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Arbeitskultur

Neue Büros sollen die Medienmarke „Impulse“ stärken

Der „Impulse“-Chef Nikolaus Förster ist mit seiner Redaktion in ein ehemaliges Gaswerk in Hamburg-Bahrenfeld gezogen. Hier hat er eine neue Bürowelt geschaffen. Sie soll nicht nur eine Wohlfühloase für die Mitarbeiter sein. Sie dient auch dazu, die Medienmarke des früheren G + J-Titels bei seinen Lesern stärker zu verankern.

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Räume in verschiedenen Farben, die zum Sinnieren über neue Ideen oder Strategien einladen sollen,  Arbeitsplätze, auf die sich die Mitarbeiter über eine App einbuchen müssen, eine großzügige Welt aus 80 verschiedenen Pflanzen, die die Büroflächen in einen grünen Dschungel verwandeln – „Impulse“-Chef Nikolaus Förster hat mit seiner Redaktion neue Büros in einem ehemaligen Gaswerk im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld bezogen. Der promovierte Rheinländer präsentierte der Öffentlichkeit die außergewöhnlichen Räumlichkeiten, die für die nächsten Jahre die neue berufliche Heimat der rund 70 Mitarbeiter starken „Impulse“-Mannschaft sind. 

Dabei beschreitet der „Impulse“-Chef mit seinem Raumkonzept neue Wege. Während sich viele Unternehmen während der Corona-Krise aus Kostengründen von Büroflächen trennen und verstärkt auf Home-Office setzen, geizt er am neuen Redaktionsstandort nicht mit Flächen, Materialien, Möbeln und Farben. „Ein gutes Raumklima steigert nicht nur das Wohlbefinden, es fördert auch die Kommunikation und Kreativität“, so Förster. Dabei hat er aber auch die Leser des monatlich erscheinenden Magazins „Impulse“ im Blick, die aus dem deutschen Mittelstand stammen. Für sie sollen die neue Büroräume eine Art Begegnungsstätte sein, um Seminare, Tagungen oder Events zu veranstalten. Das bringt ihm gleich mehrere Vorteile. Er refinanziert hierdurch nicht nur einen Teil der Büromiete, die in den nächsten fünf Jahren einen siebenstelligen Betrag ausmacht. Er will hierdurch auch die zum „Impulse“-Netzwerk zählenden und zahlenden Unternehmer und Firmengründer stärker an die Marke „Impulse“ binden. Denn Försters Firmendevise als Medienunternehmer lautet: „Eine Zukunft hat, wer es schafft, für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen attraktiv zu sein.“

Ein der Teil neuen Büro-Räumlichkeiten von „Impulse“

Optisch opulent inszeniert Förster daher die Marke „Impulse“ gleich im Eingang auf einer riesigen Pflanzenwand, die Farbe Gelb als Teil des Markenkerns macht er überall in den teils verwinkelten, auf mehreren Etagen verteilten Räumlichkeiten sichtbar. Denn für den früheren „FTD“-Wirtschaftsredakteur sind die 1.000 Quadratmeter großen Büroräume ein wichtiges „unternehmerisches Werkzeug“, das ein „emotionales Markenerlebnis“ für die Kunden/Leser schaffen soll. Strategisch ergibt die neue Bürogestaltung viel Sinn. Denn nach der Übernahme des Wirtschaftsmagazins 2013 im Rahmen eines Management-Buy-Outs hat Förster die Marke „Impulse“ radikal umgebaut. Der Verleger stellt nicht mehr den Verkauf des Print-Magazins in den Vordergrund; vielmehr setzt er auf „Impulse“-Mitgliedschaften, die sein Medienreich finanzieren sollen. Hier bietet er den Lesern ein vielschichtiges Coaching- und Seminar-Angebot.

Doch die Belegschaft muss sich durch die neue Bürowelt an eine andere Arbeitsweise gewöhnen. Bislang hatte die Mitarbeiter am alten Standort im Industriehof einen festen Schreibtisch im Büro. Jetzt müssen sich die Mitarbeiter über eine App zunächst auf einen Arbeitsplatz einbuchen. Da nur knapp 30 Schreibtische zur Verfügung stehen, könnte dies für einige Mitarbeiter eine Herausforderung sein, die gerne jeden Tag am selben Platz sitzen möchten. Doch Förster lässt seinen Arbeitnehmern große Freiheiten. Er zwingt keinen Mitarbeiter, im Büro zu arbeiten. Wer in der Corona-Pandemie am Home-Office Gefallen gefunden hat, kann weiter in den eigenen vier Wänden für „Impulse“ tätig sein. 

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