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Laut "Mitteldeutscher Zeitung"

Sachsen-Anhalts Innenministerin Zieschang fordert Gehaltsdeckel für Führungspersonal des MDR

Foto: Imago/Ralph Peters

Als Mitglied des MDR-Rundfunkrats fordert Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) deutlich niedrigere Gehälter für Führungspositionen des öffentlich-rechtlichen Senders. Zieschang will die freie Aushandlung der Vergütung der Direktoren abschaffen.

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„Ich habe die Erwartung, dass mit der Absenkung der Gehälter in Führungspositionen jetzt begonnen wird“, sagte Zieschang der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Gemeint ist damit die Position des Landesfunkhausdirektors, die nach dem Rücktritt der Amtsinhaberin Ines Hoge-Lorenz mit Sandro Viroli nur kommissarisch besetzt ist.

Die Praxis des MDR, das Gehalt der Direktoren frei auszuhandeln anstatt nach dem Tarifvertrag zu richten, will Zieschang beenden. „Das würde bedeuten, dass die neue Funkhauschefin oder der neue Funkhauschef deutlich weniger verdient als die alte“, sagte sie. Langfristig sollten alle Führungsgehälter gedeckelt werden. In laufende Verträge könne man „natürlich nicht eingreifen“, so Zieschang. In der Regel handelt es sich dabei um Fünf-Jahres-Verträge. „Sobald die aber zur Verlängerung anstehen, sollte auch dort nachgezogen werden.“

Nach Angaben des Senders erhielten die Direktoren des MDR im vergangenen Jahr ein durchschnittliches Monatsgehalt von 16.837 Euro.

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