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Sportrechte

RTL sichert sich TV-Rechte für NFL und löst ProSiebenSat.1 ab

Ian Book

Der New Orleans Saints Quarterback Ian Book in der NFL - Foto: Imago

Die National Football League (NFL) bekommt im kommenden Jahr in Deutschland eine neue TV-Heimat. Die RTL-Gruppe sicherte sich ein umfangreiches Rechtepaket der amerikanischen Profiliga NFL und löst damit nach mehr als zehn Jahren ProSiebenSat.1 ab.

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Der Vertrag gilt nach Angaben des Kölner Senders von der Saison 2023/24 an für insgesamt fünf Spielzeiten. Die Sendergruppe bietet nach eigenen Angaben rund 80 Live-Übertragungen pro Saison, die auf den frei zu empfangenden Sendern RTL und Nitro sowie auf dem kostenpflichtigen Internetangebot RTL+ zu sehen sein werden. „Ergänzt wird das üppige Sportrechtepaket von umfangreicher Highlight- und Rahmenberichterstattung über alle Plattformen“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. 

„Mit dem Erwerb der NFL-Rechte stärken wir unsere Programme nachhaltig über viele Jahre“, kommentierte RTL-Geschäftsführer Henning Tewes. In der Mitteilung heißt es weiter: „American Football ist nach Fußball die beim 14- bis 49-jährigen Publikum begehrteste Sportart hierzulande.“

Für ProSiebenSat.1 ist das ein schwerer Schlag. Das Medienunternehmen hatte mit American Football in den vergangenen Jahren bei mehreren Sendern große Quoten-Erfolge erzielt und sich ein jugendliches Stammpublikum erarbeitet. Nach dem letzten Super Bowl in der ARD erreichte der zunächst zuständige Sender Sat.1 im Februar 2012 0,87 Millionen Menschen: Die Zuschauerzahlen haben sich danach mehr als verdoppelt.

Durchschnittlich 1,84 Millionen Menschen sahen zuletzt Mitte Februar das Endspiel bei ProSieben. Vor allem bei der aus Werbesicht wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stiegen die Marktanteile der NFL-Übertragungen bei ProSieben und dem Schwestersender ProSiebenMaxx.

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