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Neue Richtlinie

Google verbietet mehrere Werbeformen für mobile Games und Apps

Das Google Logo auf einer Unternehmenszentrale

Das Google-Logo auf einer Unternehmenszentrale. – Foto: Lars Huebner für Google

Werbung am Start von Spielen oder bei neuen Abschnitten? Ab Ende September schiebt Google App- und Game-Firmen hier einen Riegel vor. Hintergrund sind Vorgaben der Coalition for Better Ads. Die Maßnahme dürfte aber auch präventive Gründe haben.

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In einer neuen Programmrichtlinie vom 27. Juli 2022 geht Google gegen bestimmte Formen von Werbeschaltung in Mobile Games und Apps vor. Ab 30. September 2022 verbietet die Alphabet-Tochter das Einblenden von Werbung auf „unerwartete Arten“. Der Richtlinie nach fallen darunter:

  • Vollbild-Interstitial-Anzeigen aller Formate (Video, GIF, statisch und so weiter), die unerwartet eingeblendet werden, in der Regel wenn der Nutzer etwas anderes tun möchte, sind nicht zulässig.
  • Anzeigen, die während des Spiels zu Beginn eines Levels oder zu Beginn eines Inhaltsabschnitts erscheinen, sind nicht zulässig.
  • Interstitial-Anzeigen mit Videovollbild, die vor dem Ladebildschirm einer App (Startbildschirm) eingeblendet werden, sind nicht zulässig.

Google gibt an, sich damit an den Richtlinien der Coalition for Better Ads zu orientieren, einem Zusammenschluss von Verbraucherverbänden, Publikationen und Internetunternehmen. Mit den Richtlinien ist Google jedoch auch Teil einer Welle an erstärkenden Verbraucherrechten, die in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen hatte. So werden beispielsweise Lootboxen von immer mehr Verbänden und Staaten nicht mehr unter dem Aspekt Glücksspiel, sondern als unlautere Verbraucherrechtspraxis diskutiert (Link führt zur Partnerseite Gamesmarkt).

Richtlinie kommt der Europäischen Union zuvor

Ein Vorstoß gegen aufdringliche und unlautere Werbeeinblendungen könnte Google gegen entsprechende Verfahren von Verbänden, Staaten oder der Europäischen Union wappnen (Link führt zur Partnerseite Gamesmarkt). Auch der wirtschaftliche Aspekt ist nicht zu vernachlässigen: Der Frust unter Verbrauchern über überbordende Werbung wächst, und viele Eltern lassen ihre Kinder keine entsprechend überladenen Apps mehr nutzen. Eine Neuausrichtung hin zu fairerer, subtilerer Werbung könnte die Erfolgsquote der Werbung, die angezeigt wird, am Ende verstärken.

Weiterführende Links:

Hier geht es zur Richtlinie von Google

Hier zu den Richtlinien der Coalition for Better Ads 

Pascal Wagner
Der Beitrag erschien zuerst bei der MEEDIA-Partnerseite Gamesmarkt

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