1. „Das Schicksal der Zeitungen mit dümmlicher Ignoranz begleitet“ – Medienprofessor Pörksen über die Krise der Presse

    Der Tübinger Medienprofessor Bernhard Pörksen hat der Politik vorgeworfen, die Probleme der Zeitungsbranche größtenteils zu ignorieren. „Weite Teile der Politik besitzen überhaupt kein Bewusstsein für die drohende Existenzkrise des seriösen Journalismus. Und sie haben keine Vorstellung davon, wie man dieser Krise politisch begegnen könnte“, sagte Pörksen dem Reutlinger „General-Anzeiger“.

  2. Spiegel Online-Chefin Barbara Hans: „Journalismus macht sich überflüssig, wenn er nur über das berichtet, was dem Nutzer gefällt“

    Es lebe die Aufmerksamkeitsökonomie! Hier eine reißerische Überschrift, dort dreimal das gleiche Posting im Abstand von 24 Stunden – Leser werden in den sozialen Medien mit einem Content-Überangebot überflutet. Welche Auswirkungen hat der Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers auf den (Online-)Journalismus? Darüber diskutierten Spiegel Online-Chefredakteurin Barbara Hans, Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und BuzzFeed-Redakteur Marcus Engert bei der re:publica.

  3. Böhmermann-Satire-Streit bei „Anne Will“: „Kanzlerin hat Grundrechte auf dem Silbertablett serviert“

    Bei der „Anne Will“-Sendung zum Thema Satire-Streit um Jan Böhmermann und den türkischen Präsidenten Erdogan war vor allem prägnant, was fehlte: Jan Böhmermann nämlich. Gerne hätte man gehört, was der ZDF-Komiker zu seiner Sache zu sagen hat. So aber debattierte eine B-Besetzung unter fachkundiger Leitung von Anne Will.

  4. Medienwissenschaftler Pörksen kontert Nuhr-Kritik: „Wir müssen lernen, den Shitstorm zu lesen“

    Von wegen digitales Mittelalter: Seit dem vergangenen Freitag diskutiert das Web über die Shitstorm-Abrechnung von Dieter Nuhr. In der FAZ hatte der Kabarettist geschrieben, dass die Web-Wut „die Hexenverbrennung des 21. Jahrhunderts“ sei. Dieser Kritik widerspricht Bernhard Pörksen. Der Medienwissenschaftler erklärt, dass sich in den kollektiven Empörungsstürmen „große gesellschaftliche Fragen zeigen“.

  5. „Vierte Gewalt oder fiese Gewalt?“ – Zeit-Chef di Lorenzo über „Empörung als Geschäftsgrundlage“

    In dem neuen Buch „Die Idee des Mediums“ hat der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen gemeinsam mit dem SWR-Journalisten und Dozenten Andreas Narr Reden zur Zukunft des Journalismus von bekannten Medienmachern und Publizisten gesammelt. MEEDIA dokumentiert die darin veröffentlichte Rede von Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, in der er sich mit der zunehmenden Lust der Medien an der Skandalisierung auseinandersetzt.