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GWA-Umfrage

Wirtschaftskrise kommt langsam bei Agenturen an

Larissa Pohl

GWA-Präsidentin Larissa Pohl - Foto: Cecil Arp

Deutschlands Agenturen spüren bereits Vorboten der sich ankündigenden Wirtschaftsflaute. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbands GWA unter seinen Mitgliedsagenturen. Danach sind 78 Prozent der befragten Agenturen bereits mit Budgetkürzungen oder Ankündigungen konfrontiert.

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Bemerkenswert an der GWA-Umfrage ist vor allem die Absicht der Agenturen, keine Kosten im Personalbereich sparen zu wollen. Das geben rund 70 Prozent der Agenturen an. Auch bei Aus- und Weiterbildungen soll es keine Kürzungen geben (85 Prozent). Geplant sind vielmehr Einsparungen bei Büro- und Raumkosten (51 Prozent) sowie Energiekosten (49 Prozent). Die Zahlen machen deutlich, dass die Agenturen voll auf ihre Mitarbeitenden setzen.

Larissa Pohl, GWA-Präsidentin, sieht hier aber auch die Kunden der Agenturen in der Mitverantwortung: „Es wird deutlich, dass Agenturen ihre Mitarbeitenden als kostbarstes und zu schützendes Gut betrachten und die Branche ein ‚Markt der Mitarbeitenden‘ ist. Kunden sollten daher ihren Agenturen ermöglichen, diese auch in schwierigen Zeiten zu halten. Das meint auch, Agenturen für ihre Tätigkeit so zu honorieren, dass die Mitarbeitenden attraktiv bezahlt werden können. Sonst verlieren nicht nur Agenturen Know-how und Ressourcen, sondern mittelbar auch die Auftraggeber. Kunden tragen hier daher eine Mitverantwortung für den Erhalt und die Pflege der Agenturlandschaft, auf die sie zurückgreifen.“

Wie zu Beginn der Corona-Pandemie bietet der GWA wieder spezielle Beratungsmöglichkeiten an, um Agenturen durch die aktuell herausfordernde Zeit zu helfen. Dazu gehören Austauschrunden zu besonderen Problemstellungen innerhalb einer Wirtschaftsflaute, Trainings für Mitarbeitende, Ratgeberforen und Vorträge von ausgewählten Expert*innen.

Zur Website des GWA gelangen Sie hier.

svz

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