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ProSiebenSat.1

Berlusconis MFE erhöht Anteil an P7S1 auf knapp 30 Prozent

Silvio Berlusconi

Silvio Berlusconi - Foto: Imago

Der TV-Konzern Media for Europe (MFE) des italienischen Politikers Silvio Berlusconi hat seine Anteile an ProSiebenSat.1 Media weiter erhöht und hält nun 29 Prozent. Damit liegen die Anteile knapp unterhalb der Schwelle von 30 Prozent, ab der ein Übernahmeangebot an Aktionäre erfolgen muss.

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Die Stimmrechte liegen dabei sogar bei 29,9 Prozent, wobei 22,72 Prozent auf tatsächliche Stimmrechten entfallen und 6,29 Prozent über Instrumente, also etwa Derivate, erreicht werden. Vorher hatte MFE  25,01 Prozent an der Senderkette, davon 24,26 Prozent direkt, den Rest über Derivate.

Die Aufstockung befeuert die schon lange andauernden Spekulationen, dass MFE ProSiebenSat.1 ganz übernehmen könnte. Erst vor kurzem wurde der Vorstandschef bei P7S1 ausgewechselt. Rainer Beaujean, ein ausgewiesener Gegner einer Übernahme durch MFE, musste gehen, der TV-Manager Bert Habets wechselte vom Aufsichtsrat auf den CEO-Posten. Wie sich Habets zu dem Berlusconi-Engagement positioniert, ist nicht klar.


Lesen Sie hier Hintergründe über Berlusconis MFE (+)

Der Zeitpunkt für Zukäufe bei P7S1 ist günstig, denn der Aktienkurs ist im Keller. Die Aktie von P7S1 hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als die Hälfte verloren und steht aktuell bei 7,02 Euro. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel indes von 6,90 auf 6,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Verkaufen“ belassen. Nach der jüngsten Gewinnwarnung des Medienkonzerns habe sie ihre Ergebnisprognosen (EPS) für die Jahre 2022 und 2023 um 20 beziehungsweise 14 Prozent reduziert, schrieb Analystin Lisa Yang in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Expertin schraubte auch ihre Umsatz- und Ebitda-Schätzungen nach unten.

Mit Material von DPA

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