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Steuerfreie Sonderzahlung

Bertelsmann zahlt bis zu 3.000 Euro Inflationsausgleich

Der Konzernsitz in Gütersloh: Bertelsmann zahlt Inflationsausgleich

Der Konzernsitz in Gütersloh: Bertelsmann zahlt seinen Beschäftigten Inflationsausgleich. – Foto: Imago

Bertelsmann hat seinen Beschäftigen über das eigene Intranet mitgeteilt, einen Inflationsausgleich zu zahlen, wie Bertelsmann gegenüber MEEDIA bestätigt. Die Summe beläuft sich auf bis zu 3.000 Euro und ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.

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Der Konzern aus Gütersloh greift auf das Entlastungspaket der Bundesregierung zurück und zahlt seinen Mitarbeitenden bis zu 3.000 Euro steuer- und versicherungsfreien Inflationsausgleich. Nach eigenen Angaben schütte das Unternehmen dafür insgesamt einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“ aus. Brutto-Fix Gehälter bis 75.000 Euro sollen die 3.000 Euro erhalten – 1.500 Euro im November oder Dezember diesen Jahres, 1.500 Euro im März 2023. Höhere Einkommen erhielten jeweils 1.000 Euro. Laut Mitteilung erhielten „in der Regel“ alle Mitarbeitenden in Deutschland, bei denen Bertelsmann Mehrheitsgesellschafter ist, Sonderzahlungen für die Jahre 2022 und 2023.
CEO Thomas Rabe sagt zu der der Auszahlung der Inflationsprämie: „Steuer- und sozialversicherungsfreie Einmalzahlungen sind ein sehr effizientes Mittel, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen. Die Inflation und vor allem die steigenden Energiekosten haben nicht nur Auswirkungen auf unsere Geschäfte, sondern auf jeden Einzelnen.“

Bertelsmann folge damit nach eigenen Worten auch dem Wunsch der Konzernbetriebsräte, „die in den Sonderzahlungen einen konkreten Ausdruck der Solidarität und Partnerschaft bei Bertelsmann über die Grenzen von Firmen und Bereichen hinweg sehen“.

Wer ist ausgenommen?

Laut Mitteilung von Bertelsmann gibt es auch Ausnahmen für die Sonderzahlungen. „Divisionale Geschäftsführungen oder Geschäftsführungen von Solution Groups sind von den Prämienzahlungen ausgenommen“, teilt der Konzern mit. Einzelheiten ergäben sich aus den Vereinbarung mit den Konzernbetriebsräten.

Das steckt hinter der Inlaftionsprämie der Bundesregierung

Die Inflationsausgleichsprämie ist Teil des dritten Entlastungspakets, das am 3. September 2022 beschlossen wurde. Seit dem 26. Oktober 2022 können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einen Betrag bis zu 3.000 Euro gewähren, der nicht als eine Summe, sondern in Teilen ausgezahlt werden kann, wie auf den Seiten der Bundesregierung nachzulesen ist. Diese Regelung ist bis 31. Dezember 2024 befristet.

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