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RMS-Kampagne

Das Metaverse zum Hören

RMS Metaverse

Die RMS-Kampagne läuft auf den M-Cubes. Das sind digitale Litfaßsäulen im Metaverse - Foto: Screenshot

Seit letzten Freitag läuft eine zweiwöchige Kampagne der Radio Marketing Services (RMS) zum Thema 3D-Audio. Die These: Im Metaverse geht es eigentlich nicht um Virtual oder Augmented Reality sondern um Audio.

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„Hast Du Lust auf das absolute Sounderlebnis in 3D? Oder ein cooles NFT?“ Mit diesen Fragen startet der neue Audiospot der RMS. Das Besondere an diesem Spot der Hamburger ist, dass er weder im Radio stattfindet noch in Podcasts eingefügt wird. Es ist die erste Audio-Kampagne im Metaverse. Sie findet in Decentraland statt. Und wer sich die Mühe macht, den Spot komplett anzuhören, bekommt als Belohnung ein NFT mit einem (virtuellen) T-Shirt, auf dem ein Kopfhörer abgebildet ist.

Der Sinn der Kampagne ist, den Menschen und natürlich den neugierigen Marketern die Leistungsfähigkeit von 3D-Audio näher zu bringen. Das ergibt durchaus Sinn. Nutzer, die im Metaverse unterwegs sind, werden erwartungsgemäß oft Kopfhörer nutzen. Insofern kann 3D-Audio hier seine ganze Leistungsfähigkeit ausspielen, denn es bringt die Atmosphäre ins Metaverse, die angesichts der stellenweise spröden Optik gelegentlich fehlt. Das Vogelgezwitscher von rechts, der Beat aus dem Club von links und der Voice-Chat mit dem Avatar gegenüber.

„Die Kampagne soll die Emotionalität und den Erlebnischarakter des Mediums hervorheben“, meint Katharina Zeschke, Leiterin Business Development RMS. Den direkten Zugang gibt es hier. Er funktioniert auch mit einem handelsüblichen Web-Browser.

Die Kampagne läuft in Decentraland. Das ist eine virtuelle 3D-Welt, die auf Basis von „Parzellen“ funktioniert. User haben die Möglichkeit gegen Echtgeld Grundstücke (Parzellen) zu kaufen und sich dort kreativ auszuleben. Dort können virtuelle Stores, Häuser oder sogar Radiostationen errichtet werden, die wiederum von anderen Usern oder Gast-Usern besucht werden können. Die Anzahl der Parzellen ist limitiert, was sie zu einer Art Sammlerstück macht.

Die Werbebanner inklusive Audio sind auf unterschiedlichen Parzellen platziert und können von allen besucht werden. Allerdings wäre die Landeseite der Kampagne noch zu optimieren: Wer die im Werbemittel verlinkte URL öffnet, landet auf der generischen RMS-Homepage und wird mit „Buchen Sie schnell und unkompliziert Radiowerbung“ begrüßt.

Realisiert hat das Projekt die Düsseldorfer Agentur 42Meta. Die Agentur wurde im Januar 2022 von den Programmatic-Spezialisten von 42Ads gegründet. Sebastian Thelen, der Geschäftsführer der 42Ads GmbH, meinte damals im MEEDIA-Interview: „In zwei bis drei Jahren wird jeder mit einer AR-Brille durch die Einkaufspassage gehen können. Und in dem Moment, wo er oder sie in ein Schaufenster blickt, wird automatisiert eine personalisierte Anzeige ausgespielt: ‚Hosen in deiner Größe verfügbar und jetzt 20 Prozent günstiger – schau doch mal rein’.“


Lesen Sie, was hinter der Gründung von 42Meta steckt, der ersten Agentur für Programmatic Advertising im Metaverse.


42Meta wird von Stefan Doll und Jan Schwark geleitet. Doll hat bereits 24 Jahre Agenturerfahrung auf dem Buckel. Das Meiste davon in Media-Agenturen. Schwark bringt den „Unterhaltungs-Touch“ in die Runde. Er war unter anderem Geschäftsführer bei Sport1, verbrachte 10 Jahre in der Kirch-Gruppe, drei Jahre bei Constantin Medien und sieben Jahre bei ProSiebenSat.1.

42Meta hat auf Decentraland inzwischen eine eigene Infrastruktur aufgebaut. Die eigenen M-Cubes sind digitale Litfaßsäulen, die man für Kampagnen programmatisch buchen, aber die man gegen kleines Entgelt auch auf seinem eigenen Grundstück aufstellen kann.

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