1. Amokläuferin in der YouTube-Zentrale: Eröffnete sie wegen sinkender Klickzahlen das Feuer?

    Die Amokläuferin, die am Dienstag in der YouTube-Zentrale in Kalifornien das Feuer eröffnete, ist identifiziert: Es handelt sich um Nasim Aghdam, eine vegane Aktivistin, die Videos für YouTube produzierte. Auf ihrer Webseite hatte sie sich zuvor über die angebliche Zensur der Plattform und geringe Werbeeinnahmen beschwert.

  2. Schießerei in YouTube-Zentrale: Drei Verletzte, Schützin ist tot

    In der Zentrale des Internet-Unternehmens Youtube in Kalifornien hat eine Frau am Dienstag Schüsse abgegeben und anschließend vermutlich sich selbst umgebracht. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, drei davon durch Schüsse, sagte der Polizeichef der Stadt San Bruno bei San Francisco, Ed Barbarini, mehrere Stunden nach dem Vorfall.

  3. Amoklauf in texanischer Kirche: ARD entschuldigt sich für Eilmeldung während des "Tatorts"

    In einer Kirche in Texas tötete ein Amokläufer am vergangenen Sonntag 26 Menschen mit einem Sturmgewehr. Die ARD entschied sich, ihre Zuschauer mit einer Eilmeldung während „Tatorts“ über das Massaker zu informieren. Es war nur eine kleine Einblendung, die bei vielen „Tatort“-Fans jedoch überhaupt nicht gut ankam. Das Ereignis sei nicht bedeutend genug, um den Krimi zu stören, kritisieren sie unter anderem.

  4. Forscher glaubt an Papageno-Effekt: Berichte über verhinderte Amokläufe beugen weiteren Taten vor

    Die französische Zeitung Le Monde verzichtet auf den Abdruck von Attentäter-Fotos, um deren Handeln nicht zu glorifizieren. Regelmäßig nach Anschlägen wie in München oder auch bei Suiziden brechen Medien Ethik-Debatten los, ob überhaupt und wie über Tat und Täter berichtet werden soll. An der Universität Wien glaubt man nun: Berichterstattung könnte helfen, weiteren Amokläufen vorzubeugen.

  5. Der Social Media-Chef der Polizei München zu Facebook und Twitter : „Da dürfen wir uns nicht raushalten“

    Nach dem Amoklauf von München ermittelten die Einsatzkräfte der Polizei München noch immer auf Hochtouren. Auch das Presse- und Social-Media-Team der Polizei ist im Dauereinsatz. Warum es wichtig ist, Falschmeldungen zu vermeiden und warum die sozialen Netzwerke (auch) für die Ordnungshüter im Freistaat zum Tagesgeschäft gehören müssen, erklärt Oliver Timper – Leitung Social Media der Polizei München – im Gespräch mit MEEDIA.

  6. Redaktionen im Ausnahmezustand: große Nachrichtenlagen und das journalistische Berufs-Ethos

    Von Kachelmann über Germanwings bis hin zur Diskussion um Klarnamen oder Verpixelung von Attentäter- und Opfer- Informationen: Georg Altrogge und Christopher Lesko sprechen im gut 30-minütigen MEEDIA-Podcast über Berufs-Ethos, Moral und Haltung von Journalisten und Medien. Altrogge: „Momentan sind viele Redaktionen überfordert!“ Lesko: „Journalismus folgt Abhängigkeiten, die nicht primär auf moralisch-ethischer Ebene liegen.“

  7. Beschwerdeflut wegen TV-Berichterstattung nach Amoklauf von München

    Viele Zuschauer haben die Fernsehbeiträge über den Amoklauf in München kritisiert. Die im Portal www.programmbeschwerde.de geäußerten Vorwürfe hätten sich sowohl auf die Inhalte als auch die Art und Weise der Berichterstattung bezogen, teilten die Landesmedienanstalten am Dienstag mit. Betroffen seien private und öffentlich-rechtliche Programme gleichermaßen.

  8. Wirklich nur „widerlich“? Der schwierige Umgang mit Opfer- und Täterfotos nach Amokläufen

    Die Bild am Sonntag zeigte Bilder der Opfer des Amoklaufs von München und erntete im Social Web teils harsche Kritik und Beschwerden beim Presserat. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung verzichtete auf Namensnennungen und Fotos. Bei der Frage, wie mit Opfer- und Täterbildern umzugehen ist, ist aber auch der Presserat mit seinen Empfehlungen nicht eindeutig. Annäherung an ein heikles Thema.

  9. Soziale Medien als Waffe: „München“ als Matrix für die Attentäter und Amokläufer der Zukunft

    Udo Röbel war Chefredakteur der Bild-Zeitung und berät aktuell die Hauptstadt-Redaktion der Verlagsgruppe Madsack. Nach dem Amoklauf von München hat sich Röbel bei Facebook Gedanken zu den vielfach übersteigerten Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit gemacht. Stichwort: Hyperreagibilität. MEEDIA dokumentiert Udo Röbels Text als Gastbeitrag.