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Nach Diskussion um "One Love"-Binde

Protest bei Fußball-WM: DFB-Elf hält sich Hand vor den Mund

DFB-Elf

Die DFB-Elf bei der Weltmeisterschaft in Katar - Foto: Imago

Die anhaltende Diskussion um die „One Love“-Kapitänsbinde hat dem deutschen Fußball-Verband DFB viel Fan-Unmut eingebracht. Die Nationalelf reagierte mit einer Geste beim obligatorischen Mannschaftsfoto, das jetzt um die Welt geht.

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Die deutschen Nationalspieler hielten sich vor Anpfiff der WM-Partie gegen Japan (1:2 Niederlage) die Hand vor den Mund – und zig Fotografen knipsten die Szene. Auf Twitter und Facebook begründet der DFB die Aktion in einem Post: „Wir wollten mit unserer Kapitänsbinde ein Zeichen setzen für Werte, die wir in der Nationalmannschaft leben: Vielfalt und gegenseitiger Respekt. Gemeinsam mit anderen Nationen laut sein. Es geht dabei nicht um eine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das sollte selbstverständlich sein. Ist es aber leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig. Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht. Das sollte selbstverständlich sein. Ist es aber leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig.“

Dazu veröffentlichte der DFB ein „Beweisfoto“.

Über die Geste bei Mannschaftsfoto wird jetzt munter diskutiert. „Bild“-Chef Johannes Boie findet die „Geste zu klein und missverständlich“, wie er auf Twitter schreibt. Dazu twittert er ein Foto mit der deutschen Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die auf der Ehrentribüne des Stadions eine „One Love“-Binde trägt.

Die Fifa hatte dem DFB untersagt, dass Kapitäns Manuel Neuer diese besondere „One Love“-Binde trägt. Der Weltverband hatte das mit den Ausrüstungsregeln begründet (MEEDIA berichtete).

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