1. Kai Diekmann als Nerd im Liegestuhl: Springers verrücktes Recruiting-Video

    Junge, total hippe und kreative Menschen wuseln in einem bunt eingerichteten Großraumbüro durcheinander, alles ist „awesome“, alles wird gecrowdfunded und die Praktikanten heißen „Senior Executive Intern“. Doch woran wirklich gearbeitet wird, weiß keiner so recht. So sieht der Alltag eines Start-ups aus – zumindest wenn es nach Axel Springers neuem Werbevideo geht, das augenzwinkernd mit den Klischees der Branche spielt, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

  2. Springer erhöht Beteiligung an Online-Magazin OZY.com auf 20 Millionen Dollar

    Im März hatte sich Axel Springer bereits mit 300.000 US-Dollar am Online-Magazin OZY beteiligt. Jetzt stockt der Medienkonzern sein Investment auf: Springer übernimmt 16 Prozent der Anteile an dem Startup, und Mathias Döpfner wird Mitglied im Verwaltungsrat. Davon verspricht sich Springer auch mehr publizistischen Einfluss im englischen Sprachraum.

  3. Anti-Islam-Kommentierer Nicolaus Fest verlässt die Bild am Sonntag

    Deutlich verschlankte Chefredaktion bei Springers Bild am Sonntag: Nachdem kürzlich schon der langjährige Vize-Chefredakteur Michael Backhaus seinen Posten verließ, geht nun auch der stellvertretende Chefredakteur Nicolaus Fest. Künftig gibt es nur noch Chefredakteurin Marion Horn und Stellvertreter Tom Drechsler als Führungsspitze bei der BamS. Fests Abgang ruft Erinnerungen an seinen gründlich missratenen Anti-Islam-Kommentar von Ende Juli wach. Die Deutung, dass sein Abgang etwas damit zu tun hat, lässt sich nicht von der Hand weisen.

  4. Politico-Chefredakteur John Harris: Europa-Ausgabe startet im 1. Halbjahr 2015

    Das Politikportal Politico startet voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres in Europa. Das sagte Chefredakteur John F. Harris im Gespräch mit MEEDIA. Details über den Start von Politico Europe, das im Joint Venture mit Axel Springer in Brüssel aufgebaut wird, stehen laut Harris noch nicht fest.

  5. Economist liest Google-Phobikern à la Springer die Leviten

    Der britische Economist hat sich in seiner aktuellen Ausgabe die deutschen Google-Phobiker in Politik und Verlagen zur Brust genommen. Vor allem Axel Springer und dessen CEO Mathias Döpfner werden für ihren Anti-Google Kurs kritisiert. Axel Springer habe in Berlin weitaus größeren Einfluss als jeder amerikanische Mogul in Washington, so der Economist. Statt zu versuchen, Google in eine Zwangsjacke zu stecken, sollte die deutsche Politik lieber bestehende Hindernisse für europäische Startups aus dem Weg räumen.

  6. Axel Springer verkauft seine bücher.de-Anteile an Weltbild

    Knapp einen Monat nach der Insolvenzverkündung, übernimmt Weltbild den Online-Buchhändler bücher.de komplett. Das Unternehmen hat die restlichen Anteile von Axel Springer SE übernommen und hält in Zukunft 100 Prozent an dem Web-Buchhändler.

  7. „Sehen Content-Bemühungen der großen Konzerne gelassen entgegen“

    Content Marketing, Branded Media oder Native Advertising sind bei Kunden und Vermarktern Trendvokabeln des Jahres. Der Versuch, als Kunde quasi im Tarnanzug in redaktionelle Bereiche vorzudringen, stößt aber auch auf Widerstand, vor allem bei Medienmachern. Axelspringer-Vermarktungschef Peter Würtenberger äußert sich im MEEDIA-Kurzinterview zu Chancen und Risiken.

  8. Journalisten bei Gericht: Bundesverfassungsgericht stützt Pressefreiheit

    Richter dürfen die Pressefreiheit von Gerichtsreportern nicht willkürlich einschränken. Das stellte das Bundesverfassungsgericht in einem vorläufigen Beschluss klar. Der Axel Springer Verlag hatte im Fall eines durch Missbrauch zu Tode gekommenen Mädchens gegen eine Verfügung des Landgerichts Hamburg geklagt. Nach der wurde Journalisten nur sehr eingeschränkt Zugang zum Prozess gewährt. MEEDIA sagt, ob und wie der Beschluss aus Karlsruhe Journalisten hilft.

  9. Bild gegen BamS: Nicolaus Fest schreibt sich mit Anti-Islam-Kommentar ins Abseits

    BamS-Vize Nicolaus Fest, ein nach eigener Aussage „religionsfreundlicher Atheist“, hat sich bei Springer vermutlich gerade ins Abseits geschrieben. Der Islam, schrieb Fest am Sonntag, sei „ein Integrationshindernis“. Ihn störten u.a. Zwangsheiraten und „Ehrenmorde“. Noch am Sonntag antwortete Bild-Chef Kai Diekmann. Wer eine Religion pauschal ablehne, wende sich gegen Milliarden von Menschen.

  10. EGMR: Bild-Bericht über Schröders Gazprom-Engagement zulässig

    Schlappe für Gerhard Schröder, Sieg für die Bild-Zeitung: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat entschieden, dass ein Bericht über die Aktivitäten des ehemaligen Bundeskanzlers beim Gas-Konzern Gazprom zulässig sind. Damit widerspricht das oberste europäische Gericht seinen vorigen deutschen Instanzen.