagen die Brutto-Werbeumsätze der Magazine in den ersten zehn Monaten des Jahres um 3,7% unter denen des Vorjahreszeitraumes. Vorn finden sich im Umsatz-Ranking das Supplement rtv, sowie der stern und die Bild am Sonntag, für den Spiegel ging es mit einem Brutto-Umsatz-Minus von 6,86 Mio. am deutlichsten nach unten.

  6. IVW-Blitz-Analyse Zeitungen: Bild, Welt und BamS verlieren um die 10%, Handelsblatt, Zeit und F.A.S. dank Digital-Kunden stabil

    Die überregionalen Tages- und Wochenzeitungen verzeichneten auch im dritten Quartal 2018 fast durchgängig schrumpfende Verkaufszahlen. Laut IVW büßten vor allem Springers Bild, Welt und Bild am Sonntag massiv Käufer ein – zwischen 9,7% und 11%. Weitgehend stabil blieben die Zahlen von Handelsblatt, Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – dank stark wachsender Digitalkundenkartei.

  7. Nielsen: Publikumszeitschriften büßen 3,7% ihrer Brutto-Werbeumsätze ein, Spiegel größter Verlierer

    Die deutschen Medien haben in den ersten drei Quartalen 2018 laut Nielsen brutto fast exakt so viel Geld mit Werbung umgesetzt wie 2017: 21,8 Mrd. Euro – ein Plus von 0,05%. Während Branchen wie Fernsehen, Radio und Mobile im Plus liegen, verloren Fach- und Publikumszeitschriften erneut Teile ihres Umsatzes. MEEDIA blickt auf die Gesamt-Entwicklung – und auf die der Magazine.

  8. Werbeumsatz-Ranking: Spiegel verliert 11,4% und fällt hinter den Focus zurück, Barbara springt in die Top 50

    Die deutschen Publikumszeitschriften haben in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 laut Nielsen rund 3,2% ihrer Brutto-Werbeumsätze aus dem Vorjahreszeitraum eingebüßt. Größter Verlierer mit 6,49 Mio. Euro bzw. 11,4% weniger ist Der Spiegel, der in der Umsatz-Tabelle damit auf Platz 5 rutscht – sogar hinter den Focus. In der Top 50 angekommen ist unterdessen das Magazin Barbara.

  9. Eine Replik zu Heiko Maas‘ Aufruf zu mehr Lautstärke: "reine Attitüde und ein Ablenken von der eigenen Verantwortlichkeit"

    Im Interview mit der Bild am Sonntag hat der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) die Bevölkerung dazu aufgerufen, „Gesicht zu zeigen gegen Neo Nazis“. Die Bürger müssten ihre Bequemlichkeit aufgeben und „lautstark den Mund aufmachen“. In einem Gastbeitrag für MEEDIA hinterfragt der Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld, wie das konkret gehen soll und kommt zum Schluss: Maas versuche vor allem, von eigenen Versäumnissen abzulenken.

  10. IVW-Blitz-Analyse der überregionalen Zeitungen: Bild, Welt und BamS große Verlierer, Handelsblatt, taz und Zeit stabil

    Der vierteljährliche Tag der Abrechnung beschert den meisten Tages- und Wochenzeitungen wieder Auflagenverluste. Unter den sieben überregionalen Tageszeitungen findet sich mit dem Handelsblatt dank steigender Digital-Kunden-Kartei nur ein Gewinner, bei den neun Wochen- und Sonntagszeitungen legte nur Das Parlament zu. Die großen Verlierer kommen mit Bild, Welt und Bild am Sonntag allesamt von Springer.