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Fragebogen

Strategisch spontan sein

Eike Leonhardt

Eike Leonhardt - Foto: privat

Was tun Branchenpersönlichkeiten eigentlich nach Feierabend? Wofür geben sie gerne Geld aus und sind sie für Netflix oder doch für Fitness? Wir haben bei Eike Leonhardt nachgefragt. Er ist Chief Strategy Officer bei der PIA Group..

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Wie lange brauchen Sie vom Büro nach Hause?

Ich habe Glück – es sind zehn Minuten zu Fuß durch einen Park.

Was tun Sie auf dem Heimweg?

Musik hören und nachdenken.

Was ist für Ihre Work-Life-Balance unersetzlich?

Meine Freundin tut wirklich viel dafür, dass ich aus meiner Blase komme, gerade wenn es sehr hektisch oder stressig ist. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar. Und unsere Bulldogge übernimmt den Rest. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass ich beide Welten eigentlich nie so richtig unterschieden habe. Ich beschäftige mich beruflich zu 95 Prozent mit Sachen, die mich auch privat interessieren, ich glaube anders würde es auch gar nicht gehen. Ich habe einfach das Glück, dass es heute einen Markt für Geeks gibt.

Eike Leonhardt hat einen Roundtrip durch die deutsche Agenturlandschaft hinter sich. Nach der ersten eigenen Gründung heuerte er bei der Omnicon an, wo er unter anderem von Dubai aus tätig war. 2017 wechselte er zu SinnerSchrader und machte die Integration in Accenture Interactive mit. Seit 2021 entwickelt er die Strategie der PIA Group weiter. Nebenher betreibt er gleich zwei NonProfit-Startups, die den Einsatz von Technologie für Menschenrechte fördern sollen. 

Und für wen sind Sie unersetzlich?

Ich glaube, wer sich für unersetzlich hält, ist relativ weit auf dem narzisstischen Spektrum, aber ich würde mich freuen, wenn das manchmal meine Freundin und mein Hund so sehen können. 😉

Wann waren Sie das letzte Mal richtig spontan?

Ich bin Stratege…

Und was bremst Sie leider immer wieder aus?

Nichts, außer soziale Konventionen und das für andere vermutlich auch nicht immer „leider“.

Wohin träumen Sie sich in die Ferne?

Nirgendwo, ich kann ja überall hin.

Haben Sie einen guten Film- oder Serien-Tipp für uns?

„The Midnight Gospel“, Netflix.

Ihr Lieblingsbuch heißt

… momentan „The Design of Everyday Things“ von Don Norman. Irgendwie ein sehr deutsches Buch, obwohl er Amerikaner ist. Er stellt die Frage, warum wir uns kategorisch selbst die Schuld geben, wenn ein Gegenstand schwer zu bedienen ist und nicht der Sache selbst. Richtig gut fand ich auch „Foucault in California“ von Simeon Wade, das hat mir ein guter Freund geschenkt und die Geschichte ist auf vielen Ebenen fantastisch.

Ihr Lieblingsrestaurant heißt…

Ach, da gibt es viele Gute. Aber auch hier habe ich wahnsinniges Glück, dass der Bedarf eigentlich gar nicht groß ist, denn sowohl in meiner als auch der Familie meiner Freundin wird so gut gekocht, dass ich nirgendwo besseres deutsches oder arabisches Essen bekommen würde. Und ich selbst krieg auch das ein oder andere zumindest so gut hin, dass ich mich revangieren kann.

Fankurve oder Theatersaal?

Ganz klar beides, habe in manchen Fällen aber Mühe das eine vom andern zu unterscheiden.

Von der Stange oder nach Maß?

Eindeutig Stange. Wie Rainald Grebe schon sagte: Der Mittelschicht entkommst Du nicht.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Maßanzüge. 😉

Und was gehört zu Ihren Guilty Pleasures?

Wenn man’s ernst nimmt, müsste das eigentlich fast alles sein. Also hab ich selbstverständlich keine.

Der Sinn des Lebens ist:

Ich finde, Terry Pratchett hat es gut beschrieben: „It is often said that before you die your life passes before your eyes. It is in fact true. It’s called living.“

Und irgendwann werden Sie ganz sicher

… arabisch und portugiesisch lernen, meine Musik professionell aufnehmen, eine Weile in Lissabon leben, meinen Bootsführerschein fertig machen aber vor allem mich meinem liebsten Hobby widmen: futurechallenges.org .


Sie lieben auch Maßanzüge von der Stange? Dann Schreiben Sie uns an feierabendmacher@meedia.de.

Alexander Graf, Peer-Arne Böttcher Markus Langer, Kerstin Bock und Carolin Lessoued

Mehr Lust auf Feierabendmacher? Hier finden Sie die privaten Geheimnisse der Macher von Marken,

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