1. Autorisierungsmissbrauch durch "Voice of Germany"-Juror: Wie Mark Forster ein kritisches Interview zurückzog

    Als Juror bei der Castingshow „The Voice of Germany“ gibt Mark Forster vor den Kameras den Spaßvogel und Unterhaltungsmacher – hinter der Kamera kann der Sänger offensichtlich ganz anders, wie aktuell Planet Interview zeigt. Portalmacher Jakob Buhre hatte Forster zum Gespräch getroffen, um mit ihm über politische Musik und Songwriting zu reden. Aus der Autorisierung kam das Stück aber nie zurück.

  2. Kritische Fragen gestrichen: Planet Interview geht aus Protest gegen Bild-Mann Blome offline

    Ein ungewöhnlicher Schritt: Das Interview-Magazin planet-interview.de hat das eigene Angebot für zwei Tage vom Netz genommen, um gegen die Autorisierungs-Praxis des stellvertretenden Bild-Chefredakteurs Nikolaus Blome zu protestieren. Der hatte zahlreiche Fragen aus einem Interview mit planet-interview.de komplett herausgestrichen. Blome verteidigte gegenüber MEEDIA sein Vorgehen: Er habe ausdrücklich nur über sein Buch, nicht aber über seine Tätigkeit bei Bild sprechen wollen.

  3. Streit um Autorisierung: AfD-Chefin Petry zensiert entlarvendes Interview mit der Rhein-Zeitung

    AfD-Chefin Frauke Petry hat mit ihren Äußerungen über einen Waffengebrauch zur Sicherung der Grenzen Politik und Gesellschaft empört. Sie sei verkürzt wiedergegeben worden, kritisierte die Politikerin nach dem Interview mit dem Mannheimer Morgen. Dass dies offenbar nicht der Fall war, beweist nun die Rhein Zeitung und veröffentlicht gleichlautende Interviewpassagen.

  4. Lückenhaftes Lucke-Interview: AfD-Chef verweigert Westfalen-Blatt Interview-Autorisierung

    AfD-Chef Bernd Lucke gab dem Bielefelder Westfalen-Blatt in der vergangenen Woche ein Interview – doch drucken durfte die Zeitung viele seiner Aussagen nicht. Alle Antworten zum Thema Rechtspopulismus blieben unautorisiert. Das Lokalblatt veröffentlichte das Interview trotzdem, mit mehr Fragen als Antworten. Das lückenhafte Lucke-Interview wirft einmal mehr die Frage auf, wie sinnvoll die Autorisierung von Interviews ist.

  5. Genug gekuschelt! Warum die Autorisierungspraxis deutschen Medien schadet

    Immer wieder gelingen der Financial Times und anderen ausländischen Redaktionen Scoops aus Deutschland, die für ihre deutschen Kollegen schon im Ansatz unmöglich sind. Warum? Weil sie weiterhin an der unsäglichen Autorisierung von Interviews festhalten. Damit nehmen sie sich selbst die Chancen für einen fairen Wettbewerb und schieben herausragenden journalistischen Bezahlinhalten von vorneherein einen Riegel vor. Ein Gastkommentar von Peter Littger.