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Online-Audio-Monitor: Podcast-Nutzung wächst nicht mehr

29,1 Prozent der Über-14-Jährigen hören in Deutschland mindestens gelegentlich Podcasts. 2021 waren es noch 29,6 Prozent. Das Wachstum der Nutzerschaft scheint zu einem Stillstand gekommen zu sein.

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Massenweise Erkenntnisse liefert der von einigen Landesmedienanstalten, der RMS und dem Verband Vaunet herausgegebene „Online-Audio-Monitor“ mit seiner neuesten Ausgabe.

Spannend unter anderem: Die Nutzerschaft des Boom-Mediums Podcast wächst nicht mehr. 29,1 Prozent der Personen über 14 Jahren hören hierzulande demnach mindestens gelegentlich einen Podcast oder eine Radiosendung auf Abruf. Vor einem Jahr waren es noch 29,6 Prozent. Das große Plus gegenüber dem Vorjahr, 2020 waren es noch 24,4 Prozent, hat sich damit nicht mehr fortgesetzt. Die Zahl der Heavy User, die täglich oder fast täglich Podcasts konsumieren, liegt mit 5,8 Prozent minimal über dem Vorjahr.

Der Rückgang der Podcast-Nutzerzahlen geht dabei auf das Konto der 14- bis 29-Jährigen. Dort schrumpfte die Gesamtzahl von 51,7 auf 48,7 Prozent. Die Altersgruppe ist damit aber weiterhin die klare Gruppe der Podcast-Junkies. Bei den 30- bis 49-Jährigen hören 36,7 Prozent mindestens gelegentlich Podcasts, bei den Über-50-Jährigen sind es 17,0 Prozent. Hier sind die Zahlen stabiler als bei den 14- bis 29-Jährigen.

Bei den Plattformen, über die Podcasts gehört werden, hat Spotify seinen Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausgebaut. Inzwischen geben 50,2 Prozent der Befragten an, Podcasts und Radiosendungen auf Abruf mindestens einmal pro Monat auf Spotify zu hören. Vor einem Jahr waren es noch 48,5 Prozent. Bei den reinen Audio-Plattformen folgt dahinter Amazon Music mit rückläufigen 20,4 Prozent. Zulegen konnten die Audiothek der ARD und der Deutschlandfunk, die zusammen auf 18,5 Prozent kommen, Websites und Apps anderer Radiosender erreichen 16,5 Prozent der Podcast-Hörerinnen und -Hörer, Apple Podcast 12,5 Prozent.

Auch insgesamt ist die Nutzerschaft für Online-Audio-Inhalte geschrumpft. Aus 70,8 Prozent des Jahres 2020 und 69,5 Prozent des Jahres 2021 wurden nun 69,0 Prozent. Am beliebtesten bleibt dabei das Musikstreaming, das mit 62,9 Prozent noch einmal gewachsen ist. Die größten Verluste verzeichnete das Webradio mit 50,1 statt 53,3 Prozent.

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