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5 Fragen nach 100 Tagen

Endemol Shine: Das sind die zwei größten Herausforderungen für die Branche

Panagiota Vafea

Panagiota Vafea - Foto: Endemol Shine Germany

Panagiota Vafea ist Executive Director bei Endemol Shine Germany. Nach 100 Tagen im Amt zieht sie bei MEEDIA eine erste Bilanz. Dabei geht es u.a. um etablierte Formate und Innovationsgeist sowie um Herausforderungen für die TV-Branche. Unsere Rubrik: 5 Fragen nach 100 Tagen.

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Bei 5 Fragen nach 100 Tagen stellen wir Persönlichkeiten aus der Branche, die einen neuen Job oder ein neues Amt übernommen haben, Fragen, wie sie sich eingelebt haben, was sie bereits umsetzen konnten und was sie womöglich so nicht erwartet haben. In dieser Ausgabe: Panagiota Vafea, Executive Director bei Endemol Shine Germany. Zuvor verantwortete sie bei ITV Shows als Executive Producerin Formate wie „Dancing on Ice“, „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ und „Grill den Henssler“. Sie war bereits zu Beginn ihrer Karriere bei Endemol Shine tätig.

Wie sind Ihre Eindrücke vom neuen Verantwortungsbereich?

Ich bin zum Glück in der erfreulichen Position aus vollster Überzeugung sagen zu können: mein Eindruck ist durchweg positiv! Auch, wenn es abgedroschen klingt: es ist ein Stück weit wie nach Hause kommen. Ein schönes Zuhause, das sich weiterentwickelt hat, mit vielen alten, aber auch neuen Mitbewohner:innen, mit denen man seinen Joballtag gerne teilt. Ich fühle mich sehr wohl mit der Firmen-Philosophie bei Endemol Shine und genieße die Leidenschaft und Professionalität genauso wie die Zusammenarbeit auf Augenhöhe – auch mit der Geschäftsführung. Ansonsten habe ich in den mittlerweile über zwanzig Jahren einen engen und oft sogar schon freundschaftlichen Draht zu den meisten Sendern aufbauen können und bin dankbar für den jetzt zum Teil sogar noch engeren Austausch mit den Kolleg:innen und das Vertrauen, das sie mir entgegen bringen. Gerade erst komme ich von einem sehr netten und konstruktiven Termin im Hause RTL und merke immer wieder: Ich liebe meinen Job einfach!

Was konnten Sie in den ersten 100 Tagen bereits erfolgreich umsetzen, was gelang nicht?

Ich kenne mittlerweile die Namen der vielen Konferenzräume hier im Büro in Ossendorf, darauf bin ich schon mal stolz wie Holz! Nein, Spaß beiseite. Eine meiner Prioritäten war natürlich ganz klar, mein Team kennenzulernen, möglichst viele persönliche Gespräche zu führen und ein Gefühl füreinander zu bekommen. Bei knapp 80 internen Mitarbeiter:innen ist man da natürlich erstmal ganz gut beschäftigt. Abgesehen davon, dass mir der persönliche Austausch generell am Herzen liegt, ist er natürlich nicht zuletzt auch immens wichtig, um die verschiedenen Persönlichkeiten, Stärken, Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Teammitglieder einschätzen und sie dementsprechend auch auf die Projekte verteilen zu können. Vor allem wenn es wie so oft ganz schnell geht und man innerhalb kürzester Zeit eine reibungslose Produktion zusammenstellen muss, in der die Mitarbeiter:innen dann sofort sehr intensiv zusammenarbeiten müssen. Achtung – nächster abgedroschener Spruch, der aber wahr ist: man ist am Ende nur so gut wie sein Team! Jetzt freue ich mich sehr darauf, mit genau diesem tollen Team unter anderem neue, spannende Formate zu entwickeln und hoffentlich auch auszustrahlen. Was mir in den 100 Tagen noch nicht gelungen ist? Manchmal stehe ich im falschen Konferenzraum und wundere mich, wo alle sind…

An welchen Themen arbeiten Sie momentan?

Mein Aufgabenfeld bewegt sich stark zwischen sehr etablierten Formaten, die ich übernommen habe und die bereits seit langer Zeit erfolgreich im deutschen TV laufen und spannenden neuen Formaten in diversen Entwicklungsstadien. Als gutes Beispiel bietet sich hier natürlich unser Dauerbrenner „Wer wird Millionär?“ an, der nicht nur in der letzten Woche seinen 23. Geburtstag feiern konnte, sondern es auch immer wieder schafft, die eigenen Rekorde zu brechen – zum Beispiel mit der besten Quote seit 2012 mit dem letzten Themenspecial im August (wenn man die Promispecials nicht mitzählt, zu denen wir immer besonders hohe Quoten haben). Da bin ich wirklich dankbar und es ist natürlich gleichzeitig auch ziemlich aufregend, dass ich dieses erfolgreiche und im deutschen TV so fest verankerte Format betreuen darf. Auch mit „Lego Masters“ konnte ich ein sehr tolles Format übernehmen, das momentan ebenfalls erfolgreich performt und einen Riesenspaß macht.

Wie gesagt gehört es aber natürlich auch zu meinen Aufgaben hier, gemeinsam mit meinem Team neue Formate zu entwickeln und da sind auch einige gerade in der Pipeline aber wie das nun mal in unserer Branche so ist, darf ich darüber leider (noch) nichts verraten!

Welche Aufgaben sehen Sie langfristig als Ihre größten Herausforderungen?

Für mich und die gesamte Branche gibt es momentan vor allem zwei sehr große Herausforderungen: Eine davon ist definitiv das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion. Endemol Shine hatte da schon früh eine Vorreiterrolle inne und ich bin auch ziemlich stolz darauf, dass viele meiner Projekte – zum Beispiel „Lego Masters“ und „Wer wird Millionär?“ bereits nachhaltige, grüne Produktionen sind. Das ist natürlich erst der Anfang und es liegt noch ein langer Weg vor uns, bis alle TV-Produktionen „grün“ sind. Die Motivation, das zu schaffen, ist bei Endemol Shine – und bei vielen anderen in der TV-Branche – definitiv vorhanden. Die zweite große Herausforderung ist ganz klar das Thema Fachkräftemangel. Es ist gerade wirklich nicht so einfach, gute Leute zu finden und auf die Produktionen zugeschnittene, passgenaue Teams zusammenzustellen. Darf ich das hier eigentlich für Recruiting nutzen?

Was war Ihre wichtigste neue Erkenntnis?

Eine wichtige Erkenntnis, die zwar nicht wirklich neu ist, sich aber derzeit wieder bestätigt: Gerade in schwierigen Zeiten sehnen sich die Menschen mehr denn je nach positiver Unterhaltung und einer Leichtigkeit, die ihnen eine kleine Flucht aus ihrem Alltag bietet. Das kann gute TV-Unterhaltung bieten und ich bin wirklich sehr happy damit, einen Job zu haben, mit dem ich den Menschen genau das geben kann.


Hier geht es zur Übersicht mit allen Ausgaben der Rubrik „5 Fragen nach 100 Tagen“.

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