Anzeige

Greenwashing

Verbraucherzentrale fordert Verbot von Werbung mit „Klimaneutralität“

Der VZBV fordert eine stärkere Regulierung umweltbezogener Werbeaussagen - Foto: Imago

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert von der EU ein Verbot von Werbung mit Klimaneutralität. Dies sei eine Form von Greenwashing und berge die Gefahr der Verbrauchertäuschung.

Anzeige

„Ob eine angeblich klimaneutrale WM in der Wüste oder das CO2-neutrale Heizöl: Immer wieder wollen Organisationen und Unternehmen mir ihrer Werbung den falschen Eindruck erwecken, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung dem Klima nicht schadet“, sagt sagt Ramona Pop, Vorständin des VZBV. „Tatsächlich entstehen in der Produktion aber grundsätzlich klimaschädliche Emissionen“.

Der VZBV prangert an, dass Unternehmen „mit dem Unwissen von Verbraucher:innen über den Zusammenhang von ‚Klimaneutralität‘ mit CO2-Kompensationsmaßnahmen und deren Wirksamkeit“ spielen würden. Das Problem: Der Handel mit freiwilligen Kompensationszertifikaten sei nicht reguliert, die tatsächliche Wirkung von Ausgleichsmaßnahmen daher intransparent.

Auch „angestrebte Klimaneutralität“ laut VZBV Greenwashing

Der Verband fordert daher ein generelles Verbot der Werbung mit „Klimaneutralität“ oder ähnlichen Formulierungen. CO2-neutrale Produktion sei zurzeit schlicht nicht möglich – doch auch Werbung mit „angestrebter Klimaneutralität“ solle nach Ansicht des VZBV verboten werden. Auch diese Form der Werbung rege den Konsum von Gütern an, die tatsächlich nicht umweltschonend produziert würden.

Das Europäische Parlament befasst sich noch in diesem Monat mit der Regulierung umweltbezogener Werbeaussagen.

th

Anzeige