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Nannen-Familie vs. NDR

NDR verteidigt Berichterstattung über „Stern“-Gründer Henri Nannen

Henri Nannen im Jahr 1983 – Foto: Imago

Die Nannen-Familie geht gegen zwei Berichte des NDR vor und hat dafür den bekannten Medienanwalt Christian Schertz engagiert. Die Macher des Formats „STRG_F“ wehren sich allerdings, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

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Laut der „FAZ“ will der Sender die von Christian Schertz gewünschten Anpassungen an zwei journalistischen Stücken nicht vornehmen. Anscheinend will der NDR stattdessen nur eine Überschrift abändern. Jedoch suche der Sender das Gespräch mit der Familie, so die „FAZ“. Wichtigster Streitpunkt ist wohl die Passage, nachdem Nannen an der Entstehung und Gestaltung von antisemitischen Flugblättern beteiligt gewesen sei.

Im Mai hatte ein Beitrag des Rechercheformats „STRG_F“ des NDR mit Details zur Vergangenheit des Ex-„Stern“-Chefredakteurs und Magazininitiators Nannen (1913-1996) im Zweiten Weltkrieg eine breite Debatte über den Journalisten angestoßen.

Gruner + Jahr kündigte daraufhin an, man werde ein Gremium berufen, das über die künftige Verwendung des Namens für den Preis und für die Henri-Nannen-Schule beratend tätig werde. Bis Jahresende werde man eine Entscheidung treffen. In diesem Jahr hatte G+J kurzfristig und einmalig den Nannen Preis in Stern Preis umbenannt. Auch Nannen-Witwe Eske Nannen sagte, dass ein externer Historiker die Lebensgeschichte wissenschaftlich aufarbeiten soll.

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