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  1. Zweitschlechtester „Focus“ aller Zeiten

    Schon wieder eine Hiobsbotschaft für den „Focus“: Nach der Diskussion um die Quartals-Auflage des Magazins, die sich vor allem wegen Probeabos nach oben entwickelt hatte, gibt es nun neuen Ärger. Ausgabe 25/2008, dessen Heftauflage am Dienstag veröffentlicht wurde, war die zweit-erfolgloseste aller Zeiten. Nur ein „Focus“ aus dem Jahr 2006 hat sich im Einzelverkauf noch schlechter verkauft. Mit dem Titelthema „ABI – und jetzt?“ ging der „Focus“ nur 96.749 mal über den Ladentresen.

  2. „Berliner Zeitung“ verliert 15.000 Abos

    Die umstrittene Unternehmenspolitik und der Wirbel in den Medien zeigen nun auch ihre Wirkung in der Leserschaft: Ausgerechnet die „Berliner Zeitung“ ist der größte Verlierer bei den IVW-Auflagen der Tageszeitungen. So gingen innerhalb eines Jahres 14.975 Abonnenten verloren – ein heftiges Minus von 11,4%. Hinzu kommt ein Schwund beim Kioskverkauf von 1.050 Exemplaren oder 5,3%. Auch dem Rest der Branche geht es nicht gut: Der Auflagen-Verlust der Tageszeitungen liegt bei rund 2,2%.

  3. Erbitterter Kampf um den Nachrichtenthron

    Während ARD und ZDF das Nachrichtengeschäft im Gesamtpublikum noch dominieren und lediglich Peter Kloeppels „RTL aktuell“ Gefahr bringt, bröckeln die Zuschauerzahlen der Öffentlich-Rechtlichen bei den 14- bis 49-Jährigen ungebremst. In der Nachrichten-Top-Ten des jungen Publikums finden sich schon sechs Formate aus dem Privat-TV, die „RTL II News“ sind mittlerweile populärer als die „Tagesthemen“. Ganz bitter sieht es in allen Zuschauergruppen für das „Nachtmagazin“ aus.

  4. „Bild“ und „BamS“ verlieren deutlich

    Die Krise der Zeitungsbranche setzt sich fort: Im ersten Quartal 2008 kauften die Deutschen 25,90 Mio. Zeitungen pro Exemplar – fast 2% weniger als im Jahr zuvor. Während die überregionalen Zeitungen sogar leicht zulegen konnte, verloren vor allem die Kaufzeitungen und die Sonntagszeitungen – und hier insbesondere „Bild“ und „Bild am Sonntag“. Beide bleiben zwar klarer Marktführer in ihrem Segment, verkauften sich aber um 3,5% bzw. 4,3% schlechter als im ersten Quartal 2007.

  5. „Welt Online“ neue Nummer 3

    Während der große „Welt Onlne“-Aufschwung in der IVW schon gestoppt ist, legt die Axel-Springer-Website bei der AGOF noch einmal zu. Mit einem Plus von 33,2% auf 3,37 Mio. Unique User eroberte sich das Angebot Rang 3 im Segment und überholte dabei „Focus Online“ und „stern.de“. An der Spitze bleiben einsam „Spiegel Online“ (5,13 Mio.) und „Bild.de“ (4,46 Mio.), die ebenfalls beide neue Unique-User-Rekorde aufstellten. Verlierer des Quartals ist „stern.de“.

  6. Programmzeitschriften im Tief

    Die Publikumszeitschriften müssen weiterhin mit einem Minus im Anzeigenmarkt leben. Nach den aktuellen ZAS-Zahlen des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger druckten die rund 450 gemeldeten Titel im ersten Halbjahr 2008 4,4% weniger Anzeigen. Aus 103.497 Anzeigenseiten wurden 98.966. Der größte Verlierer ist dabei das Segment der Programmzeitschriften: Fast 12% der Anzeigen aus dem Vorjahr gingen den TV-Magazinen verloren.

  7. Games-Magazine: Eine Branche stirbt

    Die aktuellen IVW-Zahlen zeigen es erneut: Kein anderes Publikumszeitschriften-Segment leidet so stark unter der riesigen Internet-Konkurrenz wie die Magazine für Computer- und Videospiele. Auflagenverluste von 15 – 20% sind der Normalzustand, Bauers „Bravo Screenfun“ verlor sogar dramatische 60,5%. Ist das Games-Genre das erste Print-Segment, dessen Publikum komplett in die elektronischen Medien abwandert? MEEDIA hat sich die Zahlen der Branche genau angeschaut.

  8. Krisenstimmung bei den Frauen-Weeklies

    Ein weiteres dramatisches Quartal für die wöchentlichen Frauenzeitschriften: Über 900.000 Hefte weniger verkauften die 34 von der IVW gemessenen Zeitschriften – ein heftiges Minus von 7,7%. Größte Verlierer: Bauers „Alles für die Frau“ mit einem Verlust von 32,2%, Springers „Frau von heute“ (-25,1%) und Burdas „neue woche“ (-17,1%). Größte Gewinner des Quartals: Interviewmagazin „Galore“ mit einem Plus von 129,1%, „LandLust“ mit einem Zuwachs von 85,1% und „auto tests“ (+64,9%).

  9. AWA: Dramatische Reichweitenverluste

    Mit einem deutlichen Minus bei den Leserzahlen müssen Deutschlands Publikumszeitschriften und Tageszeitungen derzeit leben. Laut der aktuellen Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse ging die Reichweite der ausgewiesenen Titel um satte 3,8% zurück, 173 Titel verloren, nur 83 gewannen Reichweite hinzu. Zulegen konnten nur die Segmente der Sportzeitschriften und Esszeitschriften, größter Sieger ist dabei der anscheinend vom Fußball-EM-Jahr beflügelte „kicker“.

  10. Fritzl, Hitler, Jesus und China

    Ein Blick auf die Zahlen des Meedia-Cover-Check-Tools bestätigt viele Klischees: „Der Spiegel“ verkauft auch 2008 noch die meisten Hefte am Kiosk mit Adolf-Hitler- und Jesus-Titelbildern, der „stern“ punktet mit seinen Serien zu Themen wie „China – Die unheimliche Weltmacht“ und „Wege aus der Sucht“, sowie den spektakulären Verbrechen des Josef Fritzl, der „Focus“ hat Erfolg mit Service-Themen zum Unterhaltsrecht und einem Wissens-Trainer inklusive DVD-Beilage.