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Intendantensitzung

WDR-Intendant Buhrow zahlt jährlich fünfstelligen Betrag an Sender

ARD-Vorsitzender Tom Buhrow - Foto: WDR/Annika Fußwinkel

Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Tom Buhrow, zahlt nach eigenen Angaben jährlich einen hohen fünfstelligen Betrag an seinen öffentlich-rechtlichen ARD-Sender. Das sagte er am Donnerstag in Köln in einem Pressegespräch auf eine Frage rund um seine Bezüge. Der Vertrag sei so zu seinem Start als Senderchef damals zugeschnitten worden, bei den Vorgängern sei das noch anders gewesen.

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Hintergrund der Zahlung ist nach Senderangaben eine spezielle Regelung: Aus dem WDR-Geschäftsbericht 2021 geht hervor, dass Mitglieder der Geschäftsleitung in verschiedenen Aufsichtsgremien von WDR-Beteiligungsgesellschaften vertreten sind. Sofern hierfür Aufwandsentschädigungen, Sitzungsgelder oder Ähnliches gewährt werden, unterliegen diese einer Kappungsgrenze von 6000 Euro pro Person und Jahr.

Die Höhe der Gehälter der ARD-Intendantinnen und -Intendanten wird zurzeit wieder stärker in der Politik in unterschiedlicher Schärfe thematisiert. Es gibt zum Beispiel Forderungen nach Kürzungen oder Deckelungen. Ihr Gehalt bestimmen die Senderchefs nicht selbst, sondern die Sender-Verwaltungsräte als Kontrollgremien. Im ARD-Intendanten-Vergleich verdient Buhrow mit mehr als 400.000 Euro pro Jahr am besten – der WDR ist auch der größte ARD-Sender.

Die Debatte kocht zurzeit auch wegen der RBB-Krise mit Filzvorwürfen gegen die fristlos entlassene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wieder hoch. Es kam ans Licht, dass die 61-Jährige eine kräftige Gehaltserhöhung von 16 Prozent auf 303.000 Euro erhielt. Zudem gab es in dem Sender ein nicht offen gelegtes Boni-System für Führungskräfte.

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