Neueste Beiträge
  1. Streit um „elektronische Presse“

    An diesem Donnerstag beraten die Ministerpräsidenten der Länder über die anstehenden Änderungen am Rundfunkstaatsvertrag. Der Zank im Vorfeld ist gewaltig. ARD und ZDF wollen möglichst umfassend auch online berichten dürfen. Privatwirtschaftliche Verleger fürchten, dass die Öffentlich-Rechtlichen mit ihren Gebühren-Millionen das Zukunftsgeschäft besetzen. Gestritten wird über Definitionen und Formulierungen bis ins Detail. Kleinste Änderungen können eine große Wirkung entfalten.

  2. Russen kaufen deutsches Fernsehen

    Die internationale TV-Gesellschaft Mini Movie mit Sitz in Luxemburg hat den deutschen Free-TV-Kanal Das Vierte gekauft. Hinter Mini Movie steht der russische TV-Magnat Dmitri Lesnevski. Der hat mit Ren TV schon den größten unabhängigen TV-Sender Russlands gegründet, an dem auch die RTL Group beteiligt ist. Bisher gehörte Das Vierte zu NBC Universal. Die Amerikaner wollen sich im Ausland nach eigenen Angaben künftig stärker auf das Geschäft mit Bezahlfernsehen konzentrieren.

  3. CDU sägt am Stuhl von Anne Will

    Der Berliner CDU-Oppositionschef Friedbert Pflüger hat in „Bild“ gefordert, den ARD-Polittalk „Anne Will“ abzusetzen. „Die Sendung ‚Anne Will‘ zeichnet sich immer mehr durch Un- und Halbwahrheiten und bewusste Verzerrung von Sachverhalten aus“, so Pflüger. Er kritisiert konkret die Sendung von vergangenem Sonntag mit dem Linken-Chef Oskar Lafontaine. Immer wieder wird „Anne Will“ kritisiert. Nach der Sommerpause wollen die ARD-Intendanten über ihre Talk-Formate beraten.

  4. Springer im Krieg gegen sich selbst

    Die polnische Boulevardzeitung „Fakt“ ist mit einer Auflage von ca. 500.000 Exemplaren die größte Zeitung Polen. Die Zeitung hat den deutschen Star Michael Ballack in einer Fotomontage eine Pickelhaube aufgesetzt, darüber wurde der polnische Trainer Leo Beenhakker mit Schwert in der Hand montiert. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Polen gehen auf Ballack“ los, empörte sich „Bild“. Der Witz dabei: Die beteiligten Blätter „Fakt“ und „Bild“ gehören beide zu Springer.

  5. Die Rabatt-Tricks der großen Verlage

    Wie werden Zeitschriftenabos hierzulande eigentlich an Mann und Frau gebracht? Laut dem Verband Deutscher Zeitschriften- verleger treffen Käufer von Magazinen „einen aktiven Kaufentscheid und lesen oder genießen anstatt sich passiv berieseln zu lassen.“ Oft muss man sich aber gar nicht zum Kauf entscheiden. Dank Prämien und Sonderaktionen lassen sich viele Magazine mit massiven Rabatten oder gratis beziehen. Ein Streifzug durch die abseitigen Ecken des Zeitschriften-Vertriebs.

  6. „Spiegel“ plant einestages als Magazin

    Manchmal geht es auch anders herum. Wie Meedia bereits gemeldet hat, plant der Spiegel-Verlag ein Zeitschriften-Projekt zu seiner Geschichts-Community einestages.de. Das wurde im Rahmen der Veranstaltung Hamburger Mediendialog bekannt. Laut der Marketing-Fachzeitschrift „Horizont“ könnte das Projekt unter dem Namen „einestages“ oder unter dem Namen „Memories“ auf den Markt kommen. Die Rechte an diesem Titel hat sich der Spiegel Verlag bereits im Jahr 2006 schützen lassen.

  7. Springer baut Online-Geschäft weiter aus

    Für das 1. Quartal des Jahres hat Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner ein durchmischtes Ergebnis verkündet. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 641,7 Mio. Euro. Das liegt aber daran, dass die Einkäufe zanox.de und auFeminin.com erstmals in der Bilanz auftauchen. Das operative Ergebnis sank dagegen von 106,1 auf 78,7 Mio. Euro. Schuld seien der Umzug von „Bild“ nach Berlin und Währungseffekte. Während die Rendite bei den Zeitungen sinkt, wächst der Konzern im Ausland und im Internet.

  8. Dohle beerbt Olson bei Random House

    Jetzt ist die News offiziell: Der bisherige arvato-Vorstand Markus Dohle beerbt Peter Olson als Chef der Bertelsmann-Buchsparte Random House in New York. Gleichzeitig wurde Richard Sarnoff zum neuen Co-Chairman der US-Holding ernannt. Die Top-Personalie Dohle trägt die Handschrift von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski. Der hatte Dohle 2006 in den arvato Vorstand geholt. Der bodenständige Ostrowski und der markige Mr. Olson sollen nicht gut miteinander gekonnt haben.

  9. G+J stellt Strafanzeige wegen Telekomgate

    Der Verlag Gruner + Jahr hat in der Telekom-Spitzelaffäre Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Das hat die Geschäftsführerin der G+J Wirtschaftspresse, Ingrid Haas. gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ bestätigt. In der Spitzelaffäre sollen zwei G+J-Journalisten von der Telekom ausgespäht worden sein. Auch die Verlagsgruppe Handelsblatt hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch, Bruch des Fernmeldegeheimnisses und Verstoß gegen den Datenschutz gestellt.

  10. Apple präsentiert Volks-iPhone

    Die Erwartungen sind gigantisch. Am Montag ab 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit sind alle schlauer. Dann tritt Apple-Guru Steve „his Steveness“ Jobs auf die Bühne des Moscone Center in San Francisco und stellt das neue iPhone vor. Alles andere wäre eine Enttäuschung und würde den Aktienkurs des Unternehmens in den Keller schicken. UMTS und GPS und Videotelefonie soll das neue iPhone können. Und billiger soll es auch werden. Damit will Jobs aus dem Elite-Telefon ein Massenprodukt machen.