1. "Erhebliche Qualitätsprobleme": Amazon nimmt AfD-Wahlprogramm als E-Book aus dem Sortiment

    Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihr Parteiprogramm bei Amazon zum Verkauf angeboten. Seit Dienstag konnten Interessenten das „Programm für Deutschland“ gegen Geld als E-Book für Kindle herunterladen. Doch bereits am Donnerstag war das Angebot nicht mehr verfügbar: Amazon hat das Wahlprogramm aufgrund „erheblicher Qualitätsprobleme“ aus dem Sortiment genommen.

  2. Neue Wochenzeitung für AfD-Wähler: Ex-Bild-Chef Peter Bartels schreibt für geplanten „Deutschland-Kurier“

    Kurz vor der Bundestagswahl im September 2017 plant die Alternative für Deutschland (AfD) offenbar eine eigene Wochenzeitung. Das Blatt soll Deutschland-Kurier heißen und eine Art Bild-Zeitung für AfD-Wähler werden. Der ehemalige Chefredakteur der Bild, Peter Bartels, wird bei der neuen Zeitung eine tragende Rolle spielen.

  3. Streit um „Nazi-Schlampe“-Äußerung: AfD-Spitzenfrau Alice Weidel zieht Klage gegen „extra 3“ zurück

    Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD, stellt ihre juristischen Aktivitäten gegen die Macher von „extra 3“ ein. Die Politikerin hatte zuletzt Beschwerde gegen eine Entscheidung des Landgerichts Hamburg eingelegt, das der Satire-Sendung gestattet hatte, Weidel im satirischen Kontext als „Nazi-Schlampe“ zu bezeichnen. Das Gericht erkannte den satirischen Rahmen und sah die Bezeichnung von der Meinungsfreiheit gedeckt.

  4. „Sophie Scholl würde AfD wählen“: Scharfe Kritik an AfD-Werbung mit Nazi-Opfern bei Facebook

    „Sophie Scholl würde AfD wählen“ – mit diesem Slogan hat der AfD-Kreisverband Nürnberg Süd/Schwabach am Wochenende auf seiner Facebook-Seite geworben. Und heftige Kritik ausgelöst, sogar aus den eigenen Reihen: Die vom Hitler-Regime ermordete Studentin steht wie keine zweite für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus – der Werbetext vermittelt allerdings einen gänzlich anderen Eindruck.

  5. „Öffentlich-rechtliche Medien wichtiger denn je“: ARD-Vorsitzende Karola Wille kontert AfD-Attacken

    Es ist ein tiefgreifender Veränderungsprozess: In den kommenden Jahren sieht ARD-Vorsitzende Karola Wille angesichts des digitalen Wandels und der Sparzwänge einen Reformbedarf bei Angeboten und Strukturen. Und dann sind da ja noch die Lügenpresse-Vorwürfe. Im dpa-Interview spricht sie über Reformbedarf der Sendeanstalten, über den Kampf um die Glaubwürdigkeit der ARD und über das Thema Geld.

  6. „Funk diffamiert das bürgerliche Lager auf abscheuliche Weise“: AfD greift Jugendangebot von ARD und ZDF an – und will beim Programm mitreden

    Die AfD hat das Jugendangebot von ARD und ZDF, Funk, zum Thema einer Aussprache im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz gemacht. „Funk.net diffamiert das bürgerliche Lager auf abscheuliche Weise“, kritisierte Joachim Paul, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz. Und fordert vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „Wir wollen an der Vielfalt teilhaben.“

  7. Petry spricht von einem „Wunder“: „Tagesschau“ nennt die AfD nicht mehr „rechtspopulistisch“

    Die „Tagesschau“ will ihre Berichterstattung über die Alternative für Deutschland (AfD) wertfreier gestalten und sich abgewöhnen, die Partei als „rechtspopulistisch“ zu bezeichnen. Das erklärte der ARD aktuell-Chef Dr. Kai Gniffke auf dem Evangelischen Medienkongress in Hamburg. Die Partei begrüßte die Entscheidung: Sprecherin Frauke Petry sprach sogar von einem „Wunder“.

  8. Nach Gerichtsstreit: Höcke zeigt keinen Hitlergruß – aber taz darf Foto mit erhobener Hand weiterhin abbilden

    Bereits im Juni einigten sich Björn Höcke und die taz, dass es sich auf einem Foto des Thüringer AfD-Landtagsabgeordneten um keinen Hitlergruß handelt – und die Zeitung die Überschrift „Hitlergruß im christlichen Abendland“ entfernen muss. Für Höcke nicht genug: Der Politiker wollte auch das Bild ohne diesen Titel und weitere Äußerungen im Artikel verbieten lassen. Das Thüriger OLG hat nun entschieden: Die taz darf das Bild weiterhin abbilden.

  9. AfD muss Wahlspot entfernen – weil Musik einer Pariser Band ohne Erlaubnis benutzt wurde

    Da hat die Alternative für Deutschland (AfD) mal wieder einen Bock geschossen: Mitten im Berlin-Wahlkampf musste AfD-Landeschef Georg Pazderski den Wahlkampfspot „Politik mit Durchblick“ aus dem Netz entfernen lassen. Grund: Der Clip wurde mit dem Song „Lone Digger“ von Caravan Palace untermalt – allerdings ohne Erlaubnis der Pariser Band.

  10. Nach Rauswurf bei Springer: Ex-Welt-Redakteur Günther Lachmann arbeitet jetzt für AfD-Mann Björn Höcke

    Günther Lachmann berichtete für die Welt über die AfD und machte der Partei gleichzeitig Beratungsangebote. Als sein Treiben aufflog und sich der Journalist zudem in Widersprüche verstrickte, zog Chefredakteur Stefan Aust die Reißleine, um Schaden von der Tageszeitung abzuwenden. Nun hat Lachmann einen neuen Job: Seit heute ist er im Thüringer Landtag für die „strategische Kommunikation“ der AfD tätig, wie Fraktionschef Björn Höcke bekannt gab.