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Score-Media-Studie

Regionale Tageszeitungen legen bei Paid-Nutzung deutlich zu

Foto: Imago/imagebroker

Die Zahl der Online-Nutzer von Regionalzeitungen in Deutschland, die für Content bezahlen, ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Warum davon auch die Werbebranche profitieren könnte, zeigt eine Studie des Vermarkters Score Media.

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Der Shift hin zur Digitalnutzung setzt sich auch bei Regionalzeitungen weiter fort. Laut der Studie „Zeitungsfacetten 2022“, die der Vermarkter Score Media zum sechsten Mal veröffentlicht, nutzen 64 Prozent der Deutschen mindestens wöchentlich eine regionale Abozeitung. Die Online-Nutzung legte im Vergleich zur vorigen Studie aus 2020 um drei Prozent, der E-Paper-Anteil um ganze 29 Prozent zu – auf 40 bzw. 25 Prozent. Die Printnutzung geht zwar mit minus zehn Prozent deutlich zurück, bleibt aber weiter hoch bei 42 Prozent.

45 Prozent der Online-Nutzer haben laut der Studie ein Paid-Abo ihrer jeweiligen Regionalzeitung. Für die Gesamtheit aller Befragten bedeutet das: 18 Prozent zahlen für ein Online-Abonnement (2020: 12 Prozent). Bei der E-Paper- und Digitalabo-Nutzung dominiert jeweils die Zielgruppe zwischen 22 und 35 Jahren. Die deutliche Mehrheit aller Nutzer begründe ihre Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte der regionalen Tageszeitung mit dem Bewusstsein, dass guter Journalismus auch im Web seinen Preis habe. Fast zwei Drittel der Online-Nutzer geben demnach mehr als zehn Euro monatlich für ihre regionale Tageszeitung aus, 40 Prozent sogar über 20 Euro. Der wichtigste Abogrund bleiben wenig überraschend lokale Nachrichten.

Warum Werbekunden von dem Anstieg profitieren können

Bei den zahlenden Nutzern von regionalen Tageszeitungen liegt die Kontaktzeit deutlich höher als bei Free-Content-Lesern. Die Angebote werden häufiger und länger angesehen. 65 Prozent der zahlenden Abonnenten lesen mindestens 15 Minuten täglich, bei Nicht-Zahlenden sind es nur 43 Prozent.

Und in dieser Zeit schenken Paid-Nutzer auch Werbeinhalten mehr Aufmerksamkeit: In der Studie bekunden sie ein deutlich höheres Interesse als Gratis-Online-Nutzer an Beilagen und Prospekten (60 vs. 47 Prozent), an Kleinanzeigen (59 vs. 45 Prozent) wie auch an Werbeanzeigen örtlicher Unternehmen (52 vs. 34 Prozent).

th

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