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German Media & Entertainment Outlook 2022-2026

PWC: Medien und Entertainment erholen sich, einige Branchen leiden weiter

Der German Media and Entertainment Outlook - Screenshot: PWC

Die Wirtschaftsprüfer von PWC haben ihren neuesten „German Media & Entertainment Outlook“ vorgelegt. Mit einem insgesamt beruhigenden Ergebnis, das aber nicht alle Märkte beruhigen dürfte.

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Einmal pro Jahr veröffentlicht ein Team um Werner Ballhaus für die Wirtschaftsprüfer von PWC den „German Entertainment & Media Outlook“. Darin enthalten: eine Bilanz der Umsätze aller Medien- und Entertainmentbranchen, sowie Einschätzungen für die kommenden Jahre.

Für das Jahr 2021 hat PWC einen Gesamtumsatz von 63,52 Milliarden Euro errechnet, den alle ausgewerteten Branchen von Zeitungen und Büchern bis hin zu E-Sport und Virtual Reality umgesetzt haben. Im Vergleich zu 2020 entspricht das einem Plus von 10,7 Prozent und einem neuen Rekordwert. Der Gesamtumsatz vom Vor-Corona-Jahr 2019 von 62,25 Milliarden Euro wurde getoppt.

Das eigentlich positive Ergebnis nach der Pandemie-Delle 2020, als der Gesamtmarkt um 7,8 Prozent auf 57,38 Milliarden Euro absackte, ist allerdings nicht für alle Branchen gleich positiv. Im Gegenteil: Manche Märkte haben sich noch nicht von Corona erholt, werden es womöglich auch nicht mehr tun.

Zeitungs- und Zeitschriftenverlage setzten 2021 laut der PWC-Auswertung beispielsweise 9,35 Milliarden Euro um, mit Vertrieb und Werbung, via Print und digital. Im Vergleich zu 2020 entspricht das nur einem Mini-Plus von 2,1 Prozent, der Markt liegt zudem noch mehr als eine Milliarde Euro unter den Zahlen aus 2019. Laut der PWC-Prognose werden die Vor-Corona-Zahlen auch in den kommenden Jahren nicht mehr erreicht, es geht stattdessen leicht weiter nach unten. Das digitale Erlös-Wachstum kann den Print-Rückgang hier nicht ausgleichen.

Besser sieht es für den Buchmarkt aus. Hier ging es 2020 nicht massiv nach unten, 2021 wuchs insbesondere der Consumer-Buchmarkt sogar auf Rekordwerte. Dennoch geht PWC davon aus, dass diese Rekorde in den kommenden Jahren nicht ganz bestätigt werden können. Ein stetiges Wachstum prognostiziert der „German Media & Entertainment Outlook“ aber für Fachbücher und Fachzeitschriften.

Der Radiowerbemarkt, der während Corona ebenfalls absackte, wächst laut PWC in den kommenden Jahren zwar leicht, wird das Vor-Pandemie-Niveau aber auch nicht mehr so schnell erreichen. Ähnliches gilt für das Kino, das besonders unter der Pandemie litt. Hier wird es noch Jahre dauern, bis die 2019er-Zahlen annähernd wieder erreicht werden.

Schnell erholt hat sich 2021 der TV-Werbemarkt, der 2021 fast schon wieder das 2019er-Niveau erreicht hat. Ein Wachstum ist hier laut PWC allerdings nicht mehr drin, stattdessen aber immerhin Stagnation. Angesichts der rückläufigen Zahlen für das lineare Fernsehen wäre eine solche Stagnation der Werbeumsätze schon als Erfolg zu verbuchen.

Weiter nach oben schießen stattdessen die Umsätze mit Streaming und Online-Werbung. Streamingdienste sind spätestens in der Pandemie-Zeit zum Massenmedium geworden und legen laut PWC in den kommenden Jahren weiter zu. Bei der Online-Werbung hat die mobile Reklame 2021 erstmals die Desktopwerbung überholt und wird den Vorsprung in den kommenden Jahren ausbauen.

Den kompletten German Media & Entertainment Outlook 2022-2026 mit Blicken auf die Branchen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, B2B, Musik, Radio und Podcast, Kino, Fernsehen, Internetvideo, TV-Werbung, Onlinewerbung, Datenkonsum, Videospiele und E-Sport, VR & AR, sowie Außenwerbung finden Sie auf der Website von PWC.

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