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Verleger-Verband

BDZV besiegelt Vorstands-Regelung

Mathias Döpfner

Mathias Döpfner, Springer-CEO und BDZV-Präsident – Foto: Imago

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat – wie erwartet – seine neue Satzung verabschiedet. Die Delegiertenversammlung, das oberste Beschlussgremium der Organisation, verständigte sich in Berlin darauf, dass der BDZV künftig von einem Vorstand geführt wird.

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Der Vorstand ersetze das bisherige Präsidium, das Mathias Döpfner inne hatte, der nunmehr abtritt. An der Spitze des Vorstands stehen künftig drei Vorsitzende – zwei sind ehrenamtlich tätig, eine(r) kommt aus dem Hauptamt, nämlich der/die Hauptgeschäftsführer/in. Aktuell ist dies Sigrun Albert, die seit April die Berliner Geschäftsstelle leitet (MEEDIA berichtete).

Angesichts der Bedeutung des Themas Medienpolitik würden die beiden ehrenamtlichen Vorstände gemeinsam dafür zuständig sein, so der BDZV. Darüber hinaus kann der Vorstand aus bis zu sechs weiteren Ressort-Vorständen bestehen. Zurzeit ist die jeweilige Zuständigkeit für die Themen Märkte, Journalismus, Trends & Innovation sowie Recht vorgesehen.

„Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Verbandsgeschichte“, so der scheidende BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Der Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE hat das Amt nach insgesamt sechs Jahren niedergelegt.

BDZV verweist auf Leistungsschutzrecht

„Wir leben in stürmischen Zeiten“, warnt Döpfner seine Publisher-Kollegen. Der BDZV betont, in Döpfners Ära habe der Verband ein robustes Leistungsschutzrecht erreicht, mit der „Folge, dass Gatekeeper erstmals überhaupt Zahlungen an Verlage leisten“.

Döpfners Vorgänger im Amt, der Herausgeber der Kölnischen Rundschau Helmut Heinen, würdigte den scheidenden Präsidenten. Dieser habe sich „in sehr hohem Maß mit den Positionen unserer Branche insgesamt identifiziert und unsere Interessen jederzeit überzeugt und überzeugend vertreten“.

„Der BDZV ist mit der Präsidentschaft Döpfner nun der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger“, führte Heinen weiter aus. Das bringe Döpfners Selbstverständnis zum Ausdruck, „dass wir nicht die physische Darreichungsform des bedruckten Papiers als den Wesenskern unserer Arbeit begreifen, sondern den Qualitätsjournalismus, also die für unsere demokratische Gesellschaft so unverzichtbaren Inhalte“.

Die geänderte Satzung muss noch in das Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts Charlottenburg eintragen werden. Auf dieser Basis kann dann ein neuer Vorstand gewählt werden. Bis dahin führt das geschäftsführende Präsidium, bestehend aus drei Vize-Präsidenten, den Verband.

Das sagt der DJV

Der Deutsche Journalisten-Verband äußert sich zum Weggang von Döpfner. Laut DJV-
Bundesvorsitzender Frank Überall sei es überfällig gewesen, dass Döpfner sein Amt zur Verfügung gestellt habe. Von der neuen Verbandsspitze erhoffe er sich „strikte Sachorientierung und nicht neue Skandale oder Skandälchen“.

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