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Fußball-WM in Katar

Fifa untersagt „One Love“-Kapitänsbinde

"One Love"-Kapitänsbinde

Die deutsche Nationalelf wollte bei der WM eine "One Love"-Kapitänsbinde tragen - Foto: Imago

Der Fußball-Weltverband Fifa hat die „One Love“-Kapitänsbinde bei dem Turnier in Katar verboten und das mit den von allen Teilnehmern anerkannten WM-Regularien begründet. Auch die deutsche Nationalmannschaft wollte damit auflaufen.

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Explizit hob die Fifa in einer Mitteilung den Artikel 13.8.1 der Ausrüstungsregeln hervor: „Für FIFA-Finalwettbewerbe muss der Kapitän jeder Mannschaft eine von der FIFA gestellte Armbinde tragen.“ Die Fifa unterstütze Kampagnen wie „One Love“, aber dies müsse im Rahmen der allen bekannten Regeln erfolgen.

Diese Entscheidung hatte bei vielen Teams für viel Frust gesorgt. Ursprünglich wollte Englands Kapitän Harry Kane am Montag im Chalifa-International-Stadion von Al-Rajjan als erster Spieler bei dem Turnier mit der besonderen Kapitänsbinde auflaufen. Diese Pläne wurden jedoch kurzfristig wieder verworfen. Auch der deutsche Kapitän Manuel Neuer wird die Armbinde beim WM-Auftakt des deutschen Teams am Mittwoch gegen Japan nicht wie geplant tragen.

„One Love“-Binde bei der BBC zu sehen

Ganz schafft es die Fifa allerdings nicht, die Binde zu verbannen. Die ehemalige englische Fußball-Nationalspielerin Alex Scott hat bei einer Live-Übertragung der WM im englischen Fernsehen die „One Love“-Binde getragen. Vor der Begegnung zwischen England und dem Iran am Montag hatte die 38 Jahre alte Expertin, die viele Jahre für England spielte, das umstrittene Stück Stoff im Innenraum des Stadions in Katar an ihrem linken Arm und zeigte es beim TV-Sender BBC in die Kamera. Für diese Aktion am Spielfeldrand unmittelbar vor dem Anpfiff wurde die einstige Abwehrspielerin in den sozialen Medien gefeiert.

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