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Nach Übernahme durch Elon Musk

General Motors wirbt nicht mehr auf Twitter

General Motors stoppt Werbung auf Twitter - nach der Übernahme durch Elon Musk. Foto: Imago / NurPhoto

Nachdem der Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter gekauft hat, stoppte der US-Autobauer General Motors seine Werbekampagnen auf Twitter vorübergehend. Grund sei unter anderem, dass GM Konkurrent von Tesla ist.

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Laut General Motors (GM) handele es sich bei dem Schritt des Werbestopps um ein ganz normales Prozedere. „Wir arbeiten mit Twitter zusammen, um die Richtung der Plattform unter dem neuen Eigentümer zu verstehen. Wie es der normale Geschäftsverlauf bei einer bedeutenden Veränderung einer Medienplattform ist, haben wir unsere bezahlte Werbung vorübergehend pausiert“, sagt GM. Die Kundenbetreuung auf Twitter solle allerdings fortgesetzt werden.

GM steht in Konkurrenz zum Elektroauto-Pionier Tesla, der von Musk geführt wird. Der Multimilliardär hatte Twitter am Freitag für 44 Milliarden Dollar gekauft und sogleich ranghohe Führungskräfte, wie den Firmenchef Parag Agrawal und den Finanzchef Ned Segal, entlassen (MEEDIA berichtete). Einem Bericht von Bloomberg zufolge will Musk zunächst selbst Chef von Twitter sein.

„Der Vogel ist befreit“, schrieb Musk nach der Übernahme mit Blick auf das Twitter-Logo. Er hatte der Online-Plattform in der Vergangenheit die Einschränkung von Meinungsfreiheit vorgeworfen. Kritiker befürchten, dass Musk die Moderation von Inhalten im Kampf gegen Hassrede, Online-Mobbing und die Verbreitung von Desinformation zurückfahren könnte.

Bob Hoffman, US-Werbeblogger und Autor von „Adscam“ sieht die Gefahr, dass sich künftig noch mehr Werbetreibende von Twitter zurückziehen, sollte Musk die Plattform für Lügen, Hass und Fehlinformationen öffnen. Unternehmen seien vorsichtiger denn je, wenn es um ihre Markensicherheit geht. Die Unwissenheit über Musk könne noch mehr Werbetreibende in die Flucht schlagen.

svz

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